Archiv für den Tag: 24. Januar 2010

im Hafen

Delphin

Nach dem durchaus erfolglosen Versuch genießbaren Fisch aus den Tiefen des Ozeans zu ziehen haben wir bei der Rückkehr in den heimischen Hafen noch zwei Delphine gesehen, die wohl schon den ganzen Tag dort herum geschwommen sind. Ich vermute mal es war ein Muttertier und ein Kalb.

Der Anblick der Meeressäuger hat uns dann ein wenig darüber hinweggetröstet, daß wir im Grunde wieder nichts Vernünftiges gefangen haben.  Beim Herausziehen des Bootes ist mir aufgefallen, daß die ausgefuchsten Einheimischen ihre Boote jetzt erst zu Wasser gelassen haben – voll bestückt mit Angelruten.  Inzwischen war es ja immerhin schon 19:00 Uhr geworden.

Machen wir etwas falsch?

Wenn der König fliegt…

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Also, Leute, ich sags Euch, wenn man den Königsalbatros fliegen oder besser gleiten sieht, das ist der Hammer! Mir fehlen da eigentlich die Worte – und das Foto gibt auch nichts her, unsere doofe Lumix (gell Alex?!) wollte und wollte nicht fokussieren. Egal, das vergisst man nicht! So oder so.

Aber erstmal von vorn: Als wir zum Royal Albatros Center am 6. Tag unserer Rundreise auf Otago Peninsula kamen, war ja das Wetter superätzend. Dennoch haben wir die Königsalbatrosse-Tour gebucht und hatten zumindest die Gelegenheit 3 von den derzeit 18 bebrütenden Albatrosnestern sehen zu können – samt den Müttern drauf sitzend. Übrigens ist dies der einzige Orte auf der Welt, wo diese Vögel so nahe an der Zivilsation brüten! Doch leider, leider wollte keiner der Albatrosse fliegen während wir auf der Beobachtungshütte waren – es war zu wenig Wind. Wir haben dann den Erläuterungen der Mitarbeiter gelauscht und viel gelernt (z.B. daß sie als Baby so schwer werden so daß sie erstmal wieder auf Diät gesetzt werden müssen um auch nur ansatzweise fliegen zu lernen oder daß sie im zarten Kleinkindalter über 5 bis 6 Jahre nur fliegen – immer rund um den Globus – bis sie sich dann entschliessen zu „heiraten“ und Kinder zu bekommen). Und haben uns trösten lassen, dass die wenigsten Zuschauer die Albatrosse fliegen sehen. Leicht frustriert sind wir also irgendwann zurück zum Autoparkplatz. Ein letzter Blick zurück auf den Hügel und dann: da waren sie!! Man erkennt den König sofort, selbst auf 1 km Entfernung. Nun ja, bei 3 m Flügelspannweite auch kein Wunder! Es war wirklich ein unvergessliches Erlebnis, diese Vögel zu beobachten – und ich werde es auch nie vergessen! Das sind ab sofort meine Lieblinge unter den Vögeln!

Orientierungslauf in den Aorere Goldfield Tracks

Also, das Wetter scheint es jetzt wirklich gut mit uns zu meinen in dieser letzten Woche. Sehr schön. Wir haben uns ja schweren Herzens entschlossen, nicht mehr an die Westküste nach Westport zur fahren, weil wir einfach zuviel mit dem Auto unterwegs sein müssten. Wir geniessen diese Tage lieber intensiver hier. Also war heute erstmal wieder Wandern angesagt (das wird jetzt hoffentlich für die Daheimgebleibenen nicht langsam langweilig ;-))

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Wir sind in den Aorere Goldfield Tracks gewandert: Roland, Michel, Amy (!) und ich. Hier in der Gegend gab es diverse Male einen regelrechten Goldrausch und diesen alten Spuren kann man folgen. Witzig war vor allem die „Ballroom“ Höhle, die früher die Goldschürfer wohl tatsächlich auch als Tanz“saal“ genutzt haben. Die Landschaft selbst, hoch über der Küste, erinnert eher an eine Heidelandschaft, nicht so spektakulär, aber ganz nett.

Zuhause angekommen sind die Jungs jezt noch mal mit dem Boot rausgefahren. Ich wache über die Wildschweinkeule, die im Backofen vor sich hinbruzelt. Amy liegt sprungbereit im Vorgarten und wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr eines ihrer Familienmitglieder.

Wuff, wuff!

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Nachdem gestern Unwetter angekündigt war, haben wir ja praktisch gar nichts geplant , sondern uns auf ein häusliches Zusammensein eingerichtet (wieso eigentlich??!!) Nun ja, es wurde dann doch ein ziemlich sonniger Tag (natürlich!). Es gab dennoch eher ein Relax-Programm: morgens bummeln in Takaka, am Strand rumlaufen und dann rumköcheln, weil wir zum Kaffee und Abendessen bei Götz und Sabine eingeladen waren und Kuchen und Salat als Mitbringsel mitbringen wollten. Die beiden sind ein sehr nettes Paar aus Deutschland, die vor 4 Monaten mit ihrem damals fünf Monate Sohn hierher gekommen sind (davor aber mit ihm bereits schon drei Monate auf dem Globus unterwegs waren!!) und hier auch – in der Golden Bay – bleiben wollen.

Seit ein paar Tagen haben die beiden auch eine Wwooferin. Kennt das jemand von Euch? Ich bislang nicht, ist aber hier in Neuseeland sehr populär. Das ist vergleichbar mit Praktikanten in Deutschland, nur zu noch eher schlechteren Konditionen. Als Wwoofer bekommt man tage-, wochen-, monateweise (je nach Gusto) Kost und Logis. Dafür stellt man für ein paar Stunden am Tage seine Arbeitskraft zur Verfügung. Manchmal gibts auch etwas Taschengeld, meist aber eher nicht. Die Wwoferin von Götz und Sabine, eine süsse 19-jährige aus Deutschland, ist mehr oder weniger nur auf der Durchreise und wird nur 2 Wochen da sein bevor sie weiter reist. Ein Wwofer wohnt typischerweise im „Sleepout“, auch das ganz typisch hier. Das ist praktisch eine Garage mit Fenstern neben dem Haus (so schlafen wir hier ja auch gerade) – so wie auf dem Foto.

Übrigens gibt es das Konzept der Wwoofer auch in Deutschland. Also falls der eine oder andere Bedarf hat? Suse träumt auch schon davon, bald Wwofer zu haben bzw. zu beschäftigen und sie im – noch zu beschaffenden – Caravan nächtigen zu lassen.