Archiv für den Tag: 27. Januar 2010

Wild Wild Westen

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Über den gestrigen Tag haben wir noch gar nicht berichtet: wir haben die Luft der Westküste geschnuppert! Genauer gesagt waren wir am Whanganui Inlet, in der Nähe von Anatori. Das bedeutet 1 Stunde dirt road fahren, einmal quer durch den Fluß und viele viele Schafe – und noch weniger Menschen. Eigentlich gar keine. Anatori ist ja auf der Karte als Ort eingezeichnet, besteht aber nur aus einem netten und einem verfallenen Haus. Das ist der Westen Neuseelands, wirklich wild. Aber die Landschaft ist spektakulär, wie Ihr auch am Foto erahnen könnt. Am Strand haben Roland und Ines dann noch Grünlippmuscheln fürs Abendessen gesammelt. Anschließend wollten die Jungs noch Rockfishing gehen, aber wir sind nicht an die Rocks gekommen. Das ist ein bisschen ätzend: es gibt vielle tolle Bays an der Küste an die man alle nicht rankommt weil sie Privatbesitz sind.

Zuhause angekommen wurden die Muscheln als ameuse geule verspeist (super ober lecker) bevor wir dann alle ins „Pinguin“ gefahren sind, um gemeinsam essen zu gehen: Austern, Jakobsmuscheln und Garnelen als Vorspeise. Dann – je nach Gusto – Fleisch und noch mal Fleisch (houw, houw, houw) und zum Abschluss – während uns Federer unterhalten hat mit seinem Matchsieg diverse Varianten des „Orgasm Icecream“ (oh yeah!!!!).

Heute bricht der letzte Tag an. Unfassbar.

fish happens

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Was komisch aussieht muß nicht komisch schmecken. Zu unserer großen Überraschung hat der Käpt’n neulich einen der seltenen Skates nach langem und anstrengendem Gezerre an Bord gezogen. Der Fisch sieht ziemlich häßlich aus, was auch der Grund war weshalb wir ihn gleich wieder zurück ins Meer geschmissen haben.

Ja Pech aber auch, denn heute haben wir in einem Buch gelesen, daß dieser Fisch wohl sehr selten ist und durchaus als Delikatesse gilt. Es wir behauptet, daß die neussländischen Freizeitfischer im Durchschnitt nur ein Exemplar in 12 Monaten fangen. In den Nobelkaschemmen von New York wird das Filet des Skates zu erlesenen Vorspeisen verarbeitet stand da geschrieben. Aus Unwissenheit ist uns jetzt wohl ein Leckerbissen verwehrt geblieben. Wir trösten uns damit, einen so seltenen Fisch dem Meer zurück gegegben zu haben. Die Chance für andere neuseeländischen Freizeitfische ein solches Prachtexemplar zu fangen erhöht sich durch unsere selbstlose Tat erheblich.

Andere mögen behaupten wir sind einfach zu doof zum Angeln – wir nennen es Altruismus!