Archiv für den Monat: April 2011

Hohenloher Ebene

Geddelsbach liegt ja bekanntlich im Brettachtal, welches als eines der lieblich-romantischen Gewässer in Hohenlohe bekannt ist. Doch die Talhänge sind steil, sehr steil. Da ist nicht viel zu spüren von der Ebene. Auf dem Weg aus Stuttgart nach Eschelbach rast man zuerst im Sturzflug von Burg Maienfels nach Brettach um sich dann auf der anderen Seite die 16 % Steigung hoch zu stemmen.

Eigentlich kann man bei der Aktion auf auf das Vorderrad verzichten, da es sich ständig ob der Steilheit von der Straße hebt.

Am Ende ist man dann doch froh, daß es vorbei ist.Nach zwei Stunden hat man sich so weit erholt, daß man die nächsten 50 km in Angriff nehmen kann. Nach der Qual kann man sich dann aber mit Genuss auf ein Spaghettieis freuen.

Im Übrgen gilt: Hasen gehen ja immer !

mit kleiner Verspätung,  aber insofern vollkommen unserem derzeitigen Lebensgefühl – nämlich allem etwas hinterherzuhecheln – entsprechend, will ich der Hasengemeinde, hier sei auch ausdrücklich Schnupperle genannt, nicht das jahreszeitliche Gebastel von Elisa, Nora und Ben (in dieser Reihenfolge! wie sich dem Kenner von alleine erschließt…) vorenthalten.

Herrgoddsbscheißerle

Es waren biblische Ausmaße: Maultaschen über Maultaschen – aus 2,5 kg Nudelteig! Wir waren am Karfreitag bei den Jungs eingeladen, sie zu verschmausen. Hier seht ihr die Maultaschenproduktionsstraße. Ich wollte Euch das unbedingt posten. Zuerst gab es sie in der selbstgemachten Fleischbrühe und dann im zweiten Gang geschmelzt mit Kartoffelsalat. Wir haben nur den Nachtisch mitgebracht: die ersten Erdbeeren, Rhabarberkompott und Sahne.

Und sie waren so lecker, daß ich nun auch versuchen muß, das Rezept von Thomas´Mama zu ergattern.

Fast wie in Neuseeland

Beim Recherchieren nach einer schönen Wanderung im Nordschawrzwald habe ich im Internet so oft gelesen dass die Tour rund um Hirsau durch die „Wolfsschlucht und Fuchsklinge“  ein Geheimtipp sei, dass es schon nicht mehr wahr sein konnte. Ich hatte mich insgeheimn auf wahre Ströme von Wanderern eingestellt. Dabei waren wir – also Anna, Luisa, Michel und ich – dann drei Stunden lang praktisch die Einzigen!

Zwischendrin gabs am Waldesrand die Schnitten von Michel und ein paar Äpfel, die wir uns geteilt haben. Die Einkehr ins „Waldrestaurant Fuchsklinge“ musste jedoch kurz vor dem Ende der Tour dennoch sein. Allerdings würde ich das nächste Mal ins Hotel Kloster Hirsau gehen, das mitten in Hirsau liegt. Das sah nicht nur sehr nett aus, auch mit einem kleinen Gartenbereich, und die Speisekarte klang auch oberlecker. Natürlich haben wir uns abschließend noch die Klosteranlage von Hirsau angeschaut bzw. das was davon noch übrig gebleiben ist. Sehr imposant, mitten in so einem kleinen Ort.

Hier auf diesem Blog gibt es eine ausführliche Beschreibung zu dieser wirklich sehr schönen 3-stündigen Wanderung.

Heute abend hab ich mir nochmal die Fotos angeschaut und fand plötzlich dass sie Ähnlichkeit mit unseren Wanderungen auf der Südinsel haben – aber halt nur fast ;-).

Auf outdooractive.de gibt es alle Infos zur Wanderung fürs Wanderherz – sogar die gpx-Datei fürs Smartphone..

Hilfe, mich hat ein Hund geküsst…

… holt Jod und heißes Wasser.

Ich erinner mich diesen Aufschrei von Lucy van Pelt, wenn sie von Snoopy in der Zeichentrickserie Charly Brown wieder mal mit Küssen geradezu abgeschleckt hat.

Jod und heißes Wasser scheint auch angebracht, wenn man sich auf der Autoverwertungsanlage von Charlie Braun in Öhringen rumtreibt.

Zuerst findet man den Eingang nicht. Im Grunde gibt es zwei „Nichteingänge“. Auf dem Gelände bekommt man dann ein Vorstellung, wie es in Nord-Ost-Japan nach der Tsunamikatastrohe aussehen muß.

Kürzlich sind wir dort vorbei gekommen, in der Hoffnung Ersatzteilchen für unsere französische Reiselimousine zu finden. Leider wurden wir nicht fündig. Auch die Suche nach der verlorengegangenen Radkappe war nicht von Erfolg gekrönt. Das Auto ist noch nicht alt genug.

„Die Radkappen „lagern“ da vorne in dem 5 er BMW. Vielleicht ist ja was passendes dabei“, war die knappe Ansage des Personals. Die Eindrücke von der Gesamtanlage haben uns dennoch über den Misserfolg hinweggetröstet. Ein so abartiges Chaos findet man nicht nicht alle Tage. Und über allem thront der ausgeschlachtete Rest eine RO 80.

Vor 25 Jahre hat man schon gemunkelt, daß der Charlie in einer alten Scheune irgendwo im Nirgendwo zahlreiche Gogomobile auf  Regalen stapelt.

Was die heute wohl wert sind?

„Ich möchte was über die Welt lernen.“

 

Das hat Carlotta zu ihrer Lehrerin gesagt, wie uns die Mama berichtete. Nun, dieser Wunsch war für uns natürlich dann Programm als sie letztes Wochenende bei uns war. Erst mal – bei schönstem Wetter – im Planetarium die wirklich große weite Welt erleben, dann im Kindermuseum die Geschichte unserer Vorfahren, um dann schließlich im Völkerkundemuseum eine Reise rund um den Globus anzutreten.

Zuletzt war ich dort mit Paula als sie grade mal vier Jahre alt war. Ich kann mich noch gut daran erinnern wie ich sie teilweise regelrecht durch die Räume gezerrt habe, vorbei an überlebensgroßen Holzfiguren aus Ozeanien und Vodoo-Figuren aus Afrika – Aberdutzende in Reih und Glied in den Vitrinen aufgestellt, alle bewaffnet mit Speeren und mit hohlem Blick, als würden sie jeden Moment ausbrechen und sich auf uns, die wir sie aus ihrer Heimat geholt und hierher gezerrt haben, mit Kriegsgeheul stürzen. Und immer die Frage von Paula auf den Lippen „Duduun, wer ist das?“ Bis heute hoffe ich nicht, dass diese Bilder ihr irgendwelche Traumata bereitet haben.

Wir waren also über die neuen Präsentationen sehr positiv überrascht, auch wenn noch nicht alle Räume modernisiert sind. Carlotta fand den Audioguide für Kinder ganz toll – wir übrigens auch. Und die begehbaren Räume wie der orientalische Basar, der afrikanische Markt, das japanische Wohnzimmer oder die Hirtenwohnung in den Anden sind auch noch heute ganz toll, finde ich.

Ozeanien und damit Neuseeland wird leider derzeit überarbeitet. Wir werden davon berichten! Vielleicht zusammen mit den Kids aus Harxheim?!

 

Bücherknast

56 Augen starren traurig aus der Oednis der postindustriellen Wüste und warten auf zahlreiche Besucher aus dem Medienzeitalter. So oder so ähnlich könnte man den Zustand der Bibliothek beschreiben. Die neue Stadtbibliothek oder auch Libary, wie multilingual in Beton gemeißelt an der Fertigteilattika prangt, fristet derzeit ein protziges Dasein im Nirwana der Stadtlandschaft.

Ich frage mich, ob dieser, von den Stuttartern „Bücherknast“, oder auch „Stammheim II “ genannte Bau es jemals schaffen wird die hochgesteckten Erwartungen zu erfüllen.

Man könnte meinen, die Würfel sind gefallen und Stuttgart mischt nun endlich auch mit beim internationalen  Stelldichein der austauschbaren Stadtlandschaften, zusammengeschustert – im wahrsten Sinne des Wortes – aus dem Werkzeugkasten urbaner  Belanglosigkeiten.

Snapper big time

Heute waren wir „mal wieder Draussen“ und hatten eine wirklich gute Zeit. Neben dem Monster Snapper und dem schoenen Kawahai, gab es noch sharks und sea perches. Zunaechst als Sushi, morgen noch in Cocgnac und Rohrzucker geraeuchert. Michel, jetzt geht es gerade ab – alles wartet auf DICH….. (p.s. der Snapper war 5kg!). Dein Roter Octopus war auch wieder erfolgreich….
cheers

1000 Kraniche für Japan

Von wegen „Frühling lässt sein zartes Band….“ – der Sommer hat „Hallo“ in Stuttgart gesagt. Und wie: 27 Grad! Der Wochenmarkt war plötzlich voll mit Erdbeeren, Spargel und neuen Kartoffeln. Alle haben ihre weisse Haut spazieren geführt, die Schlangen vor den Eisdielen waren hoffnungslos lang

Und am Pavillon auf dem Schlossplatz flatterten die Kraniche im Wind, genauer gesagt 1000 gefaltete Kraniche. Eigentlich ein schönes und friedliches Bild. Die Aktion wurde von einer Jugendgruppe in Stuttgart initiiert – für die japanische Bevölkerung. Denn es gibt eine alte japanische Legende, die besagt, wer 1000 Kraniche aus Papier faltet, dem erfüllen die Götter einen Wunsch. So sei es.

(Noch viele schönere Fotos gibt es bei der fotocommunity.de.)