Archiv für den Monat: Mai 2011

Vermeer XXL oder: Bei den Teppichhändlern in München

„Vermeer in München“ – So heisst eine aktuelle Sonderausstellung in der Alten Pinakothek in München, die nur noch drei Wochen läuft. Wir mussten natürlich unbedingt hin. Aber hättet ihr bei diesem Titel erwartet, daß ein einsamer Vermeer an einer Säule hängt – um den sich dann natürlich alle Besucher drängeln. Da waren wir schon ziemlich enttäuscht (wie andere im übrigen auch). Auch wenn der Rest der Ausstellung, Stücke aus der Sammlung des König Max I., auch ganz nett waren.

Komplett entschädigt wurden wir dann aber mit der Eisdiele, die wir ein paar Meter weiter entdeckt haben. Das Ballabeni ist winzig klein, hat vielleicht 12 Eissorten, aber jede ist nicht nur originell, sondern auch super lecker. Wir haben querbeet probiert z.B. „Schoko mit Ingwer“, „Birne und Ananas“, „Milch mit Minze“, „Rote Früchte“ – alles super lecker.

Auch eine schöne Adresse ist das „Stadtcafé München„, direkt am Stadtmuseum bzw. Jüdischen Museum gelegen, nur wenige Schritte vom Viktualienmarkt weg.

Es ist so ein Café, in dem ich stundenlang rumsitzen kann, Zeitung lesen, quatschen und zwischendrin lecker Kuchen essen oder irgendwelche Snacks.

Ja, und abends haben wir dann die Renken und Forellen gegrillt, die wir auf dem Viktualienmarkt eingekauft haben, frisch aus dem Bassin.

Leider haben wir die Desserts beim Dallmayer doch nicht mehr gekauft, weil wir plötzlich am anderen Ende der Stadt waren. Aber zu einem Foto hats gereicht 😉

Doch auch ohne diese Schweinereien: Lecker wars.

Angel und Seele am Bärensee

Beide kann man hier wunderbar baumeln lassen!! Jahrelang hab ich ja gelästert über diese Stuttgarter, die in ihrer Freizeit über den Bärensee herfallen und sich gegenseitig auf die Füsse treten wenn es mal wieder zu voll ist. Jetzt gehöre ich selber zu diesem unerschütterlichen Volk – und finds wunderschön. Wenn man regelmässig um diese drei Seen rumläuft, dann trifft man auch bald Bekannte. So wie dieses Entenpaar, das noch auf Nachwuchs wartet.

Aber diese beiden habens echt reissen lassen -und können nun zu Dritt in der Frühlingssonne die Schildkrötenseele baumeln lassen:

Im Leben eines Architekten

(und seiner Frau) hört das nie nie nie auf, die Welt mit den Augen eines solchen zu sehen.  Ob man will oder nicht. Ich habe das mittlerweile begriffen und bringe routiniert die Kamera in Stellung. Hier nun das Parkhaus von PUMA in Herzogenaurach. Genauso eins wird nämlich Michel mit dem Büro in Weinheim bauen.  Es ist allerdings nur kleiner Teil eines großen Ganzen. Das Parkhaus (bzw. das Outlet!) waren Zwischenstation auf dem Weg zu den Erlangern… Wir haben Theo dann noch seine erste Fussballklamottenausrüstung gekauft – bei Adidas. (Da ist das Parkhaus noch schöner, aber anders halt und deshalb nicht fotografiert.)

Es war – wie überall hier in Deutschland – tropisch schwül- das ideale Wetter zum Grillen also! Neben den üblichen fränkischen Bratwürsten, Steak, Schafskäse und Salaten gab es diesmal noch marokkansiche Lammhackspieße, von Sascha zubereitet. Die waren so lecker, dass ich – mal wieder – vergessen habe, zu fotografieren. Aber hier ist das Rezept für alle Grillmeister hier!!

Marokkanische Lammhackspieße

500 g Lammhack

1 große Zwiebel

1 Essl. Dijon-Senf

1 Handvoll Pinienkerne

ca. 3 Essl. Semmelbrösel

1 kleine Chilischote

1 Ei

2 Knoblauchzehen (am liebsten frischen Knoblauch)

Salz, Pfeffer

Raz el Hanout

 

Die Pinienkerne in einer Pfanne anrösten. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und mit etwas Öl goldgelb anbraten. Danach beides abkühlen lassen. Anschließend mit dem Hackfleich, den Semmelbröseln, dem Ei, dem Senf, der feingehackten Chilischote und den Gewürzen Salz, Pfeffer sowie Raz el Hanout gut durchkneten. Kräftig abschmecken.

Aus der Hackmasse ca. 16 kleine Bällchen mit ca. 5 cm Durchmesser abdrehen. Jeweils 4 Bällchen auf einen Spieß stecken oder 1 Bällchen auf einem Spieß lang ziehen. Dann ab damit auf den Grill. Gar nicht verkehrt ist es, mehr Bällchen zu grillen als benötigt werden, denn am nächsten Tag schmecken sie auch kalt ganz hervorragend.

Dazu Minzjoghurt oder Sweet-Chili-Sauce.

 

Theo liebt seine neue Fussballklamotten übrigens. Aber ins Training will er immer noch nicht so recht…

 

Rudern zwei ein Boot…

 

RUDERN ZWEI
Rudern zwei
ein boot,
der eine
kundig der sterne
der andre
kundig der stürme,
wird der eine
führn durch die sterne,
wird der andere
führn durch die stürme,
und am ende ganz am ende
wird das meer in der erinnerung
blau sein

(Reiner Kunze)

Meine Eltern sitzen nun seit 50 Jahren gemeinsam in einem Boot – und rudern. Das haben wir natürlich gefeiert. All inclusive sozusagen: In der Kirche beschallte unser der 30-köpfige Männergesangsverein (!!). Zum Schluß intonierten sie „Oh Du mein schönes Eschelbach“, das sich meine Eltern gewünscht hatten – und wir alle nicht kannten! Der Pfarrer philosophierte über die „halbe Treppe“ (die ich nicht verstand), die Enkelkinder haben was aufgesagt und beim Auszug aus der kleinen Dorfkirche warteten die Landfrauen, jede mit einer weißen Rose für meine Mutter. Es wurde viel gegessen und getrunken wie es sich gehört, geplaudert, gelacht, und die eine oder andere Träne verdrückt.

Nur die Sonne hat nicht ganz mitgespielt. So fiel die Kaffetafel im Garten leider leider aus und musste in der Wirtschaft stattfinden. Trotzdem: Schee wars.

 

 

Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2011.

Dies sind die Abenteuer des BEN-Shuttles, das mit seiner 3 Mann starken Besatzung viele Monate unterwegs war, um im Garten der Hs neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von Zuhause entfernt, ist das BEN-Shuttle in Galaxien vorgedrungen, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Und nun ist es wieder da, lieber Ben! Einfach so. Es sieht ganz schön mitgenommen aus. Es ist ganz schön dreckig, das war bestimmt ein Drecksturm. Und die Frontscheibe ist  kaputt. Wer weiß, welche Abenteuer Dein Shuttle erlebt hat! Aber wir haben immer daran geglaubt, dass es wieder kommt. Du auch, nicht wahr?

Wir werden jetzt richtig gut darauf aufpassen, bis Du wiederkommst. Dann kannst du gemeinsam mit ihm neue Abenteuer unternehmen.

It´s a Trick-trick!

Es ist wieder Trickfilmzeit in Stuttgart und: bis Sonntag ist noch Zeit, hinzugehen! Das macht Spaß! Und sei es „nur“, abends auf dem Schloßplatz die Open Air Vorstellung anzusehen. Michel und ich waren am Mittwoch im „Internationalen Wettbewerb“. Besonders witzig und schräg war die Geschichte vom verlotterten Osterhasen, der ein Leben ohne Freude, dafür aber mit viel Alkohol führt. Und das im Schatten des überaus beliebten und beleibten Weihnachtsmannes. Er beschließt ihn, um die Ecke zu bringen…

Preferably Blue from Mr Foo on Vimeo.

Wir haben Tränen gelacht. Das Ganze wurde in Neuseeland produziert. Herrlich!

Übrigens, Roland: „The Mighty Hunter“ (vom Schweden Michael Ekblad) ist was für Dich, nachdem du ja die Wälder der Südinsel unsicher machst… Ich hoffe, dass Du nach diesem Filmchen noch gut schlafen kannst!

Eine sehr schöne Idee ist die Geschichte der beiden Australierinnen Wendy Chandler und Susan Danta. Sie haben einen dokumentarischen Film über „Erbstücke“ gemacht und ihn als Trickfilm umgesetzt. Beim Anschauen ist mir aufgefallen, dass ich die Frage nach einem besonderen Erbstück in unserer Familie gar nicht so leicht beantworten könnte. Ich muss nochmal nachdenken…. Habt ihr eines??? Hier ist der Trailer:

Der „Trick-Trick“ ist jedoch was ganz Spezielles … und wenn unsere gute Ruth die Zeit hätte, unseren Blog zu lesen, könnte sie jetzt dazu was sagen;-)

 

Link zum Trickfilmfestival ITFS.

Best Sushi in Town!

Also für alle, die Sushi und Sashimi mögen: Das Kikuya ist eine tolle neue Adresse. Wir haben dieses japanische Restaurant in der Calwer Strasse an unserem Hochzeitstag gestern ausprobiert. Man sitzt an einem langen Tisch auf dem Boden bzw. einer kleinen Bank, natürlich die Schuhe ausgezogen. Rückengeplagte bekommen auch eine Lehne.

Zunächst gab es die traditionelle Misosuppe (sehr gut), dann eine Kollektion Sushi & Co., die unglaublich lecker waren. Ich glaube die Besten, die ich je gegessen habe. Schließlich haben wir jeweils noch einen kleinen Fischgang gewählt, der gut war aber auch nicht der Burner.  Ich fand den Lachs ziemlich trocken. Michel meint, die Japaner können Fisch nur roh oder trocken kochen…. Stimmt das, Ira?? Auf einen Nachtisch wie das angebotene Sesameis mussten wir leider verzichten, weil wir pappsatt waren.

Anscheinend hat der Sushi-Koch über 30 Jahre Erfahrung „round the world“ auf dem Buckel. Ich glaub das sofort. Und übrigens: es gibt auch eine Take Away Karte. Praktisch direkt neben der S-Bahn-Haltestelle.

Leider musste dafür ja das australische Restaurant weichen – wobei ich ehrlich gesagt nur einmal dort gegessen hab.

Hier eine Restaurantkritik des PRINZ

 

Hase geht immer II

Gut, Ostern ist schon eine ganze Weile vorbei, aber wenn das Motto „Hase geht immer“ gilt… kann ich mit „unserem“ Hasen auch noch landen. Schaut her! Kai hat gesägt und geklebt, Mutti hat gemalt und entstanden ist eine wunderschöne Laubsägearbeit. Naja, mir gefällt er…

Bei den Phantastischen Fünf

Wer die Phantastischen Fünf sind? Mensch, ist doch klar: Ben, Brian, Silas, Theo und – Matthea. Ich weiss aber immer noch nicht, wie die kleinen Lümmel auf diesen Namen gekommen sind. Im 5er-Pack sind sie auf alle Fälle ziemlich anstrengend, ganz schön gewitzt und einfach unwiderstehlich. Unterm Strich war das Erwachsenen-Kinder-Verhältnis beim Kindergeburtstag 3:5 – und wir hatten wirklich alle Hände voll zu tun zwischen „Ich mag die Osterwiese nicht essen“ über „Uaaah! Ben hat mir weh getan“ bis zu „Ich will auch Kettcar fahren!“. Und es gab natürlich so ziemlich alles was ein Kinderherz erfreut: Kasperle & Prinzessin, Schatzsuche, tolle Geschenke und natürlich ohne Ende Leckereien. Es war so spannend, dass sich Paula mit ihren 4 Freundinnen auch noch dem Feschtle angeschlossen haben. Da sind die „Wilden Hühner“ dann auf einmal toooodlangweilig. Na denn!

Spezi Spezial

letzter Samstag im April ist „Spezitag“ in Germersheim.

Wie jedes Jahr treffen sich hier die Fahrradspezialisten und -spinner. Und wie jedes Jahr wird es immer ein wenig professioneller. Gut, die Ultraschrauber sind immer noch vertreten, doch im Großen und Ganzen treiben sich ganz seriöse Liegeradhersteller und -enthusiasten auf der Messe rum. Diese Jahr hat Velotraum neben seinen Rädern auch noch Paul, den Sohn meines Kollegen als Praktikant mit auf dem Stand. Ein Grund mehr also die Spezi dieses Jahr mal wieder aufzusuchen.

Es hat sich einiges hinsichtlich der Elektroantriebe und der Allwettertauglichichkeit getan. 

Hase Spezialräder zeigt z.B. ein gutes System mit Verkleidung.

Schöne Räder machen aber auch z. B.  AZUB Bike. Von echten Rennsemmeln bis hin zu Expeditionsrädern – alles dabei.

Testen kann man die Räder auf der Messe natürlich auch. Ich habe diesmal eine Faltrad mit 24″ Rädern getestet. Natürlich wieder ein Model von den verrückten  Briten. Auf der Teststrecke für Pedelecs habe ich ein Hase Kettwiesel und Martin mit Anton eine Hase Pino, jeweils mit Elektromotorunterstützung getestet. Eine Alternative zum Pino von Hase könnte aber auch ein Liegeradtandem sein.

Martin und ich konnten uns für einen Fahrradhelm mit extrem guter Passform begeistern, leider beteht derzeit bei keinem von uns aktuell Bedarf an einem neuen Kopfschutz.

Kurz vor unserer Rückreise haben wir uns noch den ersten Teil des 8. Trike-Race angeschaut.

Ich hätte nicht gedacht, daß es in dieser Disziplin sogar Profis gibt.

Nächstes Mal sollte ich vielleicht stilecht mit 25 Jahre alten  Alex Moulton zur Spezi anreisen.

Wer noch nicht genug hat, der kann sich hier die ganze Pracht mal ansehen.