Archiv für den Tag: 24. Juni 2011

Hilfe – Ein Virus!

Ja stimmt, ich bin ziemlich weit davon entfernt, einen Foodblog zu schreiben. Einfach, weil ich entweder vergesse, ein Foto zu machen oder – wie in diesem Fall – dann, wenn es im Grunde schon zu spät ist. Und so ist das Ergebnis eher bescheiden. Ganz abgesehen davon, dass unsere Funzeln hier nicht genügend Licht für ein Food-Foto abgeben und meine Kamera keine manuelle Belichtung kennt. Egal. Aber L E C K E R wars! Und deshalb poste ich Euch das Rezept. Dies ist übrigens das Erste, das wir aus dem Buch von Yotam Ottolenghi nachkochen. (Ja, genau Ira, wir sind nun auch vom Ottolenghi-Fieber angesteckt und haben das Kochbuch gekauft!!)

Das Gericht ist im arabischen Raum sehr bekannt: „Shakshuka“. Ein Rezept für die Alltagsküche, mit einem schönen Aroma. Offenbar geniessen die Araber das Gericht auch gerne zum Frühstück. Da bin ich mal gespannt, ob H+T das bestätigen können, wenn sie aus Tel Aviv zurück sind. Anscheinend gibt es in Jaffa nämlich sogar ein sehr bekanntes Restaurant, das nach diesem Namen benannt ist.

Shakshuka (für 4 Personen)

190 ml Olivenöl
2 große Zwiebeln, geschält und in Scheiben geschnitten
2 rote und 2 gelbe Paprika, entkernt und in Streifen geschnitten
4 TL Rohrzucker
2 Lorbeerblätter
6 Stängel Thymian, die Blättchen gehackt
2 EL glatte Petersilie, ebenfalls Blätter gehackt
2 EL frischer Koriander, Blätter gehackt
6 reife Tomaten, grob gehackt (wir haben die Haut abgezogen)
1/2 TL Safranfäden
1 Prise Cayennepfeffer
Salz und Pfeffer
Bis zu 250 ml Wasser
8 Freilandeier

In einem Topf den Kümmel bei großer Hitze zwei Minuten trocken rösten. Öl dazugeben und die Zwiebeln für zwei Minuten mitbraten. Paprika, Zucker, Lorbeerblätter, Thymian, Petersilie und zwei Esslöffel Koriander dazugeben und auf hoher Stufe braten, bis der Paprika eine schöne Farbe angenommen hat. Tomaten, Safran, Cayennepfeffer, Salz und Pfeffer dazu. Bei schwacher Hitze 15 Minuten köcheln, wenn nötig, mit Wasser aufgießen. Die Konsistenz soll der einer Pasta-Soße entsprechen. Eventuell nachwürzen – Shakshuka sollte stark und würzig schmecken.

Lorbeerblätter entfernen und nun das Gemüse am besten auf 4 ofenfeste Formen vorteilen, jeweils zwei kleine Kuhle gemacht und dort jeweils ein Ei hineingeschlagen. Ca. 15 min. im auf 200 Grad vorgeheizten Ofen und die Eier sind  perfekt – das Eiweiß gestockt, das Eigelb noch schön flüssig. Zum Abschluss wird alles mit frischem Koriander bestreut und serviert. (Bei 2 Personen kann man das Ganze auch in der Pfanne fertig machen, indem man 4 Lücken frei schiebt, die 4 Eier dort reingleiten lässt und bei sehr niedriger Temperatur ca. 10 Minuten garen lässt.)

Es ist ein wunderbares Rezept für einen Sommerabend. Man könnte sich dazu auch gut ein Couscous, einen Yoghurt-Dip oder einfach ein Fladenbrot dazu vorstellen.

Hier gibt es übrigens sogar ein Video vom Meister zu diesem Rezept.

Und Pamela vom Blog Mestolo hat dem guten Otto eine ganze Woche gewidmet.