Archiv für den Monat: August 2011

Harxheim – Weinhöfefest 2011

In allen (neun) Höfen haben wir wieder gesessen und gestanden.

Es gab wieder viel schöne Musik – wir haben meistens die Bands ohne Blasinstrumente gewählt (aber die sind nicht so fotogen)

Die kleinen Jungs haben wieder und noch doller als das Jahr zuvor auf dicke Hose gemacht und die Mädels haben vom Rande unbeteiligt zugesehen.

Die Ballons haben wieder geglüht und Ben hat zum ersten Mal gesagt: “ Da werde ich mitfliegen.“

Die aktuelle und die Ex-Ex-Ex-…Prinzessinnen haben wieder des Nachts das Kinderkarussell zugeritten.

Wir haben den Wein des Vorjahres  wieder mit Liebe, Sorgfalt und Geduld geprüft und für gut befunden.



Es war im wesentlichen wie immer – gutes Fest !

Krebse und Blindschleichen

Bei mir ist derzeit Land unter – im wahrsten Sinn des Wortes. Seit Montag verbringe ich die Tage im Schlammbrei, kämpfe gegen Moder und dem Geruch von Heizöl an und führe nicht enden wollende Diskussionen, was man alles noch gebrauchen könne…. Immerhin haben wir schon zwei komplette Traktoranhänger voll Müll abtransportiert und der dritte ist auch bereits gefüllt. Dies ist das schlimmste Hochwasser in Eschelbach seit 23 Jahren. In der Zeitung steht, daß sich am Montag wohl viele Krebse und Blindschleichen im Wasser getummelt hätten. Mir ist aber noch keine begegnet. Wir haben allerdings ein Huhn als Todesopfer zu beklagen – vermutlich ist es von der Hühnerstange gerutscht oder gefallen.

 

Öde Orte (2)

Da saß ich nun gestern abend – auf mein Rendez-Vous wartend – und dachte „Kann es etwas Öderes geben als diesen Platz?“ Wir sind hier immerhin in Ludwigsburg, der selbsternannten „town of creativity“. Und nicht irgendwo in der Peripherie, sondern auf dem MARKTPLATZ, abends um 20 Uhr!! H A L L O ????

Natürlich ist das ziemlich ungerecht, mit so einer Momentaufnahme über Ludwigsburg herzuziehen, wo ich die Stadt ja nicht wirklich kenne. Und mit einem 90 Grad Drehung erahnt man dann doch das barocke Erbe der Stadt, was sie wirklich sehenswert macht.

Und je dunkler es wurde, desto lebendiger und wärmer wurde die Stadtkulisse. Wir sind schließlich in den Ratskeller gegangen, eine sehr nette Kneipe. (Und darum beneide ich ja die Ludwigsburger: sie haben so herrlich alte Gebäude, mit hohen Räumen und Fenstern, Stuck an den Decken als wäre es das Normalste der Welt, mit lüsternen Kronleuchtern…)

Dort spielt jeden letzten Donnerstag (umsonst!) Gonzo n´Friends (ausnahmesweise aber auch gestern). Den Gonzo müsste ich eigentlich kennen, weil er aus Hohenlohe ist und anscheind bekannt wie ein bunter Hund – bloß mir nicht. Hmmm. Er hat eine Granatenstimme, einen tollen Geiger und guten Gitarristen. Ich hab mir vorgenommen, nochmal zu einem Konzert von Gonzo & Friends hinzugehen. Vielleicht will ja jemand mit??

Fazit: Es gibt wirklich ödere Orte. Ein zweiter Blick lohnt.

* Aus Kindersicht ist übrigens der Märchengarten Ludwigsburg sowie das Theater am Cluss Biergarten sehr interessant.

Erdmännchen-Nachwuchs!

Paula ist mal wieder in town, also war es höchste Zeit nach den Tieren in der Wilhelma zu schauen. Mit 25.000 anderen… Egal, denn einem Kind, das neuerdings auch noch Tierärztin als Berufswunsch äußert, kann man diesen Besuch nicht ausreden. Und um es gleich vorwegzunehmen, war natürlich der Nachwuchs das Beste. Zum einen die Erdmännchen, wobei man nach drei Monaten nicht mehr von Babies sprechen kann. Man muss echt zweimal hinsehen, um zu erkennen, welches die Kleinen sind. Ich finde, sie haben etwas „Babyspeck“, aber gucken tun sie schon wie die Großen. Gerade mal zwei Wochen alt ist das Giraffenbaby, aber es bewegt sich wohl noch nicht so gerne. Denn es hat sich einfach geweigert, aufzustehen, damit wir mal sehen, wie es in „voller Größe“ aussieht. Hier sieht man bessere Fotos vom „Kasper“, wie er genannt wird.

Am Ende haben wir dann die Wilhelma auch mit einem Giraffenbaby verlassen- erworben im Wilhelmashop. Clever machen die das… Jetzt muss ich Paula nur noch klar machen, dass diese Litanei wie „Ich hasse Ameisen!“ oder „Ich hasse Bienen!“ nicht zu einer Tierärztin passen. Aber alles zu hassen, ist halt grad auch „voll cool“ oder auch „voll krass“.

Ganz neu für mich war dieser Sudan-Hornrabe – sehr majestätisch stolzierte er im Gehege herum. Schön, und doch so traurig, mit nur noch einem Flügel.

Zum Abschluß noch eine Collage:

Nachtrag: Eine neue Adresse, die wir entdeckt haben, ist übrigens das DAV-Kletterzentrum in Stuttgart, irgendwo zwischen Fernsehturm und Haus des Waldes gelegen. Das ist eine professionelle Kletteranlage, wo sich auch wirklich Leute rumtreiben, die schweißgebadet irgendwo an der Wand hängen – und diverse Ächz-Laute ausstoßen. Sehr beeindruckend… Kinder können entweder -kostenlos- in einem eigenen Kletterbeich in der Halle rumkraxeln. Der ist aber ziemlich klein und damit für Kids wie Paula auch entsprechend schnell langweilig. Vor allem wenn man diese spannende Anlage vor der Nase hat.

Mit Erwachsenenbegleitung dürfen sie auch in den Boulderbereich oder – mit einem Erwachsenen, der sichern kann, auch an die großen Wände. Das kostet dann auch alles. Aber für kletterbegeisterte Kinder ist das wirklich mal eine gute  Adresse. Außerdem gibt es Kletterkurse für Kindern. Auch bestimmt toll.