Archiv für den Monat: September 2011

„Tut´s weh?“

Das hat die Suse den Michel am Telefon gefragt. Sie meinte damit seinen Geburtstag, genauer gesagt, den Anbruch der 5. Dekade. Und eigentlich weiß ich seine Antwort darauf immer noch nicht… Wir haben auf alle Fälle versucht, diesen Tag so normal wie möglich zu verbringen. An einem ansonsten gewöhnlichen Donnerstag ist das nicht allzu schwer. Heinrich hat ja Michel gewünscht, daß er nie wieder an seinem Geburtstag arbeiten muß. Durchaus ein Ziel, finde ich.

Michel hatte mich ja nahezu beschworen, bloß keinen Event aus seinem Geburtstag zu machen. Von meinem Herzen aus betrachtet, ist mir das unglaublich schwer gefallen. Aber der Rest meiner Existenz fühlte sich so müde und erschöpft, daß ich mich dankbar darin ergeben habe: Also kein Feschtle, keine spontane Grillparty – dafür dann abends beim Italiener bei Vitello Tonnato, Pasta und Panna Cotta – zusammen mit Klaus und Stefan, die Michel spontan beistehen wollten. Rotwein trinken bis zum Ende. Schön war´s. Danke, liebe Freunde.

Und heute gab es wieder Post von den kids aus Harxheim!! Ganz, ganz toll! Ja, wir freuen uns auch sehr auf Euren Besuch!

 

Alte und neue Welt

Roland war da und wir haben wunderbare anderthalb Tage miteinander verbracht. Zum Schluß habe ich ihn zum Bahnhof gefahren – ein seltsam irreales Gefühl, dass er bald in den Flieger Richtung Neuseeland steigt, währenddessen Michel nach UT ins Büro strampelt. Anyway.

Als ich nach Hause zurückkomme, sammle ich die Weinflaschen ein, sozusagen die letzten Reste unserer genussvollen Abende. Darunter ein wunderbarer Sauvigon Blanc aus Spanien namens SANZ, den Roland in der Stuttgarter Markthalle erstanden hat – neben 1 kg Rindersteak für 3! Übrigens kann man diesen oberleckeren Wein auch online bestellen beim Rioja-Spezialisten.

Mittlerweile haben wir auch Rolands Lieblings-Neuseeländer gefunden beim Omega Sorg in Wangen: einen „Cloudy Bay“ aus den Marlborough Sounds. Er war als Wein für den Fuffy gedacht, nun wartet er im Kühlschrank noch auf eine nette Gelegenheit! Auch diesen Wein kann man online beziehen, z.B.  hier.

Schnubberle im Hasenhimmel

Ihr erinnert Euch an „Schnubberle“, nicht wahr? (hier oder hier oder hier oder  hier).

Das arme, „echte“ Schnubberle von Carlotta ist nun letzten Samstag dem Marder zum Opfer gefallen – während sie bei uns in Stuttgart war. Welch grausames Schicksal. Und es war ein sehr trauriger Moment, als sie es dann erfahren hat. Papa hatte schon die Grabstelle bereitet und nach den ersten herzzerreißenden Kinderschluchzern begann sie, den Ort für sich und Schnubberle einzurichten: mit Blumen, etwas Klee zum essen, einer Zeichnung vom kleinen Hasen sowie ein kleiner Stuhl samt Getränkeflasche für sich selbst. Während wir alle doch etwas hilflos waren, meinte sie „Lasst mich allein.“ Irgendwann durfte dann Onkel Michi zu ihr.

Später hat sie in den Himmel geblickt und meinte ganz trocken: „Heute nacht ist ein Drachen, ein Hase und ein Löwe gestorben. Und da ist ein zerbrochenes Herz.“  Auf den zweiten Blick hab ich das dann auch am Himmel gesehen.

Ach ja, und Schnubberle ist jetzt im Hasenhimmel die Prinzessin der Heidehasen und wird den Gewinner im Sängerwettbewerb heiraten, den Lodengrün. Welch ein Trost.