Archiv für den Monat: März 2012

Wenns die Vögel treiben…

… ist der Frühling ganz nah. Vor unserem Balkon treiben es die Rotkehlchen ganz wild, sagt Michel. Komisch, ich seh das nicht. Doch am Bärensee, unserem Naherholungsgebiet in Stuttgart, kann man seit einer Woche zusehen wie sich die Entenpaare finden.

Die spannende Frage ist natürlich, wer sucht da wen aus?

„Er gehört zu mir… nanananananana“!

Das hier ist ein ganz besonderes Exemplar (möglicherweise ausgesetzt?):

Ach ja, hat was – das Leben zu zweit:

Und wir homo sapiens – schlürfen unseren Latte am Bärenschlössle während wir dem wilden Treiben zuschaun:

 

Treasures aus Kassel

Solche Kostbarkeiten haben wir übrigens aus Kassel mitgebracht – made by Ira!  Ich bin schwer beeindruckt. Und sicher hat neben dem Aga, dem exzellenten Lamm vom Türken und Iras Talenten auch diese Zutat einen wichtigen Part für das oberleckere Lammragout gespielt.

Alle drei Gläser habe ich in den Keller gestellt und nun harren sie auf ihren großen Auftritt.

Iras Kitchen

Nach langer Zeit waren wir mal wieder bei Ira & Oliver in Kassel. Und das bedeutet immer, es sich gut gehen lassen. Auch kulinarisch. Es war mal wieder der Wahnsinn, was Ira so alles nebenher gebruzzelt und gerührt hat!

Am ersten Abend gab es Lammragout mit Lavendel. Oberoberlecker! Allein damit könnte man ein Restaurant betreiben. Echt wahr. Das Fleisch butterzart, die Sauce aromatisch, hmmm. Vermutlich ist der Aga Herd, Iras langjähriger „Mitbewohner“, das unverzichtbare Instrument für den speziellen „gout“, oder? Zum Nachtisch gab es dann Mitbringsel von uns aus der Dessertabteilung des Daimaru-Kaufhauses in Kyoto. Da wir keine Ahnung hatten, was wir da essen und weder die Verpackung, noch das Aussehen, noch der Geschmack uns wirklich weiter geholfen haben, hat Ira die Verpackungen fotografiert und zu Megumu nach Japan gesandt. Und sie hat prompt geantwortet: Der schwarze Block ist Yokan, eine rote Bohnenpaste, die schlichtweg nach NICHTS schmeckt. Auch eine interessante Erfahrung. Das gelbe Glibberteil ist aus Yuzu kreiert, das hatte immerhin mal einen interessanten, fruchtigen Geschmack. Das dritte war eine gefüllte Oblate, irgendwie auf Miso-Basis. Michel philosophierte bei der Gelegenheit wie wichtig Textur in der japanischen Küche sei. Falls jemand Interesse hat, sich weiter damit auseinander zu setzen, ist hier ein Link. Letztlich fand ich die Verpackungen am Besten, das Auge isst halt bekanntlich mit.

Am zweiten Tag gings kulinarisch weiter, mit einer leckere Tomatensuppe mit Gorgonzolasahne und anschließend Kräutermatjesfilets mit Kürbisgemüse. Die Matjes sahen toll aus, allerdings sind sie leider nach wie vor nicht mein Ding. Da kommen dann doch wieder die Fischautoerinnerungen hoch!  Aber die anderen waren begeistert. Und zum Nachtisch wurde eine Flugananas aus Ghana angeschnitten, bei der mir die Verkäuferin versichert hatte, dass sie jeden Cent wert seid. Stimmt.

Ach, und nicht zu vergessen: Ira und Oliver haben für uns auch ihre kostbaren Burgunder-Kellerbestände geplündert. Es war wunderbar. Vielen Dank nochmal!