Archiv für den Monat: Mai 2012

Lecture 1: Christoph Niemann

Fast zufällig bin ich über diese Veranstaltungsreihe „5 lectures on illustration“ der Merz-Akademie gestolpert und wir sind auch tatsächlich hin – zu Christoph Niemann, einem sehr renommierten Illustrator, wie wir erfahren haben. Uns hat der Abend sehr gefallen. Niemann erzählte von seiner Arbeit, über seine Zweifel und die unendlichen Mühen. Aber er hat auch sein sehr beeindruckendes Arbeitsspektrum z.B. für „The New Yorker“ gezeigt. Mich haben vor allem seine Ideen beeindruckt, und dann das Wesentliche zu finden und zu zeichnen.

So hatte er z.B. die Idee, einen New York Marathon zu laufen (und dafür auch noch Monate lang trainieren zu müssen) und dabei nebenher zu zeichnen und das Ganze zu twittern. Hört sich schräg an, aber ich finde die Umsetzung klasse.  Er hatte sich vorab keinen Plan gemacht, was er zeichnen wird. Als es dann losging, waren plötzlich nur noch die Batterien seines iPhone im Kopf, weil er Angst hatte dass sie nicht reichen. Deshalb auch zu Beginn des Laufes die gezeichneten Batterien. Später dachte er dann eine Zeitlang nur noch an Bananen, weil er die entscheidende Bananen-Versorgungsstation verpasst und man ihm gesagt hatte, dass ein Hungerast ganz schlimm wäre. Er twitterte dann an seine ihm unbekannte Community, ob jemand Bananen bringen könne und tatsächlich standen dann zwei Leute später da, die ihn versorgten.

Übrigens stammt er aus Waiblingen und ist von dort in die große weite Welt, sprich New York, gezogen. Jetzt lebt er mit seiner Familie in Berlin. Das kann man sich hier anschauen, sehr nette Fotos. (Bei dieser Gelegenheit habe ich ja diese The Selby Seite entdeckt. Gefällt mir, in anderer Leute Wohnung zu „gucken“. Das war ja auch immer das Beste an Wohnungsbesichtungen, gelle?) Christoph Niemann hat natürlich auch eine eigene Website bzw. Blog.

 

Nächste Woche wollen wir zur nächsten lecture, den „2agents“. Wie wärs, jemand mit dabei? Dann sind wir wenigstens nicht alleine, den Altersdurchschnitt der Zuhörerschaft nach oben zu katapultieren 😉 Außerdem kann man dann asnchließend im „da Capo“ nebenan was trinken und schnabulieren gehen.

Im Land der Krokusse

Es ist ja immer wieder verblüffend, wieviel Schönes es gibt – ganz nah.

Gestern sind wir nach langer Zeit und bei schönstem Pfingstwetter wandern gegangen. Zavelstein im Schwarzwald haben wir herausgesucht, weil es uns reizte, die einst „kleinste Stadt Deutschlands“ zu besuchen. Mit diesem Stadtrecht ausgestattet konnte sie es sich erlauben, eine Burg und vor allem eine Stadtmauer zu bauen. Zavelstein ist ein wirklich pittoreskes, kleines Städtchen mit viel Fachwerk, Geranien und bemerkenswert vielen kleinen Brunnen. Berühmt ist aber Zavelstein für sein Krokus-Naturschutzgebiet: auf  über 50 ha blühen im Frühjahr wilde Krokusse. Einmalig in Südeutschland anscheinend. Der Krokusweg rund ums Dorf kann man auch mit Hund & Kegel gemütlich laufen, so als Tipp.

Die Krokusse sind natürlich im Mai längst veblüht und so sind wir – lange Rede, kurzer Sinn – mehr oder weniger mit der Kirche ums Dorf den falschen, weil ätzend langweiligen Wanderweg gelaufen. Am Spannendesten waren die Sühnekreuze entlang unseres Wegs.

Fast schon etwas enttäuscht, haben wir dann aber zum Schluß, also wieder kurz vor Zavelstein, das Wanderheim entdeckt. Ein wunderbarer Biergarten ist das, zwischen Wiesen und Wald – mit superleckerem Kuchen aber auch deftigen Spezereien wie die Sülze mit Bratkartoffeln. Das Wanderheim gehört zum Wellnesshotel und Gourmetrestaurant Berlins Hotel (17 Gault Millaut Punkte!).

 

Wir müssen also wiederkommen – und diesmal wirklich die schöne 3,5-stündige Wanderung am Rötelbach laufen, z.B. folgende Route – die liesse sich dann auch aufs Smartphone laden und dann nur noch hoffen, das der Akku hält und das GPS funzt.

 

Basta! Pasta.

Was macht man, wenn man dringend ein Pfund Ricotta vor dem Verfallsdatum retten will? Michel hat sich erbarmt und selbstgemachte Ravioli produziert. Ich habe das Rezept herausgesucht, moralischen Beistand geleistet und das geplante Abendprogramm immer weiter nach hinten verschoben –  aber das Ergebnis war so lecker, dass ich es unbedingt posten möchte.

Ravioli mit Ricotta à la Linster und Michele

Für den Nudelteig:

  • 300 GrammMehl (wir haben 00 Mehl von DeCecco genommen)
  • 3 Eier
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • Salz

Alles zu einem elastischen Nudelteig verkneten und mindestens 1 Stunde ruhen lassen.

Die Füllung war eine Kreation von Michel im Sinne von „alles was der Kühlschrank hergibt“, sich aber an Madame Linster orientiert:

  • 250 Gramm Ricotta (im Sieb abgetropft) mit einem Eigelb verrühren
  • Schale von einer halben Bio-Zitrone hinzugeben.
  • 1-2 getrocknete Tomaten fein schneiden und hinzugeben
  • außerdem 40 Gramm frisch geriebenen Parmesan
  • sowie etwas Salz, ein Hauch geriebener Muskat und Piment d’Espelette.
  • Zum Schluss etwas ganz fein geschnittenes Basilikum

Und im Weiteren zitiere ich Lea Linster:

Nun verarbeite ich den Teig mit der Nudelmaschine: und mit Gefühl! Ich rolle ihn immer weiter aus, bis ich zwei Bahnen habe, die sehr dünn sind. Dann lege ich ihn zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie, damit er mir nicht austrocknet.

Im Topf bringe ich Salzwasser zum Kochen und fülle inzwischen die Ravioli: Dafür nehme ich eine Bahn vom Nudelteig aus der Folie und messe mit einem runden Ravioli- Ausstecher aus, in welchem Abstand ich meine Füllung auf den Teig geben muss – er reicht für 24 Ravioli. Ich gebe dann jeweils einen guten Teelöffel von der Füllung pro Ravioli auf den Teig. Mit einem Küchenpinsel streiche ich einen Hauch Wasser um die Füllungen auf den Teig. Ich lege die zweite dünne Teigbahn darauf und steche meine Ravioli aus. Dann drücke ich bei jedem den Teig rundherum fest zusammen, damit mir die Ravioli beim Kochen nicht aufgehen und kein Wasser eindringen kann.

Als Beilage gab es in der Pfanne gerührten grünen Spargel mit ein paar Pinienkernen.

Quelle: http://www.brigitte.de/rezepte/rezepte/ravioli-mit-baerlauch-zitronen-sosse

Happy Meal

Nun hat es Theo erwischt: der CARS-Virus hat ihn infiziert – und zwar volle Breitseite. Um sein Jungenherz zu erfreuen und unsere Stellung als „beste Tante und Onkel der Welt“ weiter zu festigen, haben wir ihm als Mitbringsel welche mitgebracht. Doch die kindliche Freude beim Auspacken schlug jäh um und ein Jungenherz war hörbar am Zerbrechen. Und unsere Ohren am Klirren. Und warum? Weil wir ihm 2 CARs-Modelle mitgebracht haben, die er schon hat! Meine Güte.

Am Sonntag sind wir dann mit den Kindern in die Stadt gedüst, um mal wieder gepflegt – jenseits von Bio und Vollwert – bei McDonalds essen zu gehen. Nur wir vier. Kaum hatten wir den Laden betreten, düste Theo jauchzend auf ein großes Schaufenster zu. „Duduuuun!! Tomm! Da gibs Autoos!!“ Wir hatten natürlich schnell erfasst, dass es die nicht einfach so gab, sozusagen als kostenlose Dreingabe für die lieben Kleinen, sondern nur in Verbindung mit einem „Happy Meal“.

Schließlich haben wir dann so viele Happy Meals gegessen, bis Theo das ganze Sortiment hatte. Gab es in unserer Kindheit etwas annähernd Vergleichbares? Ich kann mich ehrlich gesagt nicht (mehr) erinnern. Das einzige waren Fussball-Sammelalben – und die gibt es ja bis heute. Ich schätze, dieses Fieber wird jetzt bald massiv grassieren. Die Frage ist nur noch, für welche Sau man sich entscheidet, die wir dann durchs Dorf treiben: Panini? Rewe? Macht Hanuta & Co auch mit?

Zwei Tage später beschleicht mich das ungute Gefühl, wir hätten uns als Drogendealer betätigt. Schließlich ist das ja genau die Strategie von McDonalds. Okay, beim nächsten Mal zeige ich Ihnen den Clip vom Gutmenschen Jamie Oliver zum Thema ChickenMcNuggets, um den angerichteten Schaden wieder zu beheben!

 

Stopover

Es war wieder Trickfilmzeit in Stuttgart und dieses Festival ist einfach großartig. Bei schönem Wetter ist das ein ganz besonderes Feeling, weil es parallel zu den vielen Veranstaltungen auch ein kostenloses Openair auf dem Schlossplatz gibt – jeden Tag bis 23 Uhr!! Dieses Jahr haben wir das Festival nur 1-mal (in Worten: einmal) besucht – am 4. Tag des Internationalen Wettbewerbs!! Mit unserem Patenkind Kim – das war schön. Hier eines der Clips, die es auch Online frei verfügbar gibt. Ein Astronaut in den Weiten des Weltalls – mit einem allztu menschlichen Problem.

Unseren Lieblingsclip „Flamingo Pride“, die Geschichte des einzigen Heterosexuellen auf einer Insel, der sich in eine (langweilige) Heterosexuelle verliebt, gibt es leider nicht vollständig im Netz. Da müsst ihr auf Michels schauspielerische Künste zurückgreifen. Was er gerne tut 😉 Einen kurzen Trailer gibt es hier:

Flamingo Pride

Ich muss allerdings gestehen, dass ich mich angesichts der vielen düsteren Clips immer wieder gefragt habe, ob es eigentlich ein Mindestalter für die Wettbewerbsfilme gibt… Und Kim zukünftig irgendwelche Aliens durch die Träume geistern sieht, die ich zu verantworten habe… Pffffff. Wenn ihr mich für überzogen ängstlich haltet… hier ein Beispiel (das ihr euch auf einer Grossleinwand vorstellen müsst)

Metachaos

Also meine lieben Freunde: merkt euch 2013 vor. Es lohnt sich, dafür nach Stuttgart zu reisen! Wir sind dabei!!

 

 

Das Kreuz mit dem Kreuz

„Ich habe Rücken!“ so oder so ähnlich waren die unheilverkündenden Botschaften aus dem fernen Frankreich. Und dann waren sie endlich da – samt Rücken (dem von Oliver).

Wir haben das Beste daraus gemacht. Timo, den kleinen Knirps, hat das sowieso  in seinen Charme-Offensiven alles nicht gestört.  Und drumherum gab es Bettflasche, Diclofenac, Akupressur, Öle, Infrarot. Aber auch Linsen & Spätzle, Kalbskotelett mit Gemüse, Quiche Lorraine mit Salat und Bruchsaler Spargel mit Grie Soß und Kartoffeln.

Am Ende hat dem Rücken nichts geholfen: Krankenwagen, Notarzt, Krankenhaus. Gestern haben Ira & Oliver den Heimweg angetreten, Megumu & Timo sind schon voraus gereist. Wir hoffen das Beste.

Und zum Schluß auch noch tiiierische Grüsse an unsere lieben Freunde aufm Berg! Hoffentlich bald wieder auf der anderen Seite des Zauns.

Monsieur Chat L´Heureux

Ein überraschender Gast, den Michel abends mit nach Hause gebracht hat. Auf die Schnelle haben wir etwas Essbares gezaubert, natürlich den besten Wein aus dem Keller geholt und die Reste des Käses aufgetischt – samt Knäckebrot von IKEA (mangels Alternativen). Ein wunderbarer unvergesslicher Abend wurde das. Am nächsten Tag fanden wir dann dieses kleine Fundstück auf dem Esstisch. Jetzt verfolgen wir gespannt die weitere Reise von Alex auf seinem Blog.  Solche schönen Überraschungen könnte ich gerne öfters haben.