Archiv für den Monat: März 2017

La Gran Finale

Tja, ohne Worte, oder? Da steht es nun angelehnt an einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte –  Michels Rad.

Nach vielen Kilometern (wieviele eigentlich) kommt Michel an einem Aprilwettertag an. Wettermäßig passt das zur ganzen Reise 😉 Und dass der kulturhistorische Höhepunkt – neben dem Muschelhaus in Salamanca – ebenfalls eingerüstet ist, passt auch!

Drinnen gibt´s dann „viel Gedöns“, wie Michel meinte.

Bei der Markthalle „Mercado de Abastos“ packt mich auch sofort die Reiselust.

Spanische Schlachtplatte – hasta la vista babe

„Einfach mal bestellt und dann kommt ne Schlachtplatte!“, so kommentierte Michel das Foto.

Das Gericht „Cocido Maragato“ ist typisch für diese Region – Schweinefleisch, Kirchererbsen und die guten Kartoffeln. Und was war noch los bei Michel heute? Natürlich Pässe:

Landschaften, hier mit blühendem Ginster:

Und natürlich Kirchen:

Michel ist jetzt noch etwa 40 km von Santiago entfernt! Nun ist höchste Zeit dass wir uns mal  der Geschichte dieses Jakobsgrabs zuwenden.

Heavy Stuff in Ourense

Heute beginnt der Bericht mit dem Ende der Etappe: mit der Kathedrale von Ourense, der letzten größeren Stadt vor Santiago. Die Fotos von Michel machen mir schlagartig bewußt, dass er auf einem Pilgerweg unterwegs ist, das große Finale naht.

Der Wahnsinn, was da alles rumsteht und rumhängt. Aber je ärmer die Leute, desto prachtvoller die Kirchen, nicht wahr?

Es gibt in Ourense unter freiem Himmel auch verschiedene Thermalquellen, die seit fast zweitausend Jahren in Betrieb sind!  Man kann sie an fünf Hotspots der Stadt meist kostenlos und zu jeder Tages- und Jahreszeit bei einer Wassertemperatur von mehr als 40 Grad nutzen. Ourense wird deshalb auch Thermalstadt genannt.

Die Stadt bietet auch schöne Läden wie dieser Gewürzladen:

Tja, und natürlich hat Michel auch leckeres Essen entdeckt:

Heute war wohl Pulpo-Tag bei Michel! Wobei ich rausgefunden habe, dass in Ourense das Gericht carne ao caldeiro berühmt ist, das ist gekochtes Rindfleisch mit Kartoffeln, Knoblauch, Paprika und Öl. Die Kartoffeln kommen natürlich aus dem nahen A Limia, wo die besten Kartoffeln Galiciens herstammen und die die Beilage der meisten Gerichte darstellen.

Rauf und runter in Galicien

Vor Michel liegt nun die grüne Bergregion Galiciens. Es ist eine zum Teil arme Region, manche Kleinbauern besitzen keinen Traktor und bearbeiten das Feld mit Ochsen, Pferden und Esel vor dem Pflug. Für Michel ging es heute rauf und runter, wenn ich mir die Fotos anschaue.

Anscheined lebten hier bis ins 8. Jahrhundert unter anderem die Kelten. Wenn man Glück hat, hört man in den kleinen Dörfern galicische Musik, den Klang der Gaita gallega, eine traditionelle Dudelsackmusik. Hast Du sie gehört, Michel? Vielleicht hier im kleinen Städtchen „A Gudina“.

Und endlich, endlich die Sonne:

Am Ende landet Michel in dieser Pilgerherberge – und stellt zu seiner Überraschung fest, dass er ganz alleine ist!

Die Qual der Wahl…wobei ich in keines steigen wollte 🙂

 

 

Auf dem Weg nach Galicien

Tja, der Weg ist das Ziel, nicht wahr? Heute geht die Reise auf dem mozarabischen Weg durch die grüne Berglandschaft Sanabriens weiter Richtung Osten.

Leider gibt es nur verwackelte Fotos von der Landschaft. Aber es gab auch interessante Speisenkarten – allerdings die Locanda geschlossen 🙁

Und natürlich gibt es auch Geschichte zu bestaunen wie die romanische Kirche Nuestra Señora del Azogue in der kleinen Bergstadt Puebla de Sanabria.

Zwei Pässe hat Michel heute zu überwinden, einmal den Padornelo-Pass auf 1345 Meter Höhe, danach den A Canda-Pass auf 1281m. Hier der Blick zurück auf den Padornelo-Pass. Und schwupps kommt der Grenzstein nach Galizien.

In Galicien müsste man doch schon langsam das Meer riechen, oder?

In the middle of nowhere

Ab nun gehts immer Richtung Westen weiter, ganz nah an der portugiesischen Grenze. Der Himmel verheißt nichts Gutes…

Am Ende landet Michel in irgendeinem Kuhkaff namens Mombuey – patschnass nach 7 Stunden Fahrt durch den Regen. Er gönnt sich ein kleines Hotel, weil die Pilgerherberge eine alte Scheune ist mit 10 alten Doppelbetten und nur 1 Steckdose für das ganze Haus einschließlich dem einzigen Radiator und der Mikrowelle. Ich schätze, wenn man da noch sein Handy aufladen will, macht es „puff“!

Zamora am Rio Duero

Am Samstag ging es für Michel bei Minus 2 Grad am Morgen weiter, alleine. Erstes Ziel am heutigen Tag war die Stadt Zamora, die in Spanien als die Stadt der Romanik gilt.

Kaum erreicht hat Michel zielstrebig die Markthalle aufgesucht – und vermutlich den leckeren Iberico gesucht.

Anscheinend gibt es in Zamora einige Gebäude im Stil des „katalanischen Modernismus“. Ob Michel die gesehen hat?

Das Ende der Etappe war schließlich Granja de Moreruela. Hier kreuzen sich zwei historische Pilgerwege. Die Via de la Plata führt weiter nach Astorga, wo sie auf den Camino Francés trifft. Der andere Pilgerweg ist der Camino Sanabrés, der als mozarabischer Pilgerweg die Jakobspilger über Ourense nach Santiago de Compostela führt. Ich glaube, dass Michel den letzteren gewählt hat, oder?

Das letzte Foto in der Nacht dann bei Regenwetter. Sieht ein bisschen trostlos aus….

Abschiedspicknick

Ich hatte zunächst nicht verstanden, warum Michel mir dieses Foto mit den Worten „Abschiedspicknick“ schickt.

Ein paar Stunden später dann schon, als Michel mir geschrieben hat, dass er leider alleine weiterfahren muss, weil sein neuer Freund Gonzalo Knieprobleme bekommen hat. Dass es bei Schinken und Brot nicht blieb, sondern sie sich den Abschied versüßt haben, sieht man dann hier.

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Personen, die sitzen, Tisch, Getränk, Bart und Innenbereich

 

 

 

Salamanca – die Goldene

Schon vormittags erreichen Gonzalo und Michel Salamanca und müssen die schöne Stadt wohl mehr oder weniger im Schweinsgalopp (haha) passieren. Wegen ihrer vielen goldfarbenen Bauten wird Salamanca auch die goldene Stadt genannt wird. Und natürlich hat die UNESCO sie zum “Kulturgut der Menschheit” ernannt.

Das „Casa de las Conchas“ (Haus der Muscheln) ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Die Muscheln stehen als Symbol für den Jakobsweg nach Santiago de Compostela in Galizien. Aber leider ist es eingerüstet … was für ein Pech!

Ein anderer wichtiger Hotspot ist die große Plaza Mayor. Man sagt, dass dieser Platz der Schönste in ganz Spanien sein soll. Michel, ich hab Dir ein Foto aus dem Internet gefischt, damit Du weißt, was Ihr verpasst habt. Wobei dies hier ein Foto aus wärmeren Tagen ist.

Bildergebnis für Plaza Mayor salamanca

Guijuelo – Hauptstadt der Schweine

… nein (nur) des Schinkens. In Guijuelo wird der berühmteste Schinken aus der Region Salamanca produziert.

Eine Schweinefabrik nach der anderen. „Kein schöner Anblick“, meint Michel.

Übrigens haben die einen Fussballklub, der „Club Deportivo Guijuelo“, die haben ein Schinken-Trikot!!!! Die spinnen, die Spanier.

Bildergebnis für CD Guijuelo