Archiv des Autors: Alana

Französischer Mistkratzer für Monsieur

Gestern war der Tag, um Michels Killerviren vollends auszutreiben mit: einem Hühnerfrikassee! Nach dem Motto „Mens sana in corpore sano.“ Vor allem tut das aber seiner Seele gut. Nun, wie Ihr seht, habe ich dazu weder Mühen noch Kosten gescheut. Jetzt musste nur noch ich meinen Teil dazu tun, damit das Tier nicht umsonst gestorben ist. (Ich bin ja übrigens nicht in der Lage wie meine Mama so ein Tier zu schnappen, mit der linken Hand, den Hals auf einen Holzklotz zu biegen während es zappelt und schreit, und dann mit der rechten das Holzbeil zu schwingen…. Aber ich bin ja auch nicht auf der rauhen Alb aufgewachsen, sondern in der „schwäbischen Toskana“.  Aber das alles ist eine andere Geschichte….)

Das Ergebnis seht ihr nun hier, gekocht und verschmaust mit den Jungs von oben. Übrigens habe ich beim Kochen die Pfeffer-Mühle mit der Kardamonmühle verwechselt. Aber so entstehen ja oft Rezepte, die in die Geschichte der Kulinarik eingehen… Lecker war es!

* Da wir während der Fastenzeit auf „low carb“ sind (aber erst ab 18 Uhr ;-)), gab es statt Reis Brokkoli-Gratin.

Und hier nun das Rezept, das auf Lafer beruht, aber immer irgendwie etwas abgewandelt wird.

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Coole Mucke mit hübschen Muckis

Usch, Lynn und mich hat beides gleichermaßen beeindruckt, würde ich sagen. Gelle?! Klaus und Michel haben sich darüber heute am Telefon beraten -von Mann zu mann eben. Mehr kann ich dazu hier im halb-öffentlichen Raum nicht erzählen…

Auf alle Fälle war das gestern ein richtig geiles, supertolles Konzert mit Trombone Shorty in der Röhre in Stuttgart (diese Stuttgarter Institution im Wagenburgtunnel wird ja Stuttgart 21 zum Opfer fallen!) Dieser Typ ist 1986 in New Orleans geboren, spielt aber Posaune und Trompete wie ein alter Hase!

Warum gehe ich eigentlich mittlerweile so selten auf Live-Konzerte?! Muss ich dringend ändern.

Eine Videomitschnitt von gestern hab ich (noch) nicht gefunden. Aber hier zwei gute Links: Einmal ein Kurzvideo inkl. Interviews und hier ein Live-Mitschnitt. Hier sind seine Tourdaten, allerdings spielt er nur noch drei Konzerte in Deutschland bevor es weiter geht nach Athen.

Diese Benefiz-Session hier mit Lenny Kravitz, Trombone Shorty & Friends finde ich auch richtig gut.

Zurück in die Zukunft?

Wann waren wir zuletzt auf einer Anti-Atomkraft-Demo? Ich schätze vor so etwa 25 Jahren. Meine Güte! Dabei ist dieses Thema ja eigentlich noch wichtiger und brisanter als Stuttgart 21. Vermutlich hätte ich am Samstag wieder gute Argumente gefunden, mich nicht der Anti-Atom-Kette anzuschließen und „die Anderen“ wieder vorzuschicken. Aber spätestens mit den Nachrichten aus Japan war es unmöglich, einfach nach Hohenlohe zur nächsten Geburtstagsparty zu düsen. Außerdem ärgert mich seit Monaten diese Berichterstattung wie z.B. dieser WELT-Artikel über die „Dagegen-Republik“ und „Protest 2.0 Gesellschaft“ maßlos. Sie negiert dass es den meisten Menschen, die auf die Straße gehen, um die Inhalte geht. Es flammt zwar schon ein bisschen Nostalgie-Gefühl auf, wenn ich diese alten Symbole sehe, aber im Kern hat dies ja nichts mit Nostalgie und Revival zu tun. Vielmehr sind die Themen leider aktueller denn je – und das eben seit nun bald 40 Jahren.

Es hat übrigens geklappt mit der 45 km langen Kette zwischen Neckarwestheim und der Villa Reitzenstein, dem Amtssitz von Mappus. Ich hätte ja gerne Paula und Theo mitgenommen (natürlich auch die Kids aus Meenz, Takaka oder Buoch oder Rutesheim und und und!), sozusagen als politische Früherziehung. Nun ja, es wird sicher ein nächstes Mal geben, steht zu befürchten.

„Warum haben die eigentlich alle eine Tüte dabei?“

Das war die Super-Outing-Frage von Paula am heutigen Faschinsdienstag!!! Anscheinend scheint Mittelfranken ein noch größeres Niemandsland hinsichtlich des närrischen Treibens zu sein als Stuttgart.

Zum zweiten Mal in meinem Leben hab ich mich also – mit Michel und Paula und ca. 220.000 anderen Narren – in den Stuttgarter Fasching geworfen sprich: mich am Strassenrand aufgestellt für den Faschingsumzug. In Stuttgart ist dies ein Mix aus alemannischer Narrentradition, rheinischem Jeckentum und eben dann halt noch Fasching wie wir ihn aus Kindertagen kennen. Mit Indianer, Polizisten, Darth Vader und vielen Prinzessinnen. Erotische brasilianische Elemente sind leider nicht dabei – ah doch, ein paar Junx, die sonst beim CSD aufm Umzug sind, machen auch schon mal beim Fasching mit. Immerhin war schönstes Frühlingswetter.

Während Michel sich in die hintere Linie zurückzog, musste ich mit der 7-jährigen Paula in die Nahkampfzone Straßenrand. Also da wo all die anderen Mütter oder Väter mit ihren Kindern um das Recht der ersten Reihe streiten. Und zwar andauernd!! Ich habe – betont relaxed – die Kleine vorgeschickt und mich auf einen Beoachtungsposten in die dritte und vierte Reihe zurück gezogen. Das ist aber auch nicht besonders erholsam weil man in der wogenden Masse ständig aufpassen muss, dass man nicht den (Sicht-) Kontakt verliert. Gnade Gott. (Ich weiß das noch bis heute als ich mal auf dem Canstatter Wasen verloren gegangen bin und dann ausgerufen werden musste.) In der zweiten Hälfte tauchten dann aber noch diverse türkischen Mamas – kaum größer als die kids aber mit einem Kampfgewicht von um die 100 kg – in der erste Reihe auf…

Die Ausbeute von Paula war übrigens miserabel: 6 Bonbons und 1 Trillerpfeife nach 1 1/2 Stunden! „Nie wieder!“ hat sie geschumpfen, als sie zurück kam. Naja, sie hat wirklich keine Erfahrung. Aber als dann Michel und ich unsere Jackentaschen geleert haben, hat sie wieder übers ganze Gesicht gestrahlt!

Heile Welt ade

Wie seltsam es ist, auf der Couch zu lümmeln und die Bilder des zerstörten Christchurch flimmern über die Mattscheibe. Wir haben die letzten Wochen viel an Neuseeland gedacht, einfach weil sich unser Besuch jährt. So sind uns die Bilder und Eindrücke auch von Christchurch vom letzten Jahr sehr präsent. Erinnerungen an eine sehr englische Stadt. Und so beschaulich und friedlich, dass es fast schon wieder etwas langweilig ist. Wir waren eine halbe Ewigkeit auf dem Vorplatz der nun zerstörten Kathedrale und haben einem super witzigen comedian zugeschaut. Wir haben leckere Thai Suppe in der Innenstadt gegessen und -wie immer eigentlich – sündhaft teuren, aber schrecklichen Kuchen. Einen tpyisch neuseeländischen Markt haben wir dort besucht mit viel handcrafted Zeugs und irgendwo stand der unvermeidliche deutsche Aussteiger mit einem Bratwurstel-Stand rum. Ich habe auf jeden Fall Erinnerungen an einen schönen, gemütlichen Tag mit vielen netten Menschen. Und nun sind die Bilder von damals wirklich nur noch Erinnerungen, die heile Welt hat Risse bekommen.

Natürlich gibt es schlimmere Katastrophen und Ereignisse auf dieser Welt. Doch ich kann mir gut vorstellen dass dieses Erdeben und seine Folgen so ein kleines Land wie Neuseeland, wo jeder auch irgendwelche Beziehungen zu Christchurch hat, sehr erschüttert. Vor einem Jahr noch, als wir die Kathedrale besucht haben, haben die Einwohner von Christchurch für die Erdebebenopfer auf Haiti gesammelt:

Heute haben die Neuseeländer eine Gedenkminute eingelegt .

Ein paar Fotos gibt es bei The Big Picture von boston.com

Und hier kann man sich auf dem Laufenden halten.

Sketch of the day – for Ira

… aus alten Zeiten für Dich. Happy birthday, liebe Ira.

Es interessiert mich ja besonders, was auf der herausgetrennten Seite drauf war??!! Erinnert ihr euch?

P.S.: Und was für ein toller Glückstag: denn was schon als verloren galt und Michel wirklich einige Stunden Schlaf und mich und einige Freunde (gell??!) auch Nerven gekostet hat: das Küchenbuch aus Canstatter Zeiten ist wieder da!!!! Einfach so lag es da, als hätte es nur darauf gewartet. Aber davon mehr später….

Willkommen im Jahr des Hasen oder auch: 恭賀新禧 für Bleike

… im Speziellen aber auch für Euch alle!

Lassen wir doch die gregorianische Zeitrechnung einfach mal beiseite und feiern mit den Chinesen heute das Neujahrsfest 2011! Ich hab es ja sonst nicht so mit den Chinesen, aber nach diesem bescheidenen Start ins Jahr 2011 und dann noch mit diesem verheissungsvollen Namen?! Da kann ich ja leicht den Januar hinter mir lassen.

Und was bedeutet das nun für uns? Es wird das Jahr der Sanftmut, der Harmonie und des Genusses. „Der Hase steht in der chinesischen Astrologie für Sanftmut, Harmonie und Genuss. Die Verbesserung von Beziehungen, Freundschaft und Diplomatie stehen im Vordergrund und wir dürfen in diesem Jahr unserem Bauchgefühl mehr trauen. Allgemein ist die Atmosphäre entspannt, das Allgemeinwohl zählt. Statt Machtkämpfen wird man jetzt vernünftigen Argumenten und Kompromissen den Vorzug geben und ein konstruktives Miteinander anstreben. (…)“.

Hört sich jetzt nicht so schlecht an? Ein zweiter Grund warum ich mich trotz Schniefen, Husten und Schiwtzen an den Rechner setze, daß ausgerechnet heute Bleike Geburtstag hat. Und nicht zu fassen: er ist auch noch Hase im Jahr des Hasen!!! Für ihn zitiere ich nun sein individuelles Horoskop: „Wenn die sanften Hasen sich aus dem Bau trauen, können sie dieses Jahr Großes erreichen. Im letzten Jahr gab es genug Gelegenheit, Zielstrebigkeit an den Tag zu legen. Übung macht den Meister – wer jetzt am Ball bleibt, kann seinen Erfolg selbst gestalten und muss nicht nehmen, was kommt! Allerdings gilt es, konsequent zu bleiben und in Kauf zu nehmen, dass Veränderung auch Abschied bedeuten kann. Im Privatleben stehen alle Zeichen auf Harmonie: Das Glück winkt in der Liebe und in der Familienplanung! (…)“ Mann oh Mann! Happy birthday, Bleike!

Hier findet sich übrigens die Quelle des chinesischen Horoskops.

Willkommen Neues Jahr!

Tja, jetzt ist es da, das neue Jahr. Und schon wieder 6 Tage alt. Den Jahreswechsel haben wir am Starnberger See und in München verbracht – bei seeehr viel Schnee, eisiger Kälte und irgendwo zwischen Argentischem Tango, gefülltem Kapaun, vielen Ausflügen und zuviel leckerem Kuchen – zumindest aus Sicht unserer Hüften.

Im tiefsten Winter hat so ein See schon auch seine besonderen Reize. Und das Wissen dass Ludwig II hier ins Wasser gestiegen ist (oder doch geschubst?!), macht die ganze Atmosphäre geheimnisvoll.

Das Buchheim Museum der Phantasie war am Neujahrtag leider geschlossen. Von außen sieht es schon mal vielversprechend aus, finde ich. Also ein ander Mal.

Auf dem berühmtesteten Friedhof am Starnberger See waren wir auch.

Kultureller Höhepunkt aber war das Kabarett von Malediva, das uns allen sehr gut gefallen hat – witzig, geistreich, manchmal auch nachdenklich. Mit ihrem derzeitigen Programm „Die fetten Jahre“ inszenieren sie einen Abend mit Freunden bzw. das Warten auf deren Ankunft. Das Duo Malediva spielt nicht nur, sondern ist auch in Realität ein schwules Paar- und zieht genauso gern über Homosexuelle wie auch Hetersosexuelle her.

Hier ein Videoclip aus einem älteren Programm

Und einen Song, den Sie auch in München gesungen haben:

Die Tourdaten findet ihr hier. Leider touren sie (noch) nicht in Neuseeland!

Lasst es krachen!

Und nicht nur an Silvester, sondern auch im neuen Jahr 2011! Es soll einfach bunt, lebendig, schön werden!

Wir sind ja etwas wehmütig derzeit … unser Blog ist  nun 1 Jahr alt und wir haben über 200 Posts (!!) – Anlaß für das Schreiben war damals unsere Reise ans andere Ende der Welt, mit dem Bedürfnis Euch davon zu berichten, nicht nur hinterher in der Erinnerung, sondern sozusagen live. Ja, und vor einem Jahr sind wir in das Flugzeug nach Neuseeland gestiegen und wurden 32 Stunden später auf dem Flughafen von Nelson von Roland und Aiden begrüßt.

Heute verabschieden wir uns in den Kurzurlaub an den Starnberger See mit Thomas und Heinrich. Diesmal werden wir in München die Sektkorken knallen lassen. Auch das ist wunderschön! Doch ein bißchen bleibt die Sehnsucht nach der Ferne. Michel redet schon vom Beginn der Blue Codd Saison, und gestern ist er immer wieder auf Google Earth die Küste von Neuseeland abgesurft. Nun, was wären wir ohne Träume, gelle?