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Eiszeit in Kastillien-Léon

Tja, wer bei dieser Headline ein Foto von Michel mit einem Eis in der Hand erwartet hat, wird sich jetzt die Augen reiben.

Aber sie haben sich gestern schon darauf vorbereitet. Michel hat sich für 4,99 Euro ein zusätzliches Fleece gekauft! Ob das ausreichen wird??

Ich denke, sie haben die Region Extremadura verlassen und kommen nun in die Region Kastilien-Léon. Dann müssten sie bald die kastilische Hochebene, die Meseta, erreichen. Es gibt wohl ein kastilisches Sprichwort, das bei der Meseta von „neun Monaten Winter“ spricht. Wie wahr das ist!

 

 

 

Gefährten

Michel fährt seit Tagen zusammen mit einem jungen Spanier namens Gonzalo. Dies ist wohl eine Tanke als Verpflegungsstation.

Ja klar, Energieriegel sind überlebensnotwendig in der Extremadura.

Zu zweit läßt sich die Weite der Extremadura sicher auch besser genießen.

 

Un cerveza, por favor!

Michel muss wahrlich nicht darben wie es aussieht. Ich hoffe noch darauf, dass er eine Keule mitbringt. Sein Kochgeschirr hat er sicher noch kein einziges Mal ausgepackt! Da wäre also Platz…

Tapas als Vorspeise mit Bier Nr. 1?

„Irgendwas mit Stockfisch“ und Bier Nr. 2? La comida está muy rica!

Aber wo sind die Schweine?

„Eigentlich ganz schön hier.“ Stimmt, wenn man sich das Foto von Michel heute morgen anschaut, irgendwo nördlich von Almadén de la Plata. Hier beginnt die Sierra Norte, wo  die iberischen Schweine zu Hause sind – diese schwarze Rasse (Pata Negra), die sich in den Korkeichenwäldern von den Eicheln ernährt. Der leckere Schinken heißt pata negra oder jamón ibérico de bellota. Hach, da würde ich jetzt gerne mit ihm sitzen – mit einem Stück Schinken, Weißbrot und einer Flasche Rotwein.

Das hier ist übrigens Almadén de la Plata, sein Startpunkt heute morgen. Sieht ganz schön hügelig aus!

 

Hola!

Michel und sein Rad schlagen ein neues Kapitel auf.  So lange ist es her, der letzte Trip in Chile. Aber wohin bloß im März mit nur 2 Wochen Urlaub? Patagonien? Zu weit. Kanada? Zu kalt. Die Alpen? Gesperrt. So wird es diesmal Espania, olé! Von Jerez de la Frontera gehts am ersten Tag nach Sevilla und wohin weiter? 

Die Via de la Plata ist Michels Plan, das bedeutet 1000 km quer durch die Extremadura in den Nordwesten Spaniens nach Santiago de la Compostela. Mehr oder weniger auf dem Jakobsweg entlang. Mal sehn, vielleicht wird die Reise ja unerwartet spirituell, erleuchtend.

Ob dieser Tapas hier für längere Zeit die letzte Köstlichkeit bleibt? Ich bin gespannt! In diesem Sinne „Buen Camino“, mon amour.