Archiv für den Tag: 5. Januar 2010

Angler Stolz

Copy of P1050504

Leider ist aus dem verschnupften Näschen eine fetter Infekt geworden, so dass ich heute bei Sonnenschein mehr oder weniger das Bett hüte bzw. mir ist natürlich so langweilig, dass ich mich jetzt wenigstens aufraffe und Euch Michels ersten Fischfang hier vorstelle – schließlich war das sein ganzer Stolz. Es ist bzw war der rechte Fisch, er wurde er ja am selben Abend noch verspeist. Und er war wirklich vorzüglich! Roland und Michel sind heute schon wieder mit dem Boot unterwegs zum Fischen – am Seperation Point. Insofern ist das Abendessen auch schon gerettet. Ich hoffe nur, dass ich bis dahin auch wieder Appetit auf Fisch habe!

Farewell Spit

Copy of P1050613

Die letzten beiden Tage waren Monsieur Haase und ich mit dem DOC Ranger Hans (ein Deutscher), seinen beiden kids plus Freundin in Farewell Spit, am letzten nördlichen Zipfel der Südinsel. Für die Maori ist dies der Ort an dem die Wale geboren werden und wieder sterben. Leider ist da auch was Wahres dran, weil wir uns die letzte Walstrandung angesehen haben. Fotos davon erspare ich Euch. Sehr traurig: die erste Wale in der freien Natur, denen ich begegne, sind tote, ausgeweidete Tiere. Es lagen noch ca. 50 Wale am Strand, die anderen 50 wurden wieder von der Flut weg gespült und werden leider wieder irgendwo anders angspült werden.

Die anderthalb Tage am Farewell Spit, übrigens von Captain Cook benannt, waren sehr beeindruckend. Schon die 23 km mit dem 4wD dahin über den Strand sind ein kleines Abenteuer. Ziel war der Leuchtturm und eines der Leuchtturmhäuschen, die Anfang des letzten Jahrhunderts dort hingestellt wurden für 3 Familien, die im Schichtbetrieb den Leuchtturm betrieben. (Mensch Birgit, da hast Du es als Frau eines Fluglotsen im Schichtbetrieb doch einfacher ;-))

Eines der Häuser bewirtschaftet nun also der Doc Ranger mit dem wir unterwegs waren und der uns viel erzählt hat. Am nächsten Tag ging es dann mit ihm auf eine kleine Tour, um nach dem Rechten zu sehen, ob z.B. sich irgendwelche „fremde“ Tiere auf der Insel verirrt haben, wie es der Gannet Kolonie geht, die hier beheimatet ist oder den Godwits, die jedes Jahr 14 Tage non-stop von Alaska hierher fliegen, dabei 70% ihres Eigengewichts verlieren, um dann 6 Monate am Cape Farewell zu bleiben. Was für ein Leben! Am Abend ging es dann wieder zurück und als schönen Abschluß erwaretet uns leckerer Sushi mit dem Lachs, den Roland an diesem Tag usammen mit Aden geangelt hatte. Außerdem hat Roland sich einen Räucherofen gekauft, so dass es heute abend geräucherten Lachs geben wird.

So meine Lieben, das Wetter ist zu schön, um jetzt hier weiter zu schreiben. Ausserdem hab ich mir am Farewell Spit auch noch mein Näschen verkühlt, so dass es Zeit wird, sich in der Sonne aufzuwärmen! Michel und Roland sind heute in Nelson, um das Boot fit machen zu lassen für die nächsten Abenteuer.