Archiv für den Monat: November 2010

Schätze

Erst gestern beim Aufräumen ist mir aufgefallen, daß Ira & Oliver uns ja ganz viele Dinge mitgebracht haben (eigentlich wie immer). Und weil sie so schön und interessant sind, poste ich sie für Euch! Zum einfach Geniessen sind:

  • sechs Flaschen Pinot Noir von ihrem diesjährigen Weintrip ins Burgund. Schön dass wir auf diese Weise auch etwas davon haben! (Sind schon im Keller verpackt und hab sie nicht (mehr) gefunden für ein Foto.)
  • mit dazu 2 Liter des super leckeren Olivenöls fruité verte von ihrem Freund Denis aus der Provence. Darauf hatte ich ja schon sehnsüchtig gewartet, nachdem jetzt auch die allerletzten Reste unseres Olivenöls aus Nyons verkocht sind. Wie heisst die Ölmühle nochmal Ira?

Und dann gibt es noch ein paar Dinge, die zugleich eine Herausforderung sind:

  • eine Dose Schokolade „Hot Chocdip“, die Ira in einem Laden in Köln gekauft hat. Sie ist eigentlich für ein Schokoladenfondue gedacht (oder gar einen Schkoladenbrunnen??). Wir sind uns aber beide einig, daß der Inhalt sich bestimmt vorzüglich als Kuvertüre eignet. Es naht ja die Weihnachtszeit 😉
  • 25 Blatt Gold 24 Karat für den Künstler. Das wird besonders spannend, was Michel daraus macht.
  • und Ira hat daran gedacht: den Fleischwolf ihrer Oma! Ich muss ihn nur noch auseinanderbauen und inspizieren, ob er die Jahrzehnte im Keller gut überstanden hat. Und dann lieber Roland, steht dem Würsteproduzieren nix mehr im Weg! Wie siehts bei Dir da unten damit aus?

Ach ich liebe es, solche Schätze zu haben!

Lichter der Großstadt

Letztes Wochenende waren Ira & Oliver nach langer Zeit mal wieder hier. Und wie immer haben wir es uns gut gehen lassen und ein sehr relaxtes Wochenende verbracht!

Am Samstag drehten wir eine Runde durch die City: zunächst die Besichtigung des Stuttgart 21 Geländes. Hier richten sich die Parkschützer tapfer auf einen kalten Winter ein. Leider ist es durch die Schlichtung in der Protestbewegung etwas (unheimlich) ruhig geworden.

Außerdem war an diesem Samstag mal wieder Emo-Treffen im Emo-Park (so heisst der Schlossgarten wirklich bei den Emos). Emos sind „Emotional Hardcores“, kurz gesagt liebe, sensible Punks. Wie immer weiß Wikipedia mehr.

Am Samstag war auch „Lange Einkaufsnacht bis 24 Uhr“ und die Aktion „Stuttgart leuchtet“, bei der die Stadt in ein farbiges leuchtendes Kleid eingetaucht war. Sehr stimmungsvoll.

Aber pünktlich zum einsetzenden Regen sind wir nach Hause marschiert, um Iras und Olivers Wunschessen „Linsen mit Spätzle“ zu essen – bis wir fast platzten! Wie immer, hab ich natürlich prompt vergessen, davon ein Foto zu machen – der Appetit war schneller!

Und hier nun das Rezept:

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Unbekannte Schöne

Wir waren mal wieder weg für ein paar Tage – diesmal in Lyon. Und ich muss euch sagen: ich bin immer noch baff wie schön diese Stadt ist! Unglaublich lebendig, vielschichtig, spannend, kreativ – und lecker!! Ich möchte Euch jetzt auch nicht mit einem Reisebericht langweilen, keine Sorge! Aber ein paar Eindrücke zeigen – und ansonsten kommt vorbei und lasst euch erzählen!!

Lyon liegt am Zusammenfuss der Rhone und Saone – was für ein Geschenk, oder nicht? Da hat es Stuttgart am Nesenbach etwas schwerer.

Das alte Lyon „Vieux Lyon“ ist das grösste Rennaissance-Viertel in Frankreich, heute ist die Hauptstrasse vor allem von Touristen bevölkert – doch in den Nebengassen ist es sehr beschaulich, im Novemberregen fast etwas morbide.

Die Fassadenmalereien – bis hin zu Graffitis – haben übrigens Tradition in Lyon. Ich kenne keine Stadt wo es so wenig unbemalte Wandflächen gibt!!!

Außerdem ist Lyon eine Stadt voller Kunst & Künstler. Neben unserem Appartement war ein Atelier für Saiteninstrumente – daneben übrigens ein Tattoostudio wo es wirklich alles alles gab was man sich irgendwie stechen, implantieren oder sonstwie kann….

Wir hatten im Viertel „Croix Rousses“ ein Appartment gemietet. Dieses Viertel ist auf einem der Hügel Lyons – hier lebten und leben die Seidenweber und Künstler. Die Seidenweber haben Lyon reich gemacht. Einige Seidenweber gibt es übrigens immer noch. Aber interessant sind natürlich auch die alten Weberhäuser mit ihren mindestens 4m hohen Zimmern… damit der Webstuhl hineinpasste. Heute kann man abends durchs Viertel schlendern und erahnen, welch schicke Wohnungen das jetzt sind.

Auch Architektur ist sehr spannend in Lyon. Hier entstanden die ersten Sozialwohnungsbauprojekte in Frankreich im dem frühen 20. Jahrhundert. Viele berühmte Architekten haben ihre Handschrift in Lyon hinterlassen.

Wir waren sehr beeindruckt vom neu entstehenden Viertel Confluence (am Zusammenfluss Rhone und Saone) – vor dem Hintergrund Stuttgart 21 ist diese Umsetzung natürlich in vielerlei Hinsicht interessant.

Natürlich gibt es auch eine Basilika und viele Kirchen…. Auf eine Geschichtsstunde möchte ich jetzt aber verzichten 😉

A M E N.

PS: Und vielleicht kommt ja noch ein Beitrag zum Thema Kulinarik nach…. Schließlich ist Lyon die Gourmethauptstadt Frankreichs!!!