Schlagwort-Archive: Rheinhessen

Naturhistorisches Museum Mainz

Wenn man „Ausstopfen“ sagt, werden sie sauer. Die Präparatoren im nhm. Wir lernten bei der Nachgeburtstagsfeier von Nora am Samstag, dass Präparator ein Beruf ist, für den man lange studieren muss. Ich dachte ja auch – na ja, ausgestopfte, eingestaubte Viecher – das riecht nach Holzwolle und Schlimmeren. Aber ich kann auch in meinem  Alter noch dazulernen. Die Präparatoren verstehen ihre Kunst – Wunderwunderschön sahen sie aus: Hase und Igel und Fledermaus und Fasan und Bär und Maulwurf und … (das nhm hat ALLES). Ganz lebendig wirken sie – nur wie vom Aschenputtelzauber plötzlich erstarrt in ihrer natürlichen Umgebung . Und sie laufen halt nicht weg,  sondern man konnte sie ausführlich betrachten, studieren und  wir durften im Streichelzimmer sogar anfassen. Wie weich sich so ein Fuchskind anfühlt. Alle waren fasziniert und überraschenderweise auch ein bißchen ehrfürchtig. Klar, dass hier viele Kunststudenten zum Zeichnen und angehende Förster rumsitzen. Und Menschen, die die besondere Atmosphäre genießen.
Noras Wunsch war ja Tierbabies, aber das nächste Mal steigen wir mit dem Wollnashorn (das wurde quasi in Mainz gefunden) und beim Thema Evolution ein.

Und Danke Ihr Tiere, dass Ihr da jetzt so artig rumsteht und die native-digital-kids lehrt wie schön Ihr seid!

PS: Kennt jemand Polly Morgan? http://pollymorgan.co.uk/

Harxheim: letzter Kerbetag

Tschüss Fadenzieher-Moni! Mach´s gut, bleib gesund und bis nächstes Jahr. Die Dorfkinder haben wieder mächtig bei Dir investiert, Du hast die Punkte großzügig aufgerundet und wenn man sich die Gewinnausschüttung für unsere Mädels ansieht – wer will da meckern??! Sowas nennt man eine Win-Win-Situation.

Ben hat uns noch eine großartige aufblasbare Sponge-Bob-Keule rausgeleiert, die unter hinreichendem Einsatz seiner kriminellen Energie auch weh tun kann.
Zur Feier dieses gelungenen Abschlusses sind die Mädels mit Bleicke jetzt zum traditionnellen Kerbe-Beerdigungs-Leberknödelessen beim Reßler ( www.weingut-ressler.de )

Ben darf diesmal noch nicht mit den coolen Boxauto-Jungs mitziehen. Aber wer weiss, was die Zeit noch so für uns bereit hält (Heute hier, morgen dort…).

Kerbe in Harxheim

von Esther

04.06.-8.06.10 Kerbe in Harxheim

Gefühlter Hochsommeranfang. Ausnahmezustand für Kinderherzen und Elternnerven.
Für die Mädels gilt es das Kerbegeld strategisch richtig aufzuteilen: zwischen Fadenzieher-Moni, Süßigkeitenstand, Schießstand, Autoscooter und Kinderkarussell. Fadenzieher-Moni ist aber eigentlich immer die erste Wahl für die Mädels. Dort gilt es Punkte zu sammeln um sich „hochwertige“ Plüschtiere, Polly-Pocket-Puppen, Plastik-Aquarium-Lampen u.ä. zu erobern. Wirtschaftlich betrachtet absolut desaströs, aber es gibt Dinge die entziehen sich gänzlich einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise. Außerdem ist Fadenzieher-Moni eine Institution und eine wahre Seele.

Ben hat noch kein Kerbegeld und für ihn geht es darum die strategisch richtige Balance zwischen Einfach-mal-Fragen, Betteln, Jammern, Mitleiderregen, Fordern, Quängeln zu finden, um den genervten Eltern jeden Tag aufs Neue die größtmögliche Menge an Euros abzuziehen. Er wählt immer zunächst den Süßigkeitenstand. Nur er verputzt einen handtellergroßen Lutscher wie eine Schnitte Brot (also abbeißen-kauen-weg…). Nach ca. 15 Runden Karussell, die uns den Finanzplan unserer kleinen DHH durcheinanderbringen, lässt sich die wahre und eigentliche Sehnsucht nicht länger wegdrücken: Auto-Scooter.

Die Eltern sagen unverständlicherweise „Nein“. Aber echte, tiefe Sehnsucht lässt sich auch durch stundenlanges an der Bande rumlungern und Nur-Zuschauen nicht wirklich stillen. Schließlich wird er promiskuitiv: Alle ihm bekannten Erwachsenen (und er kennt eigentlich alle im Ort) werden mit seiner brüchigsten Stimme und seinem erbarmungswürdigsten Dackelblick angemacht: „Fährst DU mit mir ???“ Schnief. Stefan hat sich schließlich erbarmt… Jetzt sind alle Dämme gebrochen.
Die Kerbe geht noch drei Tage. Wir trinken dabei möglichst viele Weinschorlen.

WWW – Weck, Worscht un Woi

Wir waren dieses Wochenende im „Land der 1000 Hügel“. Nein, nicht bei den Hobbits in Neuseeland, sondern in Rheinhessen bei unseren Freunden Esther, Bleike & kids. Das war ein sehr entspanntes, schönes Wochenende, gewürzt mit einer ersten Brise Frühlingsduft! Natürlich haben wir auch etwas lokale Spezialitäten probiert wie Handkäs mit Musik, Spundekäs, Fleischwurst oder Presswurst. Wir möchten unbedingt mal kommen, wenn die Weinhöfe ihre Feste feiern. Apropos Kultur: Michel besteht übrigens darauf, beim nächsten Mal das Ende von Cars anschauen zu dürfen!!

Vertiefende Links: die aktuelle Weinprinzessin von Harxheim samt der vergangenen. Bastelanleitung für Haselnussflöten. Und: das Weinhöfefest ist vom 20. bis 23. August.