Schwoof uff´m Kelterfescht

Letztes Wochenende waren wir mal wieder in Hohenlohe – mit dem „Eschelbacher Kelterfest“ als Highlight. Das ist das Weinfest meines kleinen Dorfes (und das von Inge) – veranstaltet vom Männergesangsverein „Liederkranz“. Es findet in der historischen Kelter statt. Für unsere Freunde in Harxheim ist dieses Weinfest natürlich lächerlich klein. Kicherkicher. Auch ein Wettkampftrinken  „Eschelbacher Schwobajörgle“ gegen den „Harxheimer Donnergurgler“ (oder wie heißt der eigentlich??) kann nicht statt finden, weil „unsere“ Weingenossenschaft sich mit Haut und Haaren hat einverleiben lassen – und die edlen Tropfen fließen nun in dieses unsägliche Genossenschaftsgesöff…

Wir haben darauf verzichtet, abends aufs Weinfest zugehen, bei „Tanz und Musik“. Auf Fragen wie „Ha Gudruuun, wohnsch immer noch in Schtuagard droba? Gell du hasch koone Kinder? Awwer verheiratet bisch noo?“ hatte ich keine Lust – zumal mich diese Fragerei jede 5 Meter trifft.

Am Sonntag sind wir dann hin, erstmal um Göggele fürs Mittagessen zu holen. Dann hab ich die Käsesahnetorte meiner Mutti fürs Buffet abgeliefert, um gleich darauf 5 Stückle wieder zurück zu kaufen – neben 8 weiteren Kuchenstückle. Ja, so läuft das auf dem Land. Das ist ja eh das Beste: die Landfrauenkuchen!! Und schließlich haben wir beim Gummistiefelweitwurf zugeschaut. Ein richtig entspannter Nachmittag eben.

5 Gedanken zu „Schwoof uff´m Kelterfescht

  1. michel

    Beim Gummistiefelwettbewerb hatte man auch die Gelegenheit die aktuellen Vornamen der nachkommenden Generation zu hören. Da tönt dann flogender Satz aus der Lautsprecheranlage:

    „Als Nächste kann sich dann schon mal die Joy Naomi Schneider fertig machen“.

  2. Andi

    wie – kein Schwobajörgle mehr? Gibt es denn wenigstens noch die Schummsche Hasenranch? Das waren doch DIE Touristenattraktionen im vergangenen Jahrhundert…

  3. Gudrun

    Ja, aus mit Schwobajörgle! Wobei ich ja den Namen eh schon immer bescheuert fand, schließlich sind die Hohenloher keine Schwaben!!! Aber bei der Gelegenheit hat es sich auch gleich ausgewengert in unserer Familie – aus und vorbei das Traubenlesen und Vespern, mal bei Sonnenschein mal bei eisigen Temperaturen, mit Lachen und Schimpfen, und der Karl, der im Minutentakt die Öchsle misst.

    Und die Hasenranch? dito. Das Stückle ist schon längst als Bauplatz verkauft. Familie Schumm in alle Winde verstreut. Und dass ich im Herbst einen eingelegten Schummschen Hasen koche, ist auch schon so knapp 30 Jahre her.

    Mensch, wo sind sie denn, die alten Rituale??!

  4. michel

    Das sind keine Hasen.
    Das sind Karnickel, einfach nur Karnickel.
    .Biologisch vom Hasen so weit entfernt wie der Regenwurm vom Elefanten.
    Basta

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