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Harxheim: Klasse alter Laden macht neu auf !

 

 

Überregional bekannt waren, und legendär sind sie immer noch – obwohl sie mittlerweile ca. 7 dunkle Jahre geschlossen waren: Die Harxheimer Weinstuben. Wir sind früher oft aus Mainz rausgefahren um hier in einem fast schon zu romantischen Ambiente ganz ganz gut und ganz ganz entspannt zu essen und zu trinken. Nicht nur wir. Inzwischen sind wir selbst in Harxheim gelandet und haben mit geselligen Nachbarn schon manchen trinkfreudigen Abend darüber rumschwadroniert, wer von uns selbst oder welche unserer Kinder für den Wiederaufbau und die Bewirtschaftung  eines solch klasse Ladens geeignet wären. Wir hatten schon einen Plan, wie die Kinder entsprechend der jeweiligen Stärken, Schwächen und charakterlichen Disposition für die diversen Aufgaben in Küche, Service, Finanzen, Weinauslese, Gästeentertainen  einsetzbar wären. So sind sie später nicht so weit weg, hätten eine gesellschaftlich zunehmend anerkannte Aufgabe, und wir Eltern könnten dort unser Altenteil am Stammtisch abhocken…“  Schließlich wäre es doch einfach eine Schande, dass die Weinstuben nun schon so lange unbewirtschaftet…etc.etc.pp.“ Abgesehen davon, dass die Kinder wohl eh nicht mitgemacht hätten (kennt man ja) und von uns möglicherweise auch nicht die ausreichenden Kochgene mitgekriegt haben, sind sie jetzt anscheinend von dieser fiesen Erblast erlöst : Die Gerüchteküche brodelte schon lange, die Anzeichen verdichteten sich,  die Spatzen pfiffen es schon von den Harxheimer Dächern und heute steht es in der Zeitung, juchu: Die (franz.)  Altbesitzer, die inzwischen ein gut gehendes Restaurant in Hochheim führen, haben sich entschlossen, die Harxheimer Weinstuben wiederzubeleben. Das ist aller Ehren Wert und verdient unser aller Zuspruch und Applaus ! Frank vom Weingut der Stadt Mainz ( http://www.weingut-mainz.de/) und die anderen ortsansässigen Winzer und Köche(http://www.harxheim.de/alter-gutshof/)  müssen sich voraussichtlich etwas wärmer anziehen. Aber wie wir Frank kennen, wird er es sportlich sehen und wissen, dass Konkurrenz  das Geschäft belebt, vor Trägheit schützt, und aus ehrlichen Konkurrenten oft die wirklich guten Freunde werden.  Wir freuen uns auf ganz viele Abende zu Zweit und zu Vielen bei lecker Essen rhoihessisch-elsässisch und froschschenkelfrei. Kommt uns besuchen!

Das Beste: Die Weinstuben sind in Babyphon-Reichweite.

Harxheim, 35 ° C: 1.Endlich…, und 2.aus Freude am Spiel

                                                                                       

Erstens:

6 Wochen keine Schule ! Die Kinder und Nachbarkinder haben heute ihr 3 qm-Planschbecken wie die Copacabana gefeiert.

  Zweitens:              Davor hat Ben einfach alles gegeben.

                                                      

Sein 1. Fussballtraining (eigener Wunsch!).

 Kein Tor, keine Disziplin, keine Stulpen und Stollen – aber die pure Freude am Spiel. Er ist gelaufen, gestolpert, gerannt, gesprintet. Kein Ball wurde aufgegeben, auch wenn er oft außerhalb des Spielfelds spielte o. das verkehrte Tor anpeilte.

Am Schluss waren die Beinchen so müde und die Birne so rot, dass er es kaum noch zum Belohnungseis geschafft hat. Und das bei 35 Grad auf dem Hartplatz. Sein Fazit: „Wir haben alle gut gespielt. Ich nicht so gut, weil ich hatte kein Tor.“ Hat der ´ne Ahnung !!

 

Harxheim: letzter Kerbetag

Tschüss Fadenzieher-Moni! Mach´s gut, bleib gesund und bis nächstes Jahr. Die Dorfkinder haben wieder mächtig bei Dir investiert, Du hast die Punkte großzügig aufgerundet und wenn man sich die Gewinnausschüttung für unsere Mädels ansieht – wer will da meckern??! Sowas nennt man eine Win-Win-Situation.

Ben hat uns noch eine großartige aufblasbare Sponge-Bob-Keule rausgeleiert, die unter hinreichendem Einsatz seiner kriminellen Energie auch weh tun kann.
Zur Feier dieses gelungenen Abschlusses sind die Mädels mit Bleicke jetzt zum traditionnellen Kerbe-Beerdigungs-Leberknödelessen beim Reßler ( www.weingut-ressler.de )

Ben darf diesmal noch nicht mit den coolen Boxauto-Jungs mitziehen. Aber wer weiss, was die Zeit noch so für uns bereit hält (Heute hier, morgen dort…).

Kerbe in Harxheim

von Esther

04.06.-8.06.10 Kerbe in Harxheim

Gefühlter Hochsommeranfang. Ausnahmezustand für Kinderherzen und Elternnerven.
Für die Mädels gilt es das Kerbegeld strategisch richtig aufzuteilen: zwischen Fadenzieher-Moni, Süßigkeitenstand, Schießstand, Autoscooter und Kinderkarussell. Fadenzieher-Moni ist aber eigentlich immer die erste Wahl für die Mädels. Dort gilt es Punkte zu sammeln um sich „hochwertige“ Plüschtiere, Polly-Pocket-Puppen, Plastik-Aquarium-Lampen u.ä. zu erobern. Wirtschaftlich betrachtet absolut desaströs, aber es gibt Dinge die entziehen sich gänzlich einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise. Außerdem ist Fadenzieher-Moni eine Institution und eine wahre Seele.

Ben hat noch kein Kerbegeld und für ihn geht es darum die strategisch richtige Balance zwischen Einfach-mal-Fragen, Betteln, Jammern, Mitleiderregen, Fordern, Quängeln zu finden, um den genervten Eltern jeden Tag aufs Neue die größtmögliche Menge an Euros abzuziehen. Er wählt immer zunächst den Süßigkeitenstand. Nur er verputzt einen handtellergroßen Lutscher wie eine Schnitte Brot (also abbeißen-kauen-weg…). Nach ca. 15 Runden Karussell, die uns den Finanzplan unserer kleinen DHH durcheinanderbringen, lässt sich die wahre und eigentliche Sehnsucht nicht länger wegdrücken: Auto-Scooter.

Die Eltern sagen unverständlicherweise „Nein“. Aber echte, tiefe Sehnsucht lässt sich auch durch stundenlanges an der Bande rumlungern und Nur-Zuschauen nicht wirklich stillen. Schließlich wird er promiskuitiv: Alle ihm bekannten Erwachsenen (und er kennt eigentlich alle im Ort) werden mit seiner brüchigsten Stimme und seinem erbarmungswürdigsten Dackelblick angemacht: „Fährst DU mit mir ???“ Schnief. Stefan hat sich schließlich erbarmt… Jetzt sind alle Dämme gebrochen.
Die Kerbe geht noch drei Tage. Wir trinken dabei möglichst viele Weinschorlen.