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Streetlife

Um unseren Elterneinsatz etwas sonntäglicher zu gestalten, sind wir -Spaghettieis-schlozend- durch Öhringen geschlendert. Es jährte sich die „Öhringer Woche“ (eine der vielen Event-Erfindungen des örtlichen Gewerbevereins). Alle Geschäfte waren geöffnet, es gab einen großen Krämer- und Antiquitätenmarkt auf dem Marktplatz, Stände zum Essen & Trinken und und und… Eine große Attraktion waren diese 3 Jungs, die sich samt Verstärker, E-Gitarre und Cajun vorm Sanitätshaus aufgebaut haben und die Fußgängerzone mit Songs aus den 70er und 80ern rockten.  Übrigens direkt neben der Eisdiele – strategisch sehr clever.

Natürlich haben die Drei sofort alle Herzen gewonnen. Auch meines. Und doch kommen mir auch leise Zweifel, ob das den kids wirklich soviel Spaß macht. Von ihren englischen Texten dürften sie eh nichts verstehen. Vielleicht müssen sie sich ja ihr Kinderzimmer im neugebauten Häusle selber verdienen?!

Falls es jemand noch nicht weiß….

zu besichtigen: am Ortseingang Öhringen. Das sind Freunde, oder*?

Wöhrli erzählte mir, daß er Samstag morgens noch mit einem unguten Gefühl die Zeitung aufgeschlagen habe, in Furcht er findet jetzt eine zwei-seitige Annonce oder ähnliches. Denn Wöhrli hasst solche Öffentlichkeiten. Erleichtert ist er dann in sein Auto gestiegen und nach Öhringen gefahren….

Auf der Hochzeitsparty der Beiden waren wir dann abends – bei höchstens 15 Grad und strömendem Regen – im Garten 😉 Ich hatte zwar meine Winterjacke und warme Wollsocken angezogen, dennoch wars ziemlich kalt.

Aber schee wars! Und: „Regen bringt Segen“ – Bloß welchen – Geld oder Kinder?!

* Ich denke, da kann ich dann auch ausnahmsweise mal die Anonymität unsres Blog sein lassen.

Gäul und Schnitzelwecklich

Wie jedes Jahr, so wurde auch diesen Sommer zum 47 Mal wohl schon das Cappler Reitturnier ausgetragen.  Spring- und Dressurreiten als auch Kutschenfahren stehen auf dem dreitägigen Programm (falls es unter den Leseren doch interessierte Reitsportfreunde gibt).

Es ist immer wieder efrischend anzusehen, wie dicke Männer auf die armen Pferde eindreschen um von der eigenen reiterischen Unfähigkeit abzulenken. Meistens sieht man schon als gänzlich ungebildeter Laie, wer an den Aufgaben scheitern wird. Oft wäre einfacher, wenn der Reiter das Pferd über so manches Hinderniss und  tragen würde.

Aber es gibt auch durchaus talentierte Sportler die ein schmuckes Bild abgeben, elegant und fehlerfrei über den Parcours galoppieren.

Eigentlich ist an diesem Wochenende Dauerregen fest eingeplant, aber diesmal war es nicht so. Die miesen Tage der voangegangenen Woche haben wohl nur wenige Regentropfen übrig gelassen.

So war es also sehr heiß und hat mich an die Tage meiner Kindheit erinnert.  Zu der Zeit hatte mein Vater gefühlte fünfzehn Kilometer Himbeeren angepflanzt. Wir wußten gar nicht wohin mit dem Zeugs. Ernten mußten natürlich wir Kinder und ich mit meiner Rot-Grün-Sehschwäche war letztlich auf meine taktilen Fähigkeiten angewiesen. Ich mußte geradezu erfühlen, welche Früchte rot und welche noch grün waren. Eine schwere Kindheit war das.

Zum Reiterfest sind Roland und ich auf die Idee gekommen das Obst an die elitäre Gesellschaft auf der Veranstaltung zu verkaufen. Ich meine das hat auch ganz gut geklappt. Reich sind wir allerdings nicht geworden. Wahrscheinlich habe ich die Feinheiten und Raffinessen der Marktwirtschaft damals genauso wenig begriffen wie heute.

Es wäre besser gewesen eine Himbeer Holding zu gründen um sich dann von Langnese oder Dr. Oetker aufkaufen zu lassen.

Copacabana auf Hohenlohisch

Nicht nur Harxheim, auch Hohenlohe hat sein kleines Copacabana, liebe Esther! Was für ein Wochenende, oder? Mein Höhepunkt war für mich das Viertelfinalspiel Deutschland-Argentinien, das ich mit Sascha im Biergarten des Öhringer Freibads verbracht habe.  Das war Fussball volle Breitseite: heiss-schwül, mit gaaaanz viel Schwarz-Rot-Gold, Fangesängen, die einzige Vuvuzela direkt neben mir sitzend. Und dann flimmert in der 70. Minute folgende Meldung über die Leinwand: „Das Gerät schaltet sich gleich aus. Um diesen Vorgang abzubrechen, drücken Sie eine beliebige Taste.“ (!!!!!!!!!!!!)

Kulinarisch gibt es von diesem Wochenende nicht viel zu berichten. Auch hier war für mich das Highlight im Biergarten: Freibad-Pommes (die muss man echt so bestellen, ansonsten bekommt die „Normalen“ aus dem Eisfach!), frisch gemacht, aus Kartoffeln, keine dicken Dinger, sondern dünne knusprige Stäbchen. Hmmmmhh!

Und Michel? Ich weiss soviel, dass er den Col de la Madelaine und Col du Télégraph bewältigt hat und jetzt ziemlich müde in Valloire übernachtet. Damit ist er auch wieder zurück, nach einem kleinen Schwenker, auf der berühmten Routes des Grandes Alpes.

Einpakkkke bitäää!!

Der kulinarische Höhenpunkt unseres Osterwochenendes in Öhringen! Allerdings nur in Größe „klein“, denn wir kamen gradewegs vom Café Nussknacker, wo wir mit Manne, Harry und Ingrid unseren Spaziergang abgeschlossen haben. Aufs Einpakkkke haben wir verzichtet, aber die Frage kam tatsächlich, Andi!

Michel hat sich den Bauch vollgeschlagen mit Schwärzwälder Kirschtorte, Quarktasche und heisser, weißer Schokolade (völlig perverses zuckersüßes Zeugs). Da freut sich die Leber, nach 40 Tagen Darben.

Apropos Eisverkäufer: ein ehemaliger Referent von Angie (Merkel) hat seiner Karriere in Berlin letztes Jahr den Rücken gekehrt und sich als Eisverkäufer in Wellington niedergelassen. Er scheint glücklich zu sein! Hmmm….

Jaja, die Banater

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Letztes Wochenende entdeckt in Öhringen! Michel und ich sind mit quietschenden Reifen umgedreht, damit wir diesen Vertreter der Banater Schwaben in seinem fahrenden Wägelchen vor die Linse zu bekommen. Die Banater Schwaben sind einfach global, gelle?

Der Verkäufer war aber so dermaßen unfreundlich (oder einfach nur wortkarg?? Vielleicht hat er ja mein Pseudo-Hohenlohisch nicht verstanden….), daß ich mich spontan entschieden habe, doch nix bei ihm einzukaufen. Dann doch lieber in Takaka! Vielleicht wäre das ja noch eine Geschäftsidee. Dafür lässt sich bestimmt ein Woofer finden.

Zum Vertiefen in die Banater Küche (oder wie heißt das???) hier ein Link zu einem der 1000 Banater Foren im Internet (oder auch hier und richtig heftig wirds dann hier).