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Rawhiti Cave II

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Der Weg durch den Farnwald war schon sehr bezaubernd, aber der Abstieg in die Tropfsteinhöhle, deren Eingang man nach einer nicht zu unterschätzenden Kraxelei erreicht, ist geradezu atemberaubend.

Natürlich sind Aiden und ich so weit vorgedrungen wie es uns erlaubt war und das bedeutet in Neuseesland – sehr weit.

Erst kurz bevor sich ein dunkler, unergründlicher Abgrund auftut, der noch dazu  senkrecht abstürzt und in der ewigen Dunkelheit des Erdinneren verschwindet, endet der offizielle Track.

Wer weiß, wenn wir eine Taschenlampe und ein Seil dabei gehabt hätten, vielleicht wären wir noch tiefer in die Höhle eingedrungen.

Rawhiti Cave

Vom gestrigen Tag haben wir noch gar nichts berichtet, oder? Nachdem wir am Vormittag alles gefixt haben für unsere Tour, die morgen losgeht, sind wir gen Mittag mal wieder Wandern gegangen – wobei Suse zu ihrem Sargflechten-Kurs (ja, echt wahr!!) gegangen ist und Ines sich um ihr Pferd gekümmert hat. Der Rest samt Amy also los – zum Rawhiti Cave.

Rawhiti

Als Foto hab ich aber eine Aufnahme vom Weg dahin für Euch gewählt, weil ich diesen Farnwald sehr sehr beeindruckend finde.

Auf dem Weg zurück haben wir dann schon mal Köder eingekauft für den heutigen fishing day. Michel hat sich gemäß seinem Motto „Gute Ausstattung ist die halbe Miete“ irgendso ein super shimano blubberblab Teil gekauft – sieht aus wie ein orangener Fisch der blinkt und glitzert (Ihr kennt ihn ja. Da fällt mir ein: ich hätte unbedingt ein Foto von diesem Ding machen sollen, denn irgendso ein Fisch ist heute bestimmt schlauer als er!!). Nun ja, vielleicht schafft er es dann noch mit seinem Fang in die „Nelson Daily“. We will see…

Abends haben wir dann gekocht: Michel die Vorspeise mit einem Avocado-Dip und einem Lachs-Dip, Roland ein Gulasch mit Gemüse und Aiden und ich haben Erdnuss-Kekse gebacken, um die Eiweiße der letzten Tage zu verwerten. Alles superlecker! Zum Schluss haben wir Karten gespielt bis in die Puppen.

Wanui Wasserfall

Die Wanderung zum Wanui Wasserfall heute war sehr schön, trotz Wolkenhimmel und Nieselregen. Der Wasserfall zählt jetzt nicht zu den sieben Weltwundern, trotzdem ist er ein nettes Ziel – und vor allem der Weg dahin ist mal wieder einfach gut.

Wanui

Wenn man Fotos von Neuseeland sieht oder mit dem Auto über die Lande fährt, denkt man ja, dass es eigentlich so aussieht wie bei uns in Europa, vielleicht Irland oder manchmal eher wie Allgäu. Zumindest hier auf der Südinsel.

Das stimmt ja im Prinzip, aber auf den zweiten Blick sieht man, dass viele Pflanzen unseren in Europa zwar ähnlich sind (manche sind ja tatsächlich aus Europa auch importiert worden), aber die meisten Pflanzen kenne ich eigentlich nicht. Und man beginnt zu begreifen, dass Neuseeland wirklich eine einzigartige Flora & Fauna hat, die es nirgends mehr auf der Welt so gibt. Einfach weil Neuseeland sich schon vor sehr, sehr langer Zeit von den restlichen Landmassen der Welt getrennt hat und sich sozusagen unbehelligt weiter entwickelt hat – bis eben Cook und der ganze Rest kam. Es gibt dann aber auch Pflanzen, da fällt der Unterschied sofort auf wie z.B. die riesengroßen Farntrees, die über 10 m hoch werden können. Leider gibt es diese Unverfälschtheit eben nicht mehr…

Anschließend sind wir eine „dirt road“ mit dem 4WD entlang gebrettert – mit dem Totoranui Beach als Ziel. Allerdings ging es dann echt los mit heavy rain. Also zurück Richtung Takaka, in der örtlichen Beachkneipe eingefallen und kurz eine Runde Fish & Chips verspeist bzw. hiesigen Cabernet Sauvignon getrunken. Zurück ins häusliche „Castle“, einen Zwetschgenkuchen gebacken und jetzt sitzen wir hier – das Holz im Kamin knistert, Suse und Michel lesen, Aiden spielt X-Box und ich erzähle Euch was. Ach ja, und Roland kocht das Abendessen: Stir-Fry aus dem Wok.

I’m walking

immer nur fischen, das soll ja auch nicht auf Dauer erquickend sein.

Ein kleiner Spaziergang in das Hinterland von Takaka ist auch sehr spannend.

pupu

Der Pupu Hydro Walkway, den wir heute mittag gelaufen sind,  führt entlang eines ehemaligen Wassersystems, was in den frühen Jahren des letzten Jahrhunderts zur Goldgewinnung angelegt wurde. Die Vegetation, die wir hier antreffen, ist tatsächlich sehr anders als alles was ich bisher kennengelernt habe. Allenfalls im Süden von Australien habe ich ähnliche Farnwälder gesehen. Ausser der fantastischen Vegetation  kann man auch spektakuläre Ausblicke in die Golden Bay erleben.

Zudem kann man hier auch sehr schön Vögel beobachten. Zum Beispiel den berühmten, geselligen „wax-eye“ – aber dazu später mehr.

Mein persönliches Highlight waren jedoch die Thunfischsandwiches, die uns Roland als Proviant mitgegeben hat.

Vesper muß sein – auch im Urwald.

Heute wird das Kanalsystem noch zur Stromgewinnung genutzt.