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Fresh-up

Ihr seht schon an diesem Foto: der Sommer ist da! Endlich!!! Da blieb keine Zeit mehr, zu schreiben. Aber heute ein paar Zeilen für Euch, während mein Zitronenhähnchen im Ofen bruzzelt.

Seit Dienstga dieser Woche hat es endgültig aufgehört zu regnen. Wir haben hier zwar immer noch ein Wasserproblem, was dazu führt dass wir möglichst WENIG Wasser ins Abwasser leiten dürfen. Den Rest könnt ihr euch ja vielleicht vorstellen. Zum Zähneputzen reicht es noch.

Trotz bewölktem Himmel sind wir am Dienstag zu einer 2-tägigen Wanderung ins Cobb Valley losgezogen. Ziel war Fanella Hut, eine Hütte am Ende des Tals, wo wir übernachten konnten. „Back to the basics“ sind wir ja nun schon gewohnt, insofern konnte mir dann das Schlafen mit x Anderen in einer Hütte, Waschen im Freien, usw. nichts anhaben. Und da ich weiss, daß einige von Euch unser Essen interessiert, hier the meal of the day:

Heute war ein geschäftiger Tag rund ums Haus: Wäsche waschen gehen in der Laundry (wir haben ja keine Unterhosen mehr!), Einkaufen fürs Abendessen, mit Aiden an den Strand gehen, und an Euch denken!

Fast wie in Neuseeland

Beim Recherchieren nach einer schönen Wanderung im Nordschawrzwald habe ich im Internet so oft gelesen dass die Tour rund um Hirsau durch die „Wolfsschlucht und Fuchsklinge“  ein Geheimtipp sei, dass es schon nicht mehr wahr sein konnte. Ich hatte mich insgeheimn auf wahre Ströme von Wanderern eingestellt. Dabei waren wir – also Anna, Luisa, Michel und ich – dann drei Stunden lang praktisch die Einzigen!

Zwischendrin gabs am Waldesrand die Schnitten von Michel und ein paar Äpfel, die wir uns geteilt haben. Die Einkehr ins „Waldrestaurant Fuchsklinge“ musste jedoch kurz vor dem Ende der Tour dennoch sein. Allerdings würde ich das nächste Mal ins Hotel Kloster Hirsau gehen, das mitten in Hirsau liegt. Das sah nicht nur sehr nett aus, auch mit einem kleinen Gartenbereich, und die Speisekarte klang auch oberlecker. Natürlich haben wir uns abschließend noch die Klosteranlage von Hirsau angeschaut bzw. das was davon noch übrig gebleiben ist. Sehr imposant, mitten in so einem kleinen Ort.

Hier auf diesem Blog gibt es eine ausführliche Beschreibung zu dieser wirklich sehr schönen 3-stündigen Wanderung.

Heute abend hab ich mir nochmal die Fotos angeschaut und fand plötzlich dass sie Ähnlichkeit mit unseren Wanderungen auf der Südinsel haben – aber halt nur fast ;-).

Auf outdooractive.de gibt es alle Infos zur Wanderung fürs Wanderherz – sogar die gpx-Datei fürs Smartphone..

Weitblick aufm Hohenstaufen

Am Sonntag haben wir mal wieder unsere schwäbische Heimat bereist, diesmal der Hohenstaufen bei Göppingen. Das ist nicht nur der Hausberg von Göppingen, sondern mit der Burg Hohenstaufen auch der Stammsitz des Staufergeschlechts. Gott sei Dank gibt es am Fuß ein gut gemachtes Besucherzentrum, wo man sich auf ca. 100 qm nochmal die Geschichte der Staufer ins Gedächtnis rufen kann. Da mal wieder ein Jakobsweg unseren Weg kreuzte, haben wir uns auch gleich bei der „Barbarossakirche“ einen Stempel gesorgt.

Oben lohnt vor allem der phantastische Rundum-Blick, der (leider) nur durch zu hohes Buschwerk teilweise verstellt wird – auf der einen Seite das Remstal, auf der anderen das Filstal. Von der Burganlage der Staufer sind leider nur noch Mauerreste übrig.

Die Bewirtschaftung auf dem Hohenstaufen kann man übrigens getrost vergessen. Das ist mehr oder weniger ein Kiosk mit angeschlossener Kombüse für Würstle & Co. Wir haben dann noch im Ort Hohenstaufen das Panoramahotel „Honey-Do“ gefunden (echt wahr!!!!). Das verströmte aber dermaßen eine Seniorenheim-Atmosphäre, dass wir  wieder ins Auto gestiegen sind. Schließlich sind wir im altehrwürdigen Cafe Berner in Göppingen gelandet. Der Kuchen war wirklich sehr lecker. Ansonsten kann man aber Göppingen auch getrost in die Reihe „Öde Orte“ stecken.

Weitere Links:

Das Stauferland: mit Tourenvorschlägen, Adressen etc.

Informativer Zeitungsartikel zum Hohenstaufen

Wandertag am Hohen Neuffen

Auch wenn andere Stimmen aus unserer lieben Familie es als völlig langweilig bezeichnen – wir finden Wandern toll. Haben wir ja schon in Neuseeland gerne gemacht. Gestern waren wir nun am Nordrandweg der Schwäbischen Alb und sind mit den Jungs durch Wälder, Wiesen und Felder am Albtrauf entlang marschiert. Eine sehr entspannte, kleine Wanderung: vom Flugplatz Hülben über die Karlslinde zum Burrenhof. Immer wieder schöne Ausblicke ins Tal hinab oder auf den Hohen Neuffen. Das könnten wir uns ja mal vornehmen, den HW1 Wanderweg komplett zu laufen….

Das kulinarische Angebot unterwegs hat uns allerdings nicht überzeugt: das Kuchensortiment auf dem Burrrenhof war äußerst dürftig, dafür hat uns dann der Erdbeerkuchen auf dem Flugplatz  Hülben etwas entschädigt, auch wenn der Anteil Biskuitboden : Erdbeeren : Cremeschicht nicht richtig ausbalanciert war. Zum Abschluß sind wir dann nach Münsingen gefahren, mit einer Runde durch den Altstadtkern und Besichtigung des Bahnhofs samt Heimatkundemuseum. Anschließend geschmaust im Hotelgasthof Herrmann, den Thomas aus einem Fernsehbricht kannte. Ich hatte vorab „Wildkräutersüppchen“ (überraschend langweilig) und anschließend „Variationen vom Landschwein“ (Krustenbraten und Filet) mit Bärlauchknödel und Gemüse. Wir alle fanden das Essen zwar ganz gut, aber umgehauen hat es uns auch nicht. Wäre kein Grund, extra nach Münsingen zu fahren.

Die Schwäbische Alb hat uns jedoch wirklich sehr gut gefallen, ich weiß gar nicht, warum wir da nicht öfters sind. Vielleicht ist Hohenlohe zu nah.

Weiterer Link: Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Sandfly Beach

Diesen Beitrag wollte ich ja schon in Neuseeland schreiben – vor allem für Paula, mit der ich jedes Mal, wenn sie nach Stuttgart kommt in die Wilhelma gehe. Dann rennt sie sofort Richtung Pinguine – und würde am liebsten  den Rest des Tages dort verbringen. Sie freut sich bestimmt über diese Geschichte. Na, und jetzt hat sogar die Stuttgarter Zeitung einen Beitrag darüber geschrieben (oder als  pdf: Sandfly Beach). Da muss ich ja wohl jetzt auch….

Ja, wir haben sie während unserer Rundreise gesehen, Pinguine in der freien Wildbahn!!! Genauer gesagt, eigentlich nur einen – dafür aber einen Besonderen, nämlich einen Gelbaugenpinguin, von denen es nur noch ca. 4500 Tiere gibt. Und ihn auch ziemlich weit weg, weil wir (übrigens als Einzige, wir Deppen) seine Schutzzone an der Sandfly Beach respektiert haben. Und hier ist er nun, der kleine Racker:

Pinguin

Für diesen Pinguin haben wir ziemliche Anstrengungen unternommen – zumindest ich für meinen Teil werde diese tierisch anstrengende Wanderung über steile Sanddünen nicht so schnell vergessen. Aber alle Mühen haben sich gelohnt. Es war wirklich rührend zu beobachten wie der kleine Kerl sich auf den Weg nach oben macht, ab und zu hüpfend, wenn das Hindernis zu groß war. Wir konnten es kaum glauben, wie weit er sich nach oben bewegt . Selbst 2 Stunden später, als wir auch wieder auf dem Rückweg war, marschierte er immer noch. Immer weiter, immer weiter….

Hier auf diesem YouTube-Video sieht man das auch ganz gut. Also liebe Kiwis da unten: unbedingt aufs Programm nehmen, wenn ihr die Ostküste, genauer gesagt die Otago Peninsula bei Dunedin, besucht.

Zauberwald

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An unserem letzten Tag zeigt sich  Neuseeland nochmal von seiner schönsten sommerlichen Seite (um es uns richtig schwer zu machen). Und wir packen nochmal rein in diesen Tag, was geht: Highlight war unser Ausflug zum Cobb Valley – mal wieder mit schwerer dirt road Anfahrt „on your own risk“. Das Cobb Valley führt ins Hinterland von Takaka Richtung Southern Alps. Hier wird es schon sehr alpin. Unsere Wanderung führte durch einen wirklich zauberhaften Wald – ich fühlte mich im Elbenwald, bin mir aber nicht sicher ob das wirklich so ist. Aber dazu gibt es ja Websites, die wir dann zuhause in Ruhe durchsuchen können. Ich weiss im Grunde bis jetzt nicht ob wir an einer Original Location waren, ist ja aber letztlich auch schnurz. Anschließend zurück, erstmal nach Takaka mit den letzten Erledigungen. Nochmal fish and chips einpacken, um sie zuhause zu verschlingen. Michel ging nochmal ne Runde joggen am Strand, dann ab ins Meer und jetzt unter die Dusche. Roland steht schon wieder am Herd. Ich werd mich jetzt hübsch machen für die Rückreise – morgen früh um 5 Uhr wird die Nacht für uns rum sein. Und stellt euch vor, dann werden wir mit so einer Maschine aus Takaka fliegen – direkt nach Wellington! Wahnsinn, oder? Ich freu mich tierisch und hoffe auf gutes, ruhiges Wetter. Ich will nicht nochmal seekrank werden – diesmal in den Lüften 😉 Davon mehr ein ander Mal.

Wild Wild Westen

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Über den gestrigen Tag haben wir noch gar nicht berichtet: wir haben die Luft der Westküste geschnuppert! Genauer gesagt waren wir am Whanganui Inlet, in der Nähe von Anatori. Das bedeutet 1 Stunde dirt road fahren, einmal quer durch den Fluß und viele viele Schafe – und noch weniger Menschen. Eigentlich gar keine. Anatori ist ja auf der Karte als Ort eingezeichnet, besteht aber nur aus einem netten und einem verfallenen Haus. Das ist der Westen Neuseelands, wirklich wild. Aber die Landschaft ist spektakulär, wie Ihr auch am Foto erahnen könnt. Am Strand haben Roland und Ines dann noch Grünlippmuscheln fürs Abendessen gesammelt. Anschließend wollten die Jungs noch Rockfishing gehen, aber wir sind nicht an die Rocks gekommen. Das ist ein bisschen ätzend: es gibt vielle tolle Bays an der Küste an die man alle nicht rankommt weil sie Privatbesitz sind.

Zuhause angekommen wurden die Muscheln als ameuse geule verspeist (super ober lecker) bevor wir dann alle ins „Pinguin“ gefahren sind, um gemeinsam essen zu gehen: Austern, Jakobsmuscheln und Garnelen als Vorspeise. Dann – je nach Gusto – Fleisch und noch mal Fleisch (houw, houw, houw) und zum Abschluss – während uns Federer unterhalten hat mit seinem Matchsieg diverse Varianten des „Orgasm Icecream“ (oh yeah!!!!).

Heute bricht der letzte Tag an. Unfassbar.

Orientierungslauf in den Aorere Goldfield Tracks

Also, das Wetter scheint es jetzt wirklich gut mit uns zu meinen in dieser letzten Woche. Sehr schön. Wir haben uns ja schweren Herzens entschlossen, nicht mehr an die Westküste nach Westport zur fahren, weil wir einfach zuviel mit dem Auto unterwegs sein müssten. Wir geniessen diese Tage lieber intensiver hier. Also war heute erstmal wieder Wandern angesagt (das wird jetzt hoffentlich für die Daheimgebleibenen nicht langsam langweilig ;-))

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Wir sind in den Aorere Goldfield Tracks gewandert: Roland, Michel, Amy (!) und ich. Hier in der Gegend gab es diverse Male einen regelrechten Goldrausch und diesen alten Spuren kann man folgen. Witzig war vor allem die „Ballroom“ Höhle, die früher die Goldschürfer wohl tatsächlich auch als Tanz“saal“ genutzt haben. Die Landschaft selbst, hoch über der Küste, erinnert eher an eine Heidelandschaft, nicht so spektakulär, aber ganz nett.

Zuhause angekommen sind die Jungs jezt noch mal mit dem Boot rausgefahren. Ich wache über die Wildschweinkeule, die im Backofen vor sich hinbruzelt. Amy liegt sprungbereit im Vorgarten und wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr eines ihrer Familienmitglieder.

Seperation Point

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Am „Seperation Point“ trennt sich nicht etwa die Spreu vom Weizen, obwohl nur ein Teil der gestrigen Wandertruppe dieses Ziel erreicht hat, sondern hier wird die  Grenze zwischen der Golden Bay und der Tasman Bay über einen Leuchtturm markiert.

Die Aussicht ist bei gutem Wetter geradezu atemberaubend und die Fauna an der felsigen Küste ist auch schon anderen Wanderen aufgefallen. Aiden und ich haben hier auch zwei junge Seehunde beobachet, die sich zwischen den Felsen getummelt haben. Auf den vorgelagerten Felsen gab es noch einige Kormorane zu sehen und ein zwei Gannets sind auch vorbei geflogen.

Abel Tasman Walk

Laut Wettervorhersage sollte dieser Tag ja verregnet werden – aber diese Vorhersagen in Neuseeland sind wirklich ein Kapitel für sich! Es war ein strahlend schöner Tag. So haben Michel, Aiden und ich beschlossen, eine Etappe des berühmten Abel Tasman Track von Totoranui zum Separation Point zu wandern. Michel war wie immer verantwortlich für die Schnittchen, Aiden war unser Navigator und ich für die Reportage.

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Der Track ist wirklich wunderschön. Man läuft an der Küstenlinie entlang, manchmal im Wald, manchmal über den Strand und das Kilometer über Kilometer, auf und ab. Der Lärm der Zikaden war unglaublich, manchmal musste man wirklich lauter reden, um sich gut zu verstehen. Die letzten Kilometer sind Michel und Aiden dann alleine gelaufen und haben natürlich den Höhepunkt der Tour erlebt: Ein Seehundepaar, das miteinander gespielt hat. Aber die beiden Oystercatcher auf dem Foto, die ihr Junges beschützen, find ich auch bezaubernd!! Ein Oystercatcherpärchen bleibt übrigens, einmal gefunden, für immer zusammen und beschützt den Nachwuchs lautstark wie wir selber erlebt haben.

Auf dem Rückweg zog dann die schwarze Wolkenfront bedrohlich auf – und 10 Meter vor unserem Auto ging es los. Das war eine echte Punktlandung. Zurück gekommen stand Roland bereits am Herd und kochte Ratatouille-Gemüse. Für die müden Wanderer gab es noch eine Extra-Portion Kohlendydrate dazu in Form von Nudeln. Und jetzt läuten wir den Abend ein: hören via Youtube Den Tankerkönig (die Älteren unter Euch werden sich erinnern 😉 von Hannes Wader, futtern sinnlos Schokolade und machen andren Kruscht.