Archiv für den Monat: Mai 2010

Sauce Geniàle

Heute mal wieder etwas aus unserer „Cuisine Armoire“: wie man gaaaanz einfach eine wunderbar fluffige „Sauce Hollandaise“ (oder jede andere Zaibaione, Espuma) hinzaubert – sofern man einen iSi Whip hat wie wir.

Kurz gesagt: man bereitet eine Sauce Hollandaise wie bisher zu – ohne den Schritt „schaumig schlagen“. Vielmehr füllt man die Sauce in den iSi Whip ab, hält sie im Wasserbad (beliebig lange) bei ca. 60 Grad warm – um sie finalement auf die Teller zu fluffen. Voilà – bon appétit! Sieht das nicht toll aus? Übrigens war das Essen eine Gemeinschaftsproduktion. Ratet mal, wer den Zauberpart übernommen hat?

Hier nun ausführlich. Um es vorwegzunehmen: Die Sauce ist wirklich lecker, aber nach meinem Geschmack zu butter-lastig. Da muss noch ein anderes Rezept her. Vielleicht hat jemand einen Tipp von Euch??

Sauce Hollandaise à la Lafer

100 ml Weißwein
1 Schalotte, gewürfelt
3 Pfefferkörner
1 Thymianzweig
1 Lorbeerblatt
300 g Butter
Saft von einer halben Zitrone
1 Ei
3 Eigelbe
50 ml Sahne
1 EL Walnussöl
Salz, Pfeffer
Zucker

Den Weißwein mit den Schalotten, Pfefferkörnern, Thymian und Lorbeer aufkochen und ziehen lassen. Anschließend durch ein feines Sieb passieren und die Flüssigkeit auf ca. 30 ml einkochen lassen.

Die Butter in kleine Würfel schneiden und in der noch warmen Reduktion auflösen. Den Zitronensaft, das Ei, die Eigelbe, die Sahne und das Walnussöl dazu geben. Alles glatt rühren und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Auf 65° C erwärmen und durch ein feines Sieb streichen.

Die Sauce in den iSi Gourmet Whip füllen, eine Sahnekapsel aufschrauben und gut schütteln. Die Sauce Hollandaise über – z.B. die mit dem Spargel gefüllten Orangencrêpes – spritzen und sofort servieren.

Und wer hats mal wieder gewusst? Nicht F&B, auch nicht Gott, sondern der Lafer.

Die Mäuse sind los

Jetzt hab ich es auch kapiert! Ich meine, warum Luisa uns ein Mäuseei zu Ostern geschenkt hat. MannohMann! Und welch schöne Überraschung!! Aufgeführt wurden in den zwei Stunden Szenen aus Schwanensee, dann die Aufführung von „Hänsel und Gretel“ und schließlich noch moderne Tanzstücke. Insgesamt waren das über 300 kids!! Man stelle sich das mal vor.

Bei „Hänsel und Gretel“ hoppelt der ganze Wald über die Bühne: Hasen, Vögel, Marienkäfer, Grashüpfer, Bären, Frösche, Blumen – und alle in wirklich unglaublichen Kostümen. Wer hat die denn alle entworfen und genäht?? Eine weitere schöne Überraschung, als wir unseren alten Bekannten Diethard Sohn treffen, der uns erzählt, dass er das gigantische Bühnenbild gemalt hat. Die Tanzschullehrerin dankt zum Abschluss noch ihrer Familie, d.h. sie ist wohl immer noch glücklich verheiratet – nach mehr als einem halben Jahr Probezeit. Respekt.

Wir waren natürlich ganz aufgeregt bis zum Auftritt der Mäuse. Und dann – ja, wo ist sie denn? Die Augen suchen ab. Und Schwiegervater fragt ständig „wo ist sie?“ Ach, einfach drauf halten und knipsen, knipsen, knipsen… Die Zeit verrint. Auf die Frage: „Und hast du sie gesehen?“ folgt ein leises „Ich glaube schon.“ Wir sind sehr stolz!

Nachtrag: Und hier ein Bericht der Stuttgarter Zeitung.

das ist die Wahrheit

So kann es eben auch sein, das Architektenleben.

Morgens zum Sektempfang nach Neuhausen Steinegg und nachmittags zur Feuerwehr OT.

In Steinegg gab es die Förderung der Pflegeplätze zu feiern, was mit diversen Reden von MdB’s und MdL’s durchaus unterhaltsam war. Es war so etwas wie eine finanzielle Grundsteinlegung in kleiner Runde. Schaulaufen für die Presse. Minister waren keine da, wie Gudrun zuerst vermutet hatte.

Ganz richtig vermutet hat sie jedoch, daß die Einweihung der Feuerwehr in Obertürkheim ein richtiges Feschtle wurde.

Die „Kameraden von der Logistik“ haben sich da nicht lumpen lassen und alles aufgefahren, was Küche und Keller zu bieten hat.

Und nebenbei gesagt sind Würschtle und Kartoffelsalat für die Logistiker keine adäquate Herausforderung, so daß sich der verwöhnte Gaumen an Spätzle, Geschnetzeltem und Salat gütlich tun konnte. Natürlich gab es neben dem obligatorischen Bier auch  Weine von den umgebenden Hängen.

Gut die Zeit bis zur Essensausgabe wurde einem zwar nicht lang ob der vielen schönen Reden, dennoch war ein Großteil der Anwesenden froh, als das Büffet eröffnet wurde.

Die ausgeräumte Wagenhalle eignet sich nahezu perfekt für die Ausrichtung einer Feier. Man könnte vermuten, das war planerische Absicht.

Lalülala in Obertürkheim oder: Michel isst auswärts.

Yes, ich bin wieder da (nach vier Tagen „Magen“). In dieser Zeit ist allerdings nicht allzu viel passiert. Und mein kulinarisches Programm hier ähnelt nach wie vor der Speisekarte eines Sanatoriums, das will kein Mensch wissen. Da sieht es doch bei Michel deutlich interessanter aus! Heute ist „Flying Michel“ nämlich als Feschtonkel im Einsatz – zusammen mit seinen Kollegen. Heute morgen war er irgendwo im Gäu zur Grundsteinlegung (Neuhausen, oder?), berieselt von irgendeinem Bundes- und anschließend einem Ländlesminister. Ich nehme mal an, dass es da höchstens Butterbrezeln und Apfelschorle gab. Doch nun, seit 10 Minuten, wird die Feuerwehr in Obertürkheim eingeweiht. Mit unserem OB Schuster. Täterätä!! Michel hat bereits angedeutet, dass es später werden kann. Ob das am Essen, an den Getränken oder einfach der guten Stimmung liegt??? Wir werden sehn…. Ich kann zwar nur meine Fantasie spielen lassen, aber ich schätze, es gibt das volle schwäbische Programm mit hiesigem Wein aus Uhlbach und zum Schnabulieren Würschtle mit Kartoffelsalat oder so. Also irgendein Bruzzler steht jetzt bestimmt am Grill – mit Regenschirm und Wollmütze. (Schade dass die Veranstalter keine Webcam eingerichtet haben!) Übrigens ist am kommenden Sonntag für alle Interessierten „Tag der offenen Tür“ inklusive Gulaschkanone, Maultaschen, Kartoffelsalat und selbstgebackenen Kuchen. So als kleiner Ausflugtipp!

Je suis boulanger

Ein Samstag morgen in Stuttgart hat bei uns ein Ritual: Während die drei Diven der Wendeplatte (ich nenne hier keine Namen!) sich nochmal ins Bett reinkuscheln, sobald der erste Sonnenstrahl ihr Gesicht kitzelt, stehen Michel und Thomas jeden Samstag auf … ein Blick auf die Haustüre: „Hängt das Post-It schon?“

Heute morgen war Thomas schneller – auf dem Weg zum besten Brezelbäcker der Stadt. Und zur längsten Warteschlange. Geschichten aus dieser Warteschlange müssen allerdings andere hier erzählen… Ich dreh mich nochmal rum.

Tante Käthes Schwarzwälder Kirschtorte

Von Tante Käthes Schwarzwälder Kirschtorte habe ich ja schon hier vorgeschwärmt. Diese Torte gab (und gibt) es wirklich bei jedem Familienfest – mütterlicherseits. Und übrigens immer mit der vollen Schnapsladung, keine Soft-Version für Kinder. Und wir Kinder haben sie geliebt -und wie!!! (Was vielleicht einiges erklärt….)

Den Biskuitboden 3mal (!!!) durchschneiden, 5 Becher Sahne (!!), Kirschwasser, Rum, usw. usf. – das ist doch mal eine „ehrliche“ Torte, oder kennt jemand von Euch einen vergleichbaren Hammer? Zur Feier des Tages poste ich Euch nun das legendäre Rezept. Allerdings stimmt das Foto nicht mit dem Ergebnis überein. Ihr seht hier Mamas „light version“ vom letzten Sonntag. Aber vielleicht hat ja jemand von Euch Lust, „la bomba“ nachzubacken und mir ein Foto zu senden?!

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Theo Dreikäsehoch

Am Wochenende haben wir Theos 3. Geburtstag auf dem Hohenloher Land gefeiert: 13 Erwachsene und 10 Kinder. Mein persönlicher Höhepunkt war die Kuchentafel von Mama – als da waren: der erste Erdbeerkuchen des Jahres, ihre legendäre Käsesahnetorte und schließlich eine Schwarzwälder Kirschtorte. Hammer, oder? Wobei Michel und ich uns einig sind, dass die Schwarzwälder von Tante Käthe noch besser ist. Vielleicht liegt es ja auch am Kirschwasser, auf das Mama (leider) aus Rücksicht auf die kids verzichtet hat. (Wann kommen sie endlich in ein Alter, wo die Genuss-Kompromisse endlich ein Ende haben!?)

Wenn man aber den Trupp kids heute fragen würde, was das Beste war, dann bestimmt als dieser dieser große Mann mit den strubbeligen Haaren plötzlich Haselnussäste ausgebreitet hat, dann sein Opinel-Messer zog und anfing zu schnitzen… Elisa, Nora und Ben wissen, was dabei entsteht, gell?! Da war echt Ruhe im Karton. Wir sollten anfangen auf Tournee zu gehen…