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Orientierungslauf in den Aorere Goldfield Tracks

Also, das Wetter scheint es jetzt wirklich gut mit uns zu meinen in dieser letzten Woche. Sehr schön. Wir haben uns ja schweren Herzens entschlossen, nicht mehr an die Westküste nach Westport zur fahren, weil wir einfach zuviel mit dem Auto unterwegs sein müssten. Wir geniessen diese Tage lieber intensiver hier. Also war heute erstmal wieder Wandern angesagt (das wird jetzt hoffentlich für die Daheimgebleibenen nicht langsam langweilig ;-))

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Wir sind in den Aorere Goldfield Tracks gewandert: Roland, Michel, Amy (!) und ich. Hier in der Gegend gab es diverse Male einen regelrechten Goldrausch und diesen alten Spuren kann man folgen. Witzig war vor allem die „Ballroom“ Höhle, die früher die Goldschürfer wohl tatsächlich auch als Tanz“saal“ genutzt haben. Die Landschaft selbst, hoch über der Küste, erinnert eher an eine Heidelandschaft, nicht so spektakulär, aber ganz nett.

Zuhause angekommen sind die Jungs jezt noch mal mit dem Boot rausgefahren. Ich wache über die Wildschweinkeule, die im Backofen vor sich hinbruzelt. Amy liegt sprungbereit im Vorgarten und wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr eines ihrer Familienmitglieder.

Wuff, wuff!

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Nachdem gestern Unwetter angekündigt war, haben wir ja praktisch gar nichts geplant , sondern uns auf ein häusliches Zusammensein eingerichtet (wieso eigentlich??!!) Nun ja, es wurde dann doch ein ziemlich sonniger Tag (natürlich!). Es gab dennoch eher ein Relax-Programm: morgens bummeln in Takaka, am Strand rumlaufen und dann rumköcheln, weil wir zum Kaffee und Abendessen bei Götz und Sabine eingeladen waren und Kuchen und Salat als Mitbringsel mitbringen wollten. Die beiden sind ein sehr nettes Paar aus Deutschland, die vor 4 Monaten mit ihrem damals fünf Monate Sohn hierher gekommen sind (davor aber mit ihm bereits schon drei Monate auf dem Globus unterwegs waren!!) und hier auch – in der Golden Bay – bleiben wollen.

Seit ein paar Tagen haben die beiden auch eine Wwooferin. Kennt das jemand von Euch? Ich bislang nicht, ist aber hier in Neuseeland sehr populär. Das ist vergleichbar mit Praktikanten in Deutschland, nur zu noch eher schlechteren Konditionen. Als Wwoofer bekommt man tage-, wochen-, monateweise (je nach Gusto) Kost und Logis. Dafür stellt man für ein paar Stunden am Tage seine Arbeitskraft zur Verfügung. Manchmal gibts auch etwas Taschengeld, meist aber eher nicht. Die Wwoferin von Götz und Sabine, eine süsse 19-jährige aus Deutschland, ist mehr oder weniger nur auf der Durchreise und wird nur 2 Wochen da sein bevor sie weiter reist. Ein Wwofer wohnt typischerweise im „Sleepout“, auch das ganz typisch hier. Das ist praktisch eine Garage mit Fenstern neben dem Haus (so schlafen wir hier ja auch gerade) – so wie auf dem Foto.

Übrigens gibt es das Konzept der Wwoofer auch in Deutschland. Also falls der eine oder andere Bedarf hat? Suse träumt auch schon davon, bald Wwofer zu haben bzw. zu beschäftigen und sie im – noch zu beschaffenden – Caravan nächtigen zu lassen.

Abel Tasman Walk

Laut Wettervorhersage sollte dieser Tag ja verregnet werden – aber diese Vorhersagen in Neuseeland sind wirklich ein Kapitel für sich! Es war ein strahlend schöner Tag. So haben Michel, Aiden und ich beschlossen, eine Etappe des berühmten Abel Tasman Track von Totoranui zum Separation Point zu wandern. Michel war wie immer verantwortlich für die Schnittchen, Aiden war unser Navigator und ich für die Reportage.

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Der Track ist wirklich wunderschön. Man läuft an der Küstenlinie entlang, manchmal im Wald, manchmal über den Strand und das Kilometer über Kilometer, auf und ab. Der Lärm der Zikaden war unglaublich, manchmal musste man wirklich lauter reden, um sich gut zu verstehen. Die letzten Kilometer sind Michel und Aiden dann alleine gelaufen und haben natürlich den Höhepunkt der Tour erlebt: Ein Seehundepaar, das miteinander gespielt hat. Aber die beiden Oystercatcher auf dem Foto, die ihr Junges beschützen, find ich auch bezaubernd!! Ein Oystercatcherpärchen bleibt übrigens, einmal gefunden, für immer zusammen und beschützt den Nachwuchs lautstark wie wir selber erlebt haben.

Auf dem Rückweg zog dann die schwarze Wolkenfront bedrohlich auf – und 10 Meter vor unserem Auto ging es los. Das war eine echte Punktlandung. Zurück gekommen stand Roland bereits am Herd und kochte Ratatouille-Gemüse. Für die müden Wanderer gab es noch eine Extra-Portion Kohlendydrate dazu in Form von Nudeln. Und jetzt läuten wir den Abend ein: hören via Youtube Den Tankerkönig (die Älteren unter Euch werden sich erinnern 😉 von Hannes Wader, futtern sinnlos Schokolade und machen andren Kruscht.

Rawhiti Cave II

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Der Weg durch den Farnwald war schon sehr bezaubernd, aber der Abstieg in die Tropfsteinhöhle, deren Eingang man nach einer nicht zu unterschätzenden Kraxelei erreicht, ist geradezu atemberaubend.

Natürlich sind Aiden und ich so weit vorgedrungen wie es uns erlaubt war und das bedeutet in Neuseesland – sehr weit.

Erst kurz bevor sich ein dunkler, unergründlicher Abgrund auftut, der noch dazu  senkrecht abstürzt und in der ewigen Dunkelheit des Erdinneren verschwindet, endet der offizielle Track.

Wer weiß, wenn wir eine Taschenlampe und ein Seil dabei gehabt hätten, vielleicht wären wir noch tiefer in die Höhle eingedrungen.

big fish

bigfish

So sieht es aus, wenn die Jungs vom Fischen nach Hause kommen. Der kleine rote Fisch geht auf meine Kappe, den Lemonshark hat Roland nach langem, hartem und fairem Kampf an Bord gezogen.

Insgesamt wurde das dann eine sehr blutige Angelegenheit auf dem Boot. Der Fisch hat dabei eindeutig den Kürzeren gezogen. Mit Mühe nur hat er in die Kühlbox gepaßt.

Die Küchenarbeitsplatte hat eben mal so ausgereicht – größer dürften die Fische also nicht werden.

Jetzt ist der Fisch schon filetiert und wartet auf weitere Verarbeitung.