Archiv für den Monat: April 2010

Fussballabend mit Schniposa

Gestern hatten wir zusammen mit Andi einen sehr vergnüglichen Fussballabend im Rat-Rat. Lyon gegen FC Bayern. Ein tolles Spiel, auch wenn ich nicht unbedingt Bayern-Fan bin. Und das Rat-Rat ist ein gute Location für einen Fussballabend. Das Essen ist gut, Leinwand/Ton super und der Raum ist so groß dass sich die Rauchwolken schnell verziehen 😉

Höhepunkt war für mich übrigens die Wiederholung der Szene, als irgendein Franzose ins Allerheiligste von Hamin Altintop gekrätscht ist … in Slow-Motion … und im entscheidenden Moment geht unisono ein lautes Stöhnen durch die anwesende Männerschaft. Das hat weh getan, oder?

Grillsaison eröffnet!

Was macht man an einem wunderschönen Frühlingssamstag in Erlangen, wenn die Sonne lacht, die Vögel zwitschern und die Natur einen einfach nur freundlich anstrahlt? Man fährt zum Stadler nach Fürth (Deutschlands größtem Zweirad-Center“)  und checkt mal, was man so alles brauchen könnte für die neue Zweiradsaison. Der Auslöser war, wenn ich mich noch recht entsinne, dass Sascha irgendein Wartungsöl brauchte oder so… Ist ja eigentlich auch wurscht. Machen wir also zu sechst einen Ausflug!

Ich würde sagen, dass wir gefühlte 5 Stunden da drin waren. Und natürlich nicht alleine. Ich glaube, am meisten Spaß hatte mal wieder Theo. Er hat alle Bobby-Cars ausprobiert, wobei ihm zum Entsetzen von Sigrid der Rosafarbene mit Prinzessin-Lilly-Fee-Verzierungen am besten gefallen hat!!! Anschließend war der Kett-Car-Fuhrpark dran, weiter gings mit den Fitnessgeräten, an denen er aber Gott-sei-Dank schnell gescheitert ist und auch aufgegeben hat. Abschluß war eine Hängematte, die er zusammen mit Michel und Paula einem Härtetest unterzog. Zur Freude des Personals… Es ist natürlich auch nicht beim Ölkauf geblieben. Mehr verrate ich jetzt aber nicht, ansonsten gibt das sicher Ärger 😉 Von den Meenzern hab ich ja gehört, dass sich Ben mit seinen 3.5 Jahren sozusagen im Alleingang das Radfahrn beigebracht hat und nun die Verkehrsüberwachung im Wohnviertel übernommen hat! Jaja, bewegte Zeiten.

Am nächsten Tag haben wir dann aber das schöne Wetter ausgenutzt und – die Grillsaison 2010 eröffnet!! Mit T-Bone-Steak, Bratwürschtel, Lachsfilet und Dorade – ach ja, und Salat und Brot. Außerdem hat Ulla einen oberleckeren Träubleskuchen mitgebracht und es gab selbst zubereitetes Vanille- und Himbeereis, von der Unold-Eismaschine, die wir tags zuvor auch noch gekauft haben. (Apropos: wir hatten die Maschine schon am Vorabend eingeweiht mit einem leckeren, ziemlich kinderuntauglichen Curry-Eis! Da können sich übrigens, fällt mir grade ein, Sigrid und Sascha mit Ingrid austauschen, die ja mittlerweile auch leidenschaftlich gerne Eis mit ihrer Eismaschine selber zubereitet! Gelle?)

Beim Thema Grillen werde ich ja mittlerweile etwas nostalgisch und denke an Neuseeland zurück. Wenn die Jungs zurück kommen mit dem Eski, beladen voller frisch gefangener Fische, aus dem Meer vor der Haustür… Hach.

Und als Nachtrag: Im Blog 1xumrühren bitte gibt es immer wieder leckere Eisrezepte. Sehen auf alle Fälle immer gut aus und werden weitgehend ohne Eier gemacht. Aber ich habe ja keine Eismaschine…

Slow Food

Am Wochende war die Slowfood Messe in Stuttgart und wir waren auch wieder mit von der Partie. Ira, Oliver und Conny sind zu Besuch gekommen und schließlich haben wir uns noch mit Sora, Stephan, Kim, Thomas und Heinrich verabredet. Also ein richtiger Ausflug! Es ist natürlich unmöglich, hier gemeinsam zu Zehnt durchzuschlendern, doch wir haben uns ab und zu auf dem Grünstreifen zum Relaxen verabredet oder sind uns eben „zufällig“ in den Hallen begegnet. Die Messe ist ja mittlerweile so beliebt, dass man den Samstag meiden sollte. Teilweise ist das ein richtiges Geschiebe durch die Gänge. Ich denke Donnerstag abend oder Freitag sind die besseren Tage. Uns ist auch aufgefallen dass dieses Jahr zunehmend mehr Händler im Vergleich zu Produzenten vertreten waren, was wir alle schade fanden. Das war/ist eben das Besondere, dass man mit den Produzenten ein Schwätzchen halten kann, falls man möchte. Außerdem gibt es zunehmend Produkt“innovationen“ zu wirklich astronomischen Preisen, was ich dann schon fast als obszön empfinde, z.B. 40 g Schokolade mit Matchatee oder Goldplättchen oder was auch immer ab 6,- Euro aufwärts! Irre, oder?

Abends haben wir dann mit unseren Gästen die gekauften Schätze ausgebreitet und geschlemmt:

Weißer Speck von der Wollsau von der Metzgerei Grether aus Mühlheim (wobei ich den lardo colonnato besser finde, hab ich fest gestellt)

Vinschgauer Brettlspeck aus der Metzgerei Gruber & Telfser in Meran (bei den Südtirolern habe ich vor 2 Jahren als Hostess ehrenamtlich mitgeholfen)

Schwäbischer Thun, natürlich vom Schwäbisch-Hällischen Landschwein (Schweinefleisch das aussieht wie Thunfisch aus der Dose und auch ähnlich schmeckt. Das war ein richtiges Aha-Erlebnis.)

Grüne Tomatenkonfitüre, auch aus Heilbronn (seeehr lecker, zu Käse)

Confettura di Peperoni  (fruchtig-süss, passt auch gut zu Käse)

Apfelsenf von Tomski-Senf aus Rottal, ein sehr fruchtiger Senf von dem ich denke, dass er gut zu Dressings passen wird.

Kaisersenf von der Monschauer Ölmühle, ein klassischer Senf von einer tollen Senfmühle

Ein besonderer Aceto von Ira (dessen Name ich vergessen habe) und die Essigauslese du Chef von der Reutlinger Essigmanufaktur (hat auf der Messe jedenfalls gut geschmeckt)

Leberwurst (war sehr gut, ich weiss aber auch nicht mehr von wem die stammt)

Frischkäse mit Honig und Sesam (und diverse andere Käse)

Quittensekt von einem sehr interessanten Quitten-Rekultivierungsprojekt aus dem Heilbronner Unterland. Würde ich gerne mal besuchen – vielleicht lässt sich ja Inge dazu überreden???

Steirisches Kürbiskernöl von der Hartlieb Ölmühle (das ich immer kaufe, einfach gut)

Im Rhabarberkompott hab ich natürlich die Bourbon Vanille aus Madagaskar verwendet, die ich ja auch schon online bestellt habe.

Michel und mich hat darüber hinaus „Kälte-Rudi“ sehr beeindruckt, eine Eismaschine mit der man sich praktisch sofort selbständig machen kann. Außerdem sieht Kälte-Rudi so aus, als würde er ggfs. auch die Straße von Eis befreien. Und was mich sonst noch interessiert hat (man will oder kann ja nicht alles kaufen): vertjus von Tauberhase, das ist ein Saft aus grünen Trauben, vergleichbar mit Zitronensaft aber nicht ganz so bitter. So kann man die grünen Trauben, die ja zuhauf in den Weinbergen wegen Mengenkontingenten weggeschnitten werden, nun auch verwerten. Außerdem zum Thema Saatgut ein Händler, der gentechnikfrei arbeitet und vor allem alte Sorten im Programm hat. Falls man mal Gläser/Verschlüsse/Flaschen braucht, gibt es den Flaschenbauer, natürlich auch online. Und was mich zur Zeit sehr interessiert, ist das Thema Rhabarber. Denn außer Kompott und Kuchen habe ich bislang aus Rhabarber nichts gemacht, dabei mag ich ihn sehr. Auf der Messe war die Kelterei van Nahmen vertreten, die sortenreine Säfte. u.a. auch Rhabarbersaft anbieten (zu Wahnsinnspreisen übrigens), aber auch einige andere flüssige Produkte aus Rhabarber. Aber da muss ja noch mehr drin sein… Mal sehn. Wir haben übrigens irgendeinen der sortenreinen Apfelsäfte probiert, war gut, aber den Preis von fast 4 Euro pro Flasche fanden wir nicht gerechtfertigt.

Vorbeischauen will ich auch mal bei Feinwerk in der Senefelder Straße. Die haben keine Website, aber einen Laden im Westen („Fünf Freunde, die sich zusammen getan und einen Laden eröffnet haben.“ Mal nachschauen, ob das wirklich so einfach ist….). Online findet man sie unter den „Schätze des Westens“ versammelt hier.

Michel hat dieses Jahr F… und B… vermisst, aber hier kann man sie ja online besuchen, chérie!! Das war ein sehr schönes Wochenende – am Sonntag abend waren wir dann glücklich crocky.

Souvenir aus Takaka! Tschakatschaka.

Gestern haben wir Post bekommen aus Takaka! Wir haben schon gar nicht mehr dran geglaubt, aber dann habe ich tatsächlich unser Souvenir ausgepackt, das wir kurz vor unserer Abreise beim örtlichen Bone Carver noch in Auftrag gegeben haben – das Ha(a)sen-Signet von Michel.

Bone Carving hat bei den Maori eine lange Tradition und selbstverständlich sind Anhänger mit Maori-Zeichen ein beliebtes Mitbringsel aus Neuseeland – neben Strickereien aus Opossumwolle, Jadearbeiten oder Kiwis in allen Variationen. Der weithin bekannte Bone Carver aus Takaka, den wir für diese Idee ausgewählt haben, ist schwer zu beschreiben – vielleicht stellt ihr euch am am ehesten „Catweazle auf Dope“ vor. Leider war ich so beeindruckt und ehrfürchtig, als ich seinen Laden betrat, dass ich mich nicht getraut habe zu fragen, ob ich ein Foto machen darf. Ich glaube eh, dass er mir das nicht erlaubt hätte. „Böser Geist“. Er hat uns noch was von seinen Plantagen erzählt, die beim derzeitigen Regen so gut gedeihen und fand Michels Entwurf sehr „exciting“. So sehr dass ich schon wieder misstrauisch wurde. Trotzdem haben wir die 30 Dollar Anzahlung geleistet. Nach 2 Tagen bin ich dann zum Abholen zurück gekommen. Und wer hat den Laden geschlossen? Na super. Unsere Phantasien blühten seither was er mit der Anzahlung angestellt hat. Doch Suse und Roland sind dran geblieben!! Ihr seid unsere Helden – tausend Dank! Und vergib mir lieber Bone Carver, dass ich in Gedanken schon Vodoo-Puppen malträtiert habe.

Übrigens ist das Material kein Knochen, sondern wir haben ein tausende Jahre altes Holz ausgewählt. Glauben wir wenigstens….

Mäusealarm

Seit Ostern darf diese Maus in unserem Auto mitfahren. Luisa, unserer großartigen Tierretterin in der Familie, sei Dank!

Diese Maus ist mir auf alle Fälle 1000mal lieber als diejenige(n), die beim letzten Kälteeinbruch ihr Unwesen in unserem Keller getrieben hat. Übrigens haben wir sie auch mit Käsestückchen verwöhnt… Mit Erfolg.

Und: Grüsse an den Schutzengel bei Esther, Bleike & kids. Der darf schon viele viele Jahre mitfahrn und leistet wirklich tolle Arbeit!

Der beste Apfelkuchen der Welt

Es wird Zeit dass ich hier mal das Rezept von Michels legendärem Apfelkuchen poste. (Ira wird  jetzt vermutlich verdutzt auf dem Bild suchen … nach der Apfeltarte, gell? Nun, es gibt mittlerweile einen neuen Favoriten, den du noch nicht kennengelernt hast!)

Anlass war Liddas Geburtstag, das bedeutet wir sind mal wieder nach Hohenlohe gedüst! Wir waren nur eine kleine familiäre Runde am Kaffeetisch, gemütliches Plaudern und Schmatzen – und dann die Frage nach dem Rezept. Nichts macht eine Hausfrau glücklicher. Ihr hättet sehen sollen wie die weibliche Zuhörerschaft an Michels Lippen hing. Barbara, Christiane, Irmgard und Lidda – allesamt jenseits der 65, gestandene Frauen vom Land, und jede sicher schon Hunderte von Apfelkuchen gebacken – und jetzt kommt dieser Wuschelkopf daher, der aussieht wie ein griechischer  Frauenversteher!! „Puderzucker für den Mürbteig?“ Was? „Kein Eiweiß?“ Ach. „Mindestens 1 Stunde ruhen lassen?“ Hmmm. Und als er dann über den entscheidenden Punkt referierte, seiner Wurftechnik beim Mürbteigkneten, haben die Frauen glaub ich definitiv innerlich aufgegeben, jemals so einen tollen Apfelkuchen hinzukriegen.

Hier nun das Rezept: Weiterlesen

Fränkischer Wirbelsturm weitergezogen

Der fränkische Wirbelsturm mit dem ungewöhnlichen Namen „Paula & Theo“ ist nun, nachdem er in Stuttgart für etwa 24 Stunden gewütet hat, weitergezogen in nordöstliche Richtung. Vor allem die S- und U-Bahnen in der Stadt waren stundenlang extremsten Kinderbedingungen ausgesetzt. Das Urteil am Ende des Tages war jedoch eindeutig: „Zacke ischs beschte!“ Selbst ein Architekturbüro in Untertürkheim wurde kurzzeitig vom Sturm heimgesucht. Nach Augenzeugenberichten hinterliess er hier keine bleibende Spur der Verwüstung – diesmal.

Für die Region Nürnberg-Erlangen gilt seit den Nachmittagstunden inzwischen schwere Sturmwarnung, Katastrophenalarm wurde allerdings noch nicht ausgelöst. Besonders besorgt sind die Bewohner im Stadtgebiet von Erlangen. Es liegen unbestätigte Berichte über Spielzeug, das durch die Luft fliegt, ja sogar zerbrochene Teller und herausgerissene Kinderhaare vor.

In Stuttgart ist indessen wieder Ruhe eingekehrt, die Bewohner sind noch immer mit den Aufräumarbeiten beschäftigt, die vermutlich Tage andauern werden. Sie werden sich heute abend auf der Couch beim Fussballspiel FC Bayern – Barcelona und Bier (hoffentlich) erholen.