Archiv für den Monat: Dezember 2010

Lasst es krachen!

Und nicht nur an Silvester, sondern auch im neuen Jahr 2011! Es soll einfach bunt, lebendig, schön werden!

Wir sind ja etwas wehmütig derzeit … unser Blog ist  nun 1 Jahr alt und wir haben über 200 Posts (!!) – Anlaß für das Schreiben war damals unsere Reise ans andere Ende der Welt, mit dem Bedürfnis Euch davon zu berichten, nicht nur hinterher in der Erinnerung, sondern sozusagen live. Ja, und vor einem Jahr sind wir in das Flugzeug nach Neuseeland gestiegen und wurden 32 Stunden später auf dem Flughafen von Nelson von Roland und Aiden begrüßt.

Heute verabschieden wir uns in den Kurzurlaub an den Starnberger See mit Thomas und Heinrich. Diesmal werden wir in München die Sektkorken knallen lassen. Auch das ist wunderschön! Doch ein bißchen bleibt die Sehnsucht nach der Ferne. Michel redet schon vom Beginn der Blue Codd Saison, und gestern ist er immer wieder auf Google Earth die Küste von Neuseeland abgesurft. Nun, was wären wir ohne Träume, gelle?

Neuer Mitbewohner!

Was war das für eine schöne Überraschung als wir am Montag Weihnachspost aus Harxheim bekommen haben! Und die Nora hat Michel, dem „besten Erdmännchenzeichner der Welt“ sogar noch ein besonderes Geschenk gemacht: einen neuen Mitbewohner! Das kleine vorwitzige Erdmännchen hat auch gleich die Umgebung erkundet. Weil es aber draußen bitterkalt war, hat es nun lieber ein Plätzchen neben den anderen Tieren gesucht und gefunden. Von da aus hat man einen prima Blick auf den Fernsehturm – und den Fernseher auch. Wir hoffen dass Nora dieses Plätzchen auch cool findet!

das ganze Leben ist ein Quiz

… und wir sind nur die Kandidaten.

Heute: „die Bäckereifachverkäuferin“

Ich also heute zum Bäcker. Leider hatte unser Lieblingsbäcker geschlossen. In alter Bäckertradition wird montags nicht gebacken.

Keine Laugenwecklich zum Frühstück.

Nachdem ich mich also zum Biosupermarkt begeben hatte, stand ich vor der üppigen Auswahl politisch korrekt gebackener Brötchen, bzw. das was Ökoterroristen dafür halten.

Meine Wahl viel wie folgt aus:

1 Mohnbrötchen

1 Pariser Brötchen „armes Frankreich“

1 „weiß ich schon nicht mehr“, nennen wir es „Klumpen“

1 Rosinenbrötchen – anders ausgedrückt,  Versuch über ein Rosinenbrötchen nach Eselsmühlenart.

Der Einkauf endete mit der Frage der Bäckereifachverkäuferin:

„Kann ich alles zusammen einpacken?“

Ich habe mir die junge Frau genau betrachtet. Die motorische Fähigkeiten schienen vorhanden,  also habe ich die Quizfrage mit einer Gegenfrage beantwortet und ihr gesagt, daß ich nicht genau wüßte, ob sie könnte, aber es gerne dürfte, wenn sie nur wolle.

Das war die falsche Antwort, so viel war klar. Ein einfaches „ja gerne“ hätte genügt.

Schon ein..“ich glaube schon, wenn Sie ein große Tüte nehmen“ wäre falsch gewesen.

Nun, der Kommunikationsbereitschaft bei den Eselsmühlenbäckereifachverkäuferinnen ist ja, so weit ich es zu beurteilen vermag,  nicht sehr hoch. Auf dem Rummelplatz der Soziologie sind sie die Spaßbremser. Die Backwaren, die da angeboten werden, sehen ja auch aus wie der Staatsschatz von Albanien und der besteht größtenteils aus Steinen. Die Kuchen, die  feilgeboten werden, verkörpern das gebackene schlechte Gewissen der Wohlstandsgesellschaft. Ein Premiumprodukt geknetet aus dem geistigen Nährboden des württembergischen Pietkong.

Die Backwaren sind so schwer, wie die Last des ständigen Gewissenskonflikts über das tägliche Scheitern den Genuss als etwas Gutes mit reinem Herzen anzunehmen.

Die Stimmung war dann auf dem gefühlten absoluten Nullpunkt und ich habe mich zügig vom Acker gemacht.

2. Weihnachtsfeiertag in Hohenlohe

Unsere Weihnachten war gemütlicher als erwartet. Dank der weißen Schneepracht auf dem 49. nördlichen Breitengrad und den damit verbundenen Straßenverhältnissen hatten sich unsere „social events“ (jenseits unserer 8 Patenkinder samt Anhang) auf ein Minimum reduziert. Wunderbar waren unsere Schneespaziergänge.

Unglaublich welche Last die Bäume nun tragen müssen – nachdem es mittlerweile klirrend kalt geworden ist. In der Nacht auf den 2. Weihnachtsfeiertage sind wir bei minus 18 Grad nachts rum gefahren. Prompt hat unser Auto am nächsten Tag uns seine Dienste versagt. Nix mit „Hart, härter, Franzose!“

Von diesem Haus träume ich übrigens (mit Inge), sollten es diese Breitengrade bleiben. Das alte Pfarrhaus in Eschelbach.

Auch unterm Cappler Kastanienbaum steht die Welt still.

Manchmal konnte man Land und Himmel kaum unterscheiden.

Ansonsten war Weihnachten à la campagne eigentlich wie immer: Verfressen, gemütlich, untermalt von viel Kinderlärm. Der Kracher dieses Jahr war als Michel beim Schmücken des Cappler Weihnachtsbaumes die Hörgeräte von Frieder aus einer Schachtel raus gezogen hat. Chapeau, Frieder! Gutes Versteck. Aber du hättest daran denken müssen, dass wir Dir 12 Monate später auf die Schliche kommen bzw. dann hättest du den Baum doch besser selbst geschmückt ;-)) Und abends waren wir dann noch Kegeln mit ein paar Freunden bevor wir uns auf den eisglatten Weg ins ferne Stuttgart gemacht haben.

Aus aktuellem Anlass

Der arme Weihnachtsmann kämpft sich hier vergeblich durch die Schneemassen. Seit gestern schneit es ohne Unterlass – und die Welt steht nahezu still. Friedlich und bedrohlich zugleich.

Meine Güte, und die vielen Geschenke, die jetzt in irgendwelchen Paketzentren rumliegen. Ich weiß dank Internet auch ganz genau, an welchem Punkt der Logistikkette und welchem Ort Marcos LegoTechnic Bausatz liegt! Aber er hat  ein ganz tolles Bild gemalt bekommen samt der Geschichte wie der Schlitten des Weihnachtsmanns versagt hat. Ein bißchen hat ihn das ja getröstet (die neue Carrera Autobahn aber noch mehr….)

Viel Baum zu Weihnachten

Dieses Jahr ist unser Weihnachtsbaum mal echt breiter wie hoch, gefühlte 2 Meter in der Horizontalen !! Im Wohnzimmer aus dem Netz befreit, hat er sich richtig breit gemacht. Wohnfläche ist nun merklich kleiner , aber wir haben dafür fast unseren ganzen Weihnachtsschmuck angebracht.
Fröhliche Weihnachten!

Fröhliche Weihnachten

Wir leben hier im völligen Vodoo – zwischen buntem Geschenkpapier und Bändchen, Geschenkebergen,  Zimtsternteig, Weihnachtspost und Listen über Listen… Außerdem sende ich inständig Stoßgebete, dass der Weihnachsmann, nee Quatsch Hermes doch noch das letzte Amazon-Päckchen (heute nacht) ausliefert, sonst gibt es morgen abend traurige Kinderaugen. Das mag ich mir gar nicht ausmalen.

Der ganz normale Wahnsinn eben.

In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten!