Archiv für den Monat: Januar 2010

Wuff, wuff!

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Nachdem gestern Unwetter angekündigt war, haben wir ja praktisch gar nichts geplant , sondern uns auf ein häusliches Zusammensein eingerichtet (wieso eigentlich??!!) Nun ja, es wurde dann doch ein ziemlich sonniger Tag (natürlich!). Es gab dennoch eher ein Relax-Programm: morgens bummeln in Takaka, am Strand rumlaufen und dann rumköcheln, weil wir zum Kaffee und Abendessen bei Götz und Sabine eingeladen waren und Kuchen und Salat als Mitbringsel mitbringen wollten. Die beiden sind ein sehr nettes Paar aus Deutschland, die vor 4 Monaten mit ihrem damals fünf Monate Sohn hierher gekommen sind (davor aber mit ihm bereits schon drei Monate auf dem Globus unterwegs waren!!) und hier auch – in der Golden Bay – bleiben wollen.

Seit ein paar Tagen haben die beiden auch eine Wwooferin. Kennt das jemand von Euch? Ich bislang nicht, ist aber hier in Neuseeland sehr populär. Das ist vergleichbar mit Praktikanten in Deutschland, nur zu noch eher schlechteren Konditionen. Als Wwoofer bekommt man tage-, wochen-, monateweise (je nach Gusto) Kost und Logis. Dafür stellt man für ein paar Stunden am Tage seine Arbeitskraft zur Verfügung. Manchmal gibts auch etwas Taschengeld, meist aber eher nicht. Die Wwoferin von Götz und Sabine, eine süsse 19-jährige aus Deutschland, ist mehr oder weniger nur auf der Durchreise und wird nur 2 Wochen da sein bevor sie weiter reist. Ein Wwofer wohnt typischerweise im „Sleepout“, auch das ganz typisch hier. Das ist praktisch eine Garage mit Fenstern neben dem Haus (so schlafen wir hier ja auch gerade) – so wie auf dem Foto.

Übrigens gibt es das Konzept der Wwoofer auch in Deutschland. Also falls der eine oder andere Bedarf hat? Suse träumt auch schon davon, bald Wwofer zu haben bzw. zu beschäftigen und sie im – noch zu beschaffenden – Caravan nächtigen zu lassen.

Seperation Point

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Am „Seperation Point“ trennt sich nicht etwa die Spreu vom Weizen, obwohl nur ein Teil der gestrigen Wandertruppe dieses Ziel erreicht hat, sondern hier wird die  Grenze zwischen der Golden Bay und der Tasman Bay über einen Leuchtturm markiert.

Die Aussicht ist bei gutem Wetter geradezu atemberaubend und die Fauna an der felsigen Küste ist auch schon anderen Wanderen aufgefallen. Aiden und ich haben hier auch zwei junge Seehunde beobachet, die sich zwischen den Felsen getummelt haben. Auf den vorgelagerten Felsen gab es noch einige Kormorane zu sehen und ein zwei Gannets sind auch vorbei geflogen.

Abel Tasman Walk

Laut Wettervorhersage sollte dieser Tag ja verregnet werden – aber diese Vorhersagen in Neuseeland sind wirklich ein Kapitel für sich! Es war ein strahlend schöner Tag. So haben Michel, Aiden und ich beschlossen, eine Etappe des berühmten Abel Tasman Track von Totoranui zum Separation Point zu wandern. Michel war wie immer verantwortlich für die Schnittchen, Aiden war unser Navigator und ich für die Reportage.

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Der Track ist wirklich wunderschön. Man läuft an der Küstenlinie entlang, manchmal im Wald, manchmal über den Strand und das Kilometer über Kilometer, auf und ab. Der Lärm der Zikaden war unglaublich, manchmal musste man wirklich lauter reden, um sich gut zu verstehen. Die letzten Kilometer sind Michel und Aiden dann alleine gelaufen und haben natürlich den Höhepunkt der Tour erlebt: Ein Seehundepaar, das miteinander gespielt hat. Aber die beiden Oystercatcher auf dem Foto, die ihr Junges beschützen, find ich auch bezaubernd!! Ein Oystercatcherpärchen bleibt übrigens, einmal gefunden, für immer zusammen und beschützt den Nachwuchs lautstark wie wir selber erlebt haben.

Auf dem Rückweg zog dann die schwarze Wolkenfront bedrohlich auf – und 10 Meter vor unserem Auto ging es los. Das war eine echte Punktlandung. Zurück gekommen stand Roland bereits am Herd und kochte Ratatouille-Gemüse. Für die müden Wanderer gab es noch eine Extra-Portion Kohlendydrate dazu in Form von Nudeln. Und jetzt läuten wir den Abend ein: hören via Youtube Den Tankerkönig (die Älteren unter Euch werden sich erinnern 😉 von Hannes Wader, futtern sinnlos Schokolade und machen andren Kruscht.

Wir sind wieder da!

Und dies nicht nur in Takaka, sondern auch in der (Internet-) Welt. Yippeayayeah!!

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Michel und ich haben diese Woche sehr genossen, auch wenn sie viel zu kurz und das Wetter ziemlich bescheiden war, was teilweise unsere Pläne durcheinander gebracht hat. Aber sei es drum, es war dennoch schön. Ich hab mich noch gar nicht recht entschieden was ich Euch berichten soll, weil ich auch lieber aus der Gegenwart berichte denn aus der Vergangenheit…. Mal sehn, vielleicht bringen wir ja ab und zu einen Schnipsel, je nachdem wieviel Muse wir dazu haben.

Aber wir haben mal über unsere persönlichen Highlights dieser letzten Woche nachgedacht und wir sind uns relativ einig:

  1. Königsalbatrosse fliegen sehen auf der Otago Peninsula – nur selber fliegen ist schöner!
  2. Queens Charlotte Track laufen in den Marlborough Sounds, auch wenn es nur eine von fünf Etappen war.
  3. Der Walk zu den Seerobben und Pinguinen in der Sandfly Bay (aber nicht der Weg zurück!!!)
  4. Die Stadt Dunedin – tatsächlich überraschend schottisch!
  5. Die Fahrt zwischen Blenheim und Christchurch auf dem Motorway 1 entlang der pazifischen Küste.

Mehr davon, vielleicht später. Jetzt gibt  es Abendessen. Roland grillt, ich hab einen Couscous-Salat gemacht, Michel mal wieder die oberleckeren Dips beigetragen und Saskia, die Gast ist, bringt frische Erdbeeren aus ihrem Garten mit.

OFFLINE am Ende der Welt

Hallo friends! Ich schreibe hier aus der Bibliothek in Takaka, weil dies derzeit unsere einzige Onlineverbindung in die weite Welt ist. Aber nun versteht ihr sicherlich, warum wir hier nicht weiter schreiben koennen bzw. Eure emails beantworten. Roland macht derweil seinen Service Provider mit Zuckerbrot und Peitsche rund (Bi und Scho duerften da wohl Tipps geben koennen?!!), aber wir haben keine Ahnung wann wir wieder on air sind. Nach einer Nacht, in der sich der Himmel weit weit geoeffnet hat fuer viel viel Regen und wir in unserem Sleepout fast weggeschwemmt worden sind, kommt nun wieder die Sonne durch. Und nach diesem kurzen Trip heute nach Takaka, fahren wir anschliessend zu den Takaka Springs, die groesste Suesswasserquelle Neuseelands – oder sogar der suedlichen Hemisphare?? See you later!!! Jetzt mach ich mal Schluss weil hier schon lauter Leute um mich rum mit den Fuessen scharen.

Dann mal tschüss!

So Leute, während die Truppe Karten spielt, leite ich hier schon mal die Blog-Pause ein, für eine Woche.

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Wie gesagt, wechseln Monsieur Haase und ich auf die Straße und fahren die Ostküste runter. Erstmal zum Wandern in die Marlborough Sounds, dort haben wir hier in Picton schon ein Backpacker Bett. Dann wollen wir auf alle Fälle nach Kaitoura zum Whale Watching, dann irgendwie übers Hinterland nach Christchurch und weiter übers Hinterland dann nach Dunedin. Irgendwie so.

Übrigens war der heutige fishing day eine Katastrophe für die Jungs: nix, absolut nix gefangen am Separation Point. Frustriert sind sie dann zum Rock Fishing gefahren, um nur Kleinkram zu angeln, den sie dann wieder zurück geworfen haben. Die einzige gute Nachricht ist, dass der Köder von Michel noch da ist!

Bis bald, friends! So long and thanks for all the fish.

Strandtag in Takaka

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Heute bin ja blog-mässig echt sehr produktiv, aber das liegt daran dass ich mich entschieden habe, nicht mit den Jungs fischen zu gehen. Ich hab das Gefühl, das wird da draußen am Separation Point ein langer, zäher Anglertag. Nicht zuletzt weil Michel unbedingt einen kingfish fangen will (er hat ja bereits den Köder dafür), aber dazu braucht man neben Können und Austattung auch Glück – oder umgekehrt. Außerdem reisst mich die Diskussion um den kingfish emotional nicht so mit… scheint eine Männersache zusein. Suse und Ines sind bei ihrem Filzkurs, auf den ich (durchaus gerne) verzichtet habe.

Ich bleibe also mit Amy zuhause bzw. gehe nachher mit ihr und dem Buch von Bi und Scho (schon fast die Hälfte gelesen!) zum Strand. Außerdem hab ich versprochen, was zum Abendessen zu machen, wobei das auch ein bisschen davon abhängt, was jetzt die Jungs nach Hause bringen. Hmmmm….

Rawhiti Cave II

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Der Weg durch den Farnwald war schon sehr bezaubernd, aber der Abstieg in die Tropfsteinhöhle, deren Eingang man nach einer nicht zu unterschätzenden Kraxelei erreicht, ist geradezu atemberaubend.

Natürlich sind Aiden und ich so weit vorgedrungen wie es uns erlaubt war und das bedeutet in Neuseesland – sehr weit.

Erst kurz bevor sich ein dunkler, unergründlicher Abgrund auftut, der noch dazu  senkrecht abstürzt und in der ewigen Dunkelheit des Erdinneren verschwindet, endet der offizielle Track.

Wer weiß, wenn wir eine Taschenlampe und ein Seil dabei gehabt hätten, vielleicht wären wir noch tiefer in die Höhle eingedrungen.

Rawhiti Cave

Vom gestrigen Tag haben wir noch gar nichts berichtet, oder? Nachdem wir am Vormittag alles gefixt haben für unsere Tour, die morgen losgeht, sind wir gen Mittag mal wieder Wandern gegangen – wobei Suse zu ihrem Sargflechten-Kurs (ja, echt wahr!!) gegangen ist und Ines sich um ihr Pferd gekümmert hat. Der Rest samt Amy also los – zum Rawhiti Cave.

Rawhiti

Als Foto hab ich aber eine Aufnahme vom Weg dahin für Euch gewählt, weil ich diesen Farnwald sehr sehr beeindruckend finde.

Auf dem Weg zurück haben wir dann schon mal Köder eingekauft für den heutigen fishing day. Michel hat sich gemäß seinem Motto „Gute Ausstattung ist die halbe Miete“ irgendso ein super shimano blubberblab Teil gekauft – sieht aus wie ein orangener Fisch der blinkt und glitzert (Ihr kennt ihn ja. Da fällt mir ein: ich hätte unbedingt ein Foto von diesem Ding machen sollen, denn irgendso ein Fisch ist heute bestimmt schlauer als er!!). Nun ja, vielleicht schafft er es dann noch mit seinem Fang in die „Nelson Daily“. We will see…

Abends haben wir dann gekocht: Michel die Vorspeise mit einem Avocado-Dip und einem Lachs-Dip, Roland ein Gulasch mit Gemüse und Aiden und ich haben Erdnuss-Kekse gebacken, um die Eiweiße der letzten Tage zu verwerten. Alles superlecker! Zum Schluss haben wir Karten gespielt bis in die Puppen.