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Alte und neue Welt

Roland war da und wir haben wunderbare anderthalb Tage miteinander verbracht. Zum Schluß habe ich ihn zum Bahnhof gefahren – ein seltsam irreales Gefühl, dass er bald in den Flieger Richtung Neuseeland steigt, währenddessen Michel nach UT ins Büro strampelt. Anyway.

Als ich nach Hause zurückkomme, sammle ich die Weinflaschen ein, sozusagen die letzten Reste unserer genussvollen Abende. Darunter ein wunderbarer Sauvigon Blanc aus Spanien namens SANZ, den Roland in der Stuttgarter Markthalle erstanden hat – neben 1 kg Rindersteak für 3! Übrigens kann man diesen oberleckeren Wein auch online bestellen beim Rioja-Spezialisten.

Mittlerweile haben wir auch Rolands Lieblings-Neuseeländer gefunden beim Omega Sorg in Wangen: einen „Cloudy Bay“ aus den Marlborough Sounds. Er war als Wein für den Fuffy gedacht, nun wartet er im Kühlschrank noch auf eine nette Gelegenheit! Auch diesen Wein kann man online beziehen, z.B.  hier.

United colours

Wir kommen aus diesem Laden unter einer Stunde nicht raus – und da leidet Michel dann schon: Der Boesner in Leinfelden-Echterdingen. Dort gibt es alles fürs Künstlerherz – jede Menge, in bester Qualität, zu wirklich fairen Preisen. Hier haben wir heute Luisa Geburtstagsgeschenk erstanden (und hoffen, bald eine Zeichnung von ihr hier zu sehen!) und Michel hat sich neue Aquarellfarben zugelegt. Er hat noch vieles anderes in den Einkaufskorb gelegt – um es alles wieder raus zu nehmen. Hach, ein Königreich für ein eigenes kleines Atelier.

These Boots Are Made For Walkin

In Buis les Baronnies, der heimlichen Hauptstadt der French Freaks, home of the Hippies,  gibt es doch tatsächlich einen Laden, der noch handgefertigte Stiefel verkauft.

Ich mußte sofort daran denken, wie die Truppe damals nach Aix en Provence gefahren ist um Rolands Bruder einen Besuch abzustatten.

Die Jungs und Mädels kamen alle sämtlich mit Stiefeln an den Füßen zurück. Die waren damals ein absolutes Muß. Ich glaube man hat sie  sogar barfuß angezogen.

Ich bin nicht dabei gewesen – leider, und weiß heute gar nicht mehr warum.

Gerne hätte ich auch solche coolen Treter gehabt, die waren Kult.

Ich habe mir später dann so Gesundheitstreter gekauft. Solche, wo man mit der Ferse tiefer steht als mit den Zehen. Das sei gesund, weil doch der Fuß im Sand hinten tiefer einsinkt als vorne. Man geht da also tendenziell immer etwas bergauf, was irgenwie auch anstrengt. Ein Schuh mit Philosophie also. Irgend so ein Hopi-Indianergesabbel war bei der Marketingstrategie der Schuhverkäufer auch noch mit dabei. Die Schlappen gibt es aber immer noch (roots).

Die hangefertigten Stiefel aus der Provence, die man sicher erst noch 8 Wochen lang einlaufen muß,  sind dagegen einfach nur „arschcool“.

Vielleicht hat ja das Paar von Roland bei seiner guten Pflege die Jahre überlebt.

Oi Ronde!!

So sieht das in etwa aus, eine typische samstägliche Einkaufstour, natürlich durch den Stuttgarter Westen. Diesmal sind Thomas und ich auf Tour mit den Rädern.

Erst der Wochenmarkt auf dem Bismarckplatz, sehr klein aber gemütlich. Außerdem gibt es dort -endlich- einen sehr guten Käsestand. Den Olivenhändler lasse ich links liegen – und hoffe darauf dass Michel Oliven vom Oliven-Peter aus Öhringen mitbringt. Dann gehts ab zu unserem Bermuda-Dreieck: erst das „Grüne Eck“, mittlerweile der Gemüsehändler No. 1 unseres Vertrauens. Hier bekommt man wirklich immer 1a Ware -weniger Bio aber dafür umso mehr regional. Gleich daneben der Superbäcker „Bosch“ und schließlich die „schweren Sachen“ im Biosupermarkt. Auf dem Nachhauseweg noch einen kurzen Abstecher bei unserem Metzger „Sum“ – übrigens kein Chinese!

Mit den E-Bikes war das übrigens echt easy.

Kulinarische Rätsel

Ich komme ja nicht aus dem Frischeparadies Stuttgart raus, ohne mindestens ein mir unbekanntes „Lebensmittel“ zu kaufen. (Ira, waren wir da jetzt eigentlich schon mal zusammen drin?! Anscheinend kaufen da ja die Sterneköche und solche, die es werden wollen, ein.)

Heute sind es vier (!) – nur das Wasabipulver kenne ich bereits, aber es macht sich gut auf dem Foto und außerdem brauche ich dieses Produkt tatsächlich heute abend. Den Paprika aus „Murcia“ hab ich nur gekauft weil mir die Dose so gut gefällt. Vielleicht auch, weil damit wieder etwas Spanien – und damit schöne Urlaubserinnerungen – in der Küche stehen. Was die „Salsa Mojo“ auf sich hat, löse ich ein andermal auf 😉 Bei den Kokosstreifen bin ich schwach geworden, weil ich sie probiert habe. Hmmmm…. Ach, diese fiesen Marketingtricks!! Warum bin ich eigentlich nochmal ins Frischeparadies gefahren??

Grillsaison eröffnet!

Was macht man an einem wunderschönen Frühlingssamstag in Erlangen, wenn die Sonne lacht, die Vögel zwitschern und die Natur einen einfach nur freundlich anstrahlt? Man fährt zum Stadler nach Fürth (Deutschlands größtem Zweirad-Center“)  und checkt mal, was man so alles brauchen könnte für die neue Zweiradsaison. Der Auslöser war, wenn ich mich noch recht entsinne, dass Sascha irgendein Wartungsöl brauchte oder so… Ist ja eigentlich auch wurscht. Machen wir also zu sechst einen Ausflug!

Ich würde sagen, dass wir gefühlte 5 Stunden da drin waren. Und natürlich nicht alleine. Ich glaube, am meisten Spaß hatte mal wieder Theo. Er hat alle Bobby-Cars ausprobiert, wobei ihm zum Entsetzen von Sigrid der Rosafarbene mit Prinzessin-Lilly-Fee-Verzierungen am besten gefallen hat!!! Anschließend war der Kett-Car-Fuhrpark dran, weiter gings mit den Fitnessgeräten, an denen er aber Gott-sei-Dank schnell gescheitert ist und auch aufgegeben hat. Abschluß war eine Hängematte, die er zusammen mit Michel und Paula einem Härtetest unterzog. Zur Freude des Personals… Es ist natürlich auch nicht beim Ölkauf geblieben. Mehr verrate ich jetzt aber nicht, ansonsten gibt das sicher Ärger 😉 Von den Meenzern hab ich ja gehört, dass sich Ben mit seinen 3.5 Jahren sozusagen im Alleingang das Radfahrn beigebracht hat und nun die Verkehrsüberwachung im Wohnviertel übernommen hat! Jaja, bewegte Zeiten.

Am nächsten Tag haben wir dann aber das schöne Wetter ausgenutzt und – die Grillsaison 2010 eröffnet!! Mit T-Bone-Steak, Bratwürschtel, Lachsfilet und Dorade – ach ja, und Salat und Brot. Außerdem hat Ulla einen oberleckeren Träubleskuchen mitgebracht und es gab selbst zubereitetes Vanille- und Himbeereis, von der Unold-Eismaschine, die wir tags zuvor auch noch gekauft haben. (Apropos: wir hatten die Maschine schon am Vorabend eingeweiht mit einem leckeren, ziemlich kinderuntauglichen Curry-Eis! Da können sich übrigens, fällt mir grade ein, Sigrid und Sascha mit Ingrid austauschen, die ja mittlerweile auch leidenschaftlich gerne Eis mit ihrer Eismaschine selber zubereitet! Gelle?)

Beim Thema Grillen werde ich ja mittlerweile etwas nostalgisch und denke an Neuseeland zurück. Wenn die Jungs zurück kommen mit dem Eski, beladen voller frisch gefangener Fische, aus dem Meer vor der Haustür… Hach.

Und als Nachtrag: Im Blog 1xumrühren bitte gibt es immer wieder leckere Eisrezepte. Sehen auf alle Fälle immer gut aus und werden weitgehend ohne Eier gemacht. Aber ich habe ja keine Eismaschine…

Souvenir aus Takaka! Tschakatschaka.

Gestern haben wir Post bekommen aus Takaka! Wir haben schon gar nicht mehr dran geglaubt, aber dann habe ich tatsächlich unser Souvenir ausgepackt, das wir kurz vor unserer Abreise beim örtlichen Bone Carver noch in Auftrag gegeben haben – das Ha(a)sen-Signet von Michel.

Bone Carving hat bei den Maori eine lange Tradition und selbstverständlich sind Anhänger mit Maori-Zeichen ein beliebtes Mitbringsel aus Neuseeland – neben Strickereien aus Opossumwolle, Jadearbeiten oder Kiwis in allen Variationen. Der weithin bekannte Bone Carver aus Takaka, den wir für diese Idee ausgewählt haben, ist schwer zu beschreiben – vielleicht stellt ihr euch am am ehesten „Catweazle auf Dope“ vor. Leider war ich so beeindruckt und ehrfürchtig, als ich seinen Laden betrat, dass ich mich nicht getraut habe zu fragen, ob ich ein Foto machen darf. Ich glaube eh, dass er mir das nicht erlaubt hätte. „Böser Geist“. Er hat uns noch was von seinen Plantagen erzählt, die beim derzeitigen Regen so gut gedeihen und fand Michels Entwurf sehr „exciting“. So sehr dass ich schon wieder misstrauisch wurde. Trotzdem haben wir die 30 Dollar Anzahlung geleistet. Nach 2 Tagen bin ich dann zum Abholen zurück gekommen. Und wer hat den Laden geschlossen? Na super. Unsere Phantasien blühten seither was er mit der Anzahlung angestellt hat. Doch Suse und Roland sind dran geblieben!! Ihr seid unsere Helden – tausend Dank! Und vergib mir lieber Bone Carver, dass ich in Gedanken schon Vodoo-Puppen malträtiert habe.

Übrigens ist das Material kein Knochen, sondern wir haben ein tausende Jahre altes Holz ausgewählt. Glauben wir wenigstens….

Mit Inge im Jagsttal

Gestern bin ich mit Inge im Jagsttal rumgefahren, um schöne Dinge (ich meine materielle) zu entdecken. Das sind meist kleine Läden oder besondere Handwerker. Ich müsste eigentlich für solche Touren mit Inge einen eigenen Begriff finden – sowie „Petersenreisen“, das heisst reisen indem man möglichst wenig seine eigenen Füsse benutzt, sondern einen fahrbaren Untersatz benutzt. Bevorzugt das eigene Auto, gerne aber auch alles, was das jeweilige Stadtmarketing anbietet wie Kutschen, kleine (Bummel-) Züge, Boote etc.

Zunächst waren wir in Widdern (das ist dieser kleine Ort, der direkt unter der großen Jagsttal-Autobahnbrücke liegt) im Fabrikverkauf der Weberei Kaiser auf der (erfolgreichen) Suche nach schönen Stoffen. )Was wir das nächste Mal unbedingt machen wollen, ist den dortigen Puppendoktor zu besuchen.) Irgendwie  scheint dieser Lärm, der diesen Ort beständig umtost, die Menschen kreativ zu machen.

Unser nächste Station war dann das idyllische Städtchen Möckmühl mit seinem mittelalterlichen Stadtkern. Dort sind wir „zufällig“ in einem kleinen Antiquitätengeschäft hängengeblieben, der Korber Kiste, die im übrigen auch einen Restaurationsbetrieb haben. Ich habe mir dort einen kleinen Krauthobel erstanden (Suse, es gab auch einen großen Krauthobel!!!!) und Inge eine Deckenlampe und gusseiserne Wandprofile. Es macht Spaß dort zu Kruschteln, man sieht dass die Möbel und anderen Gegenstände vor allem aus Bauernhäuser kommen, was mir sehr gut gefällt. Unser eigentliches Ziel aber war die Gärtnerei Heckmann, um sich deren Altdeutschen Zementfliessenboden anzuschauen. Die Gärtnerei ist aber auch ansonsten ein schöne Adresse, neben den tollen Pflanzen kaufen die auch sehr nette Gadgets ein 😉 Und dann war der Tag auch schon wieder fast rum. Unterm Strich war die Ankunft in Stuttgart super getimt: genau in dem Moment als ich aus dem Auto gestiegen bin, ging ein Wahnsinns Schneeregen los. So ähnlich wie damals als wir mit Aiden von unserem Abel Tasman Trip „just in time“ zum Auto zurückgekommen sind. Nur war das damals kein Schneeregen sondern ein heftiger Sommerregen.

Happy Birthday, Fish ´n Chips!

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Die Fish ´n Chips werden 150 Jahre alt*! Mensch, da werden doch wieder Erinnerungen an Neuseeland wach und ich musste gleich unsere Lieblings-Fish-and-Chips-Bude in Takaka posten. Übrigens: mit einer Portion schluckt man anscheinend 1000 Kalorien runter.  Schluck!

Für alle die es nachkochen wollen, hier ein Rezept von Jamie Oliver.

* Was ich lustig finde: Es berichten eigentlich nur die deutschen Medien über den 150. Geburtstag. Wenn man dem englischen Wikipedia-Eintrag Glauben schenkt, dann gibt es die Fish ´n Chips seit 1858 oder 1863. Vermutlich hat da mal wieder SPIEGEL Online was geschrieben und alle anderen schreiben ab.

Takaka

Na, wie stellt ihr euch einen Ort namens Takaka vor? Das Foto hier sagt eigentlich alles aus – und zumindest ich hatte genauso ein Bild im Kopf: bunt, freakig, alternativ, Fusion, Urlaub halt.

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Takaka ist das zentrale Städtchen hier in der Golden Bay – danach kommt praktisch nix mehr – Nationalpark eben – und davor muss man erst einen großen Hügel überqueren.  Also geht man hier bummeln, einkaufen, in die Bar or whatelse, wenn man in der Golden Bay lebt. Übrigens gibt es hier eine große deutsche Community – jeder achte ist anscheinend deutsch!

Takaka ist wirklich mini-mini, die Main Street hat man in 10 Minuten abgelaufen, dahinter kommt eh wieder die Pampa. Und normalerweise sind diese 300 m sehr entspannt. Nur jetzt in der Hauptreisezeit ist das Städtchen geschäftiger. Die Leute, die hier leben wie die T.s, schimpfen, dass es nun so voll sei und man keinen Parkplatz mehr finde! Das ist echt schräg wie schnell man anscheinend solche Dinge relativiert.

Wir haben bislang quasi nur unsere Nasen an Schaufensterscheiben platt gedrückt, überlegt ob wir uns einen handgeschnitzten Maori-Anhänger machen lassen sollen, was der hiesige Friseur kostet (für Michel), ob ich mir nicht mal wieder (30 Jahre nach dem Poster-Shop in Heilbronn) ein handgebatiktes Oberteil kaufen soll und natürlich was die hiesigen Angelausrüster zu bieten haben.