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Erdmännchen-Nachwuchs!

Paula ist mal wieder in town, also war es höchste Zeit nach den Tieren in der Wilhelma zu schauen. Mit 25.000 anderen… Egal, denn einem Kind, das neuerdings auch noch Tierärztin als Berufswunsch äußert, kann man diesen Besuch nicht ausreden. Und um es gleich vorwegzunehmen, war natürlich der Nachwuchs das Beste. Zum einen die Erdmännchen, wobei man nach drei Monaten nicht mehr von Babies sprechen kann. Man muss echt zweimal hinsehen, um zu erkennen, welches die Kleinen sind. Ich finde, sie haben etwas „Babyspeck“, aber gucken tun sie schon wie die Großen. Gerade mal zwei Wochen alt ist das Giraffenbaby, aber es bewegt sich wohl noch nicht so gerne. Denn es hat sich einfach geweigert, aufzustehen, damit wir mal sehen, wie es in „voller Größe“ aussieht. Hier sieht man bessere Fotos vom „Kasper“, wie er genannt wird.

Am Ende haben wir dann die Wilhelma auch mit einem Giraffenbaby verlassen- erworben im Wilhelmashop. Clever machen die das… Jetzt muss ich Paula nur noch klar machen, dass diese Litanei wie „Ich hasse Ameisen!“ oder „Ich hasse Bienen!“ nicht zu einer Tierärztin passen. Aber alles zu hassen, ist halt grad auch „voll cool“ oder auch „voll krass“.

Ganz neu für mich war dieser Sudan-Hornrabe – sehr majestätisch stolzierte er im Gehege herum. Schön, und doch so traurig, mit nur noch einem Flügel.

Zum Abschluß noch eine Collage:

Nachtrag: Eine neue Adresse, die wir entdeckt haben, ist übrigens das DAV-Kletterzentrum in Stuttgart, irgendwo zwischen Fernsehturm und Haus des Waldes gelegen. Das ist eine professionelle Kletteranlage, wo sich auch wirklich Leute rumtreiben, die schweißgebadet irgendwo an der Wand hängen – und diverse Ächz-Laute ausstoßen. Sehr beeindruckend… Kinder können entweder -kostenlos- in einem eigenen Kletterbeich in der Halle rumkraxeln. Der ist aber ziemlich klein und damit für Kids wie Paula auch entsprechend schnell langweilig. Vor allem wenn man diese spannende Anlage vor der Nase hat.

Mit Erwachsenenbegleitung dürfen sie auch in den Boulderbereich oder – mit einem Erwachsenen, der sichern kann, auch an die großen Wände. Das kostet dann auch alles. Aber für kletterbegeisterte Kinder ist das wirklich mal eine gute  Adresse. Außerdem gibt es Kletterkurse für Kindern. Auch bestimmt toll.

Kahawai One Of The World’s Great Sportfish

8:00 Uhr Mittwoch morgen – 4 Grad, wolkenlos, windstill, ruhiges Meer einfach nur schoen – da das nun schon seit einigen Tagen so ist, und wohl auch noch so weitergeht UND der Maori-Fisch-Kalender exzellentes Fishing fuer heute vorraussagt, haelt mich mich nichts mehr. Das Boot ist „ready to go“ und um kurz vor 9:00 im Wasser (@Michel und Gudrun – Ihr wisst schon an dem kleinen Hafen out of Pohara).

Ich kann es (wieder ‚mal) nicht fassen wo ich bin, als ich mit ca. 15 knoten leise aus der Bucht gleite. Der dunkelblaue Himmel (ohne irgendein Woelkchen ueber mir), die Sonne, mit wahnsinns Lichtspiel auf dem Wasser, vor mir, duese ich an den satten gruenen Kuestenstreifen des AbelTasman entlang – Richtung (na klar) – SEPARATION POINT. Heute (es juckt mich so in den Fingern) – der Michel fehlt – wird ein neues Kapitel der Fisch-Geschichte aufgeschlagen.

Am Separation Point angekommen – (ich habe wieder ‚mal die Kamera vergessen – mensch!!!) begruesse ich zunaechst die vielen Pinguine, die schon alle vor mir da waren.Der Tag ist noch jung aber hier ist schon maechtig was los – zumindest die halbe See-Vogelwelt ist hier unterwegs. Ich sehe Shags, Reiher, Seemoeven, Albatrosse, Pinguine und andere Seevoegel – viele beim jagen und als ich ca. 4 km in Richtung Farewell Spit ‚raus fahre, sehe ich einen riesigen Bereich in dem viele Voegel schwimmen und jagen – das gibt den Eindruck dass hier womoeglich eine grosse Schule Kahawai unterwegs ist.

Also versuche ich mein Glueck, werfe 3 Angeln gleichzeitig und bin nach den ersten 5 ruhigen Minuten dann nur noch am roedeln. Der erste Kahawai ist ein riesen Kerl (63cm) und wie sich spaeter herausstellt 3kg+ schwer. Ich habe diesen gerade an Bord da reisst es an der 2. Angel – Kahawai No.2. Zwischendurch moechte noch eine stattliche bluecod (44cm) mitkommen ebenso eine recht gute Seaperch. danach 3  weitere Kahawais – 1h 20min sind vergangen, der Eski (australisch fuer Kuehlbox) ist gerammelt voll und ich beschliesse dass das fuer heute mehr als genug ist und denke – mensch das waere etwas fuer den Michel gewesen – da der Kahawai dem Kingfisch ziemlich nahe kommt (vom Aussehen und Fleisch) – great fishing. Die Australier nennen den Fisch Salmon-Trout – und ich habe den schon vor etlichen Jahren,  im Wilson Promontory National Park bei Melbourne gefangen. Ein toller Fisch.

Die Rueckfahrt (mittlerweile 18 Grad) ist ebenso farbenfroh und schoen wie der Morgen. Nachdem das Boot versorgt ist, geht es ans Bilder machen und dann daran die edlen Teile zu verarbeiten.

Ein Teil des Fangs wird (super reines Fleisch) gleich zu sushi verarbeitet, der andere Teil geht in meine kleine Raeucherkammer, wo die fillets mit (eigenen) Zitronen, gestossenem Pfeffer, braunem Zucker, Rosmarin (aus dem Garten) und etwas Salz auf Manuka-Holzspaehnen geraeuchert werden. Ein Prachtexemplar wird als ganzer Fisch eingefroren. Der Rest wird zu Filets (short panfry – medium rare is the choice) verarbeitet.

http://www.bishfish.co.nz/fishid/kahawai.htm

Der mit den Walen spricht

Walforscher

Da haben wir doch auf unserem spektakulären Flug Takaka – Wellington diesen netten Mitflieger an Bord gehabt, der uns von seiner Reise in die Antarktis erzählt hat, auf die er sich nun begibt – und uns zum Schluss „sein“ Schiff im Hafen von Wellington gezeigt hat… Ihr erinnert Euch? Ich fand das ja damals schon sehr spannend und sehr abenteuerlich.

Mensch, und heute poppt dann in SPIEGEL Online eine Nachricht über das erfolgreiche Ende einer 6-wöchigen Antarktis-Expedition auf. Hmmmm, zwei Minuten recherchiert und voilà – er ist es!! Jetzt kann man im Internet lesen wie er mit seinem Team die letzten sechs Wochen verbracht hat – im Vergleich zu uns hier in Stuttgart. Aber kalt war es hier auch!!!!

Mehr gibt es hier:

Homepage der Expedition

Da fahrn sie los

Das Schiff – die RV Tangaroa

Das Schiffstagebuch

Sandfly Beach

Diesen Beitrag wollte ich ja schon in Neuseeland schreiben – vor allem für Paula, mit der ich jedes Mal, wenn sie nach Stuttgart kommt in die Wilhelma gehe. Dann rennt sie sofort Richtung Pinguine – und würde am liebsten  den Rest des Tages dort verbringen. Sie freut sich bestimmt über diese Geschichte. Na, und jetzt hat sogar die Stuttgarter Zeitung einen Beitrag darüber geschrieben (oder als  pdf: Sandfly Beach). Da muss ich ja wohl jetzt auch….

Ja, wir haben sie während unserer Rundreise gesehen, Pinguine in der freien Wildbahn!!! Genauer gesagt, eigentlich nur einen – dafür aber einen Besonderen, nämlich einen Gelbaugenpinguin, von denen es nur noch ca. 4500 Tiere gibt. Und ihn auch ziemlich weit weg, weil wir (übrigens als Einzige, wir Deppen) seine Schutzzone an der Sandfly Beach respektiert haben. Und hier ist er nun, der kleine Racker:

Pinguin

Für diesen Pinguin haben wir ziemliche Anstrengungen unternommen – zumindest ich für meinen Teil werde diese tierisch anstrengende Wanderung über steile Sanddünen nicht so schnell vergessen. Aber alle Mühen haben sich gelohnt. Es war wirklich rührend zu beobachten wie der kleine Kerl sich auf den Weg nach oben macht, ab und zu hüpfend, wenn das Hindernis zu groß war. Wir konnten es kaum glauben, wie weit er sich nach oben bewegt . Selbst 2 Stunden später, als wir auch wieder auf dem Rückweg war, marschierte er immer noch. Immer weiter, immer weiter….

Hier auf diesem YouTube-Video sieht man das auch ganz gut. Also liebe Kiwis da unten: unbedingt aufs Programm nehmen, wenn ihr die Ostküste, genauer gesagt die Otago Peninsula bei Dunedin, besucht.

Katzenwäsche

Peety

Viele Tiere der Neuseeländischen Fauna lassen sich nur von der Ferne aus betrachten. Whalewatching und Pinguine sind nur vom Boot aus zu sehen. Um ein schönes Foto von einem fliegenden Albatross zu bekommen muß man lange ausharren und für eine gute Aufname braucht es viel Glück. Delphine sind auch etwas kamerascheu. Man kann zwar mit Delphinen schwimmen gehen, aber das kostet viel Geld und man wird nass. Einzig die faulen Robben am Strand kann man aus der Nähe betrachten und fotografieren. Es wird aber geraten genügend Abstand zu den meist männlichen Tieren zu halten. Denn wenn sie sich beroht fühlen können sie schnell „unwirsch“ werden und dann sind die auch schneller als man gemeinhin glaubt.

Wie gut also, daß die tierfreundliche Familie Toder hier einen kleinen Waxeye vor dem Zugriff einer Katze gerettet und aufgezogen hat.

Der kleine Kerl war sehr zutraulich und hat sich für alles und jeden interessiert.  Auf das Meiste hat er allerdings im wahrsten Sinnen des Wortes geschissen. Wenn er gefressen hatte , war er einem Bad nicht abgeneigt. Die anschließende Trocknung hat er sichtlich genossen. Jetzt, nachdem er zu Kräften gekommen ist, hat er sich einer Schar Spatzen angeschlossen und treibt sich wohl nach wie vor hier in den Büschen herum.

Von diesem Vogel, der auf den Namen „Peety“ getauft wurde, gibt es natürlich auch unzählige, gestochen scharfe und makrogenaue Fotos in allen Lebenslagen.

Wenn der König fliegt…

Copy of P1060603

Also, Leute, ich sags Euch, wenn man den Königsalbatros fliegen oder besser gleiten sieht, das ist der Hammer! Mir fehlen da eigentlich die Worte – und das Foto gibt auch nichts her, unsere doofe Lumix (gell Alex?!) wollte und wollte nicht fokussieren. Egal, das vergisst man nicht! So oder so.

Aber erstmal von vorn: Als wir zum Royal Albatros Center am 6. Tag unserer Rundreise auf Otago Peninsula kamen, war ja das Wetter superätzend. Dennoch haben wir die Königsalbatrosse-Tour gebucht und hatten zumindest die Gelegenheit 3 von den derzeit 18 bebrütenden Albatrosnestern sehen zu können – samt den Müttern drauf sitzend. Übrigens ist dies der einzige Orte auf der Welt, wo diese Vögel so nahe an der Zivilsation brüten! Doch leider, leider wollte keiner der Albatrosse fliegen während wir auf der Beobachtungshütte waren – es war zu wenig Wind. Wir haben dann den Erläuterungen der Mitarbeiter gelauscht und viel gelernt (z.B. daß sie als Baby so schwer werden so daß sie erstmal wieder auf Diät gesetzt werden müssen um auch nur ansatzweise fliegen zu lernen oder daß sie im zarten Kleinkindalter über 5 bis 6 Jahre nur fliegen – immer rund um den Globus – bis sie sich dann entschliessen zu „heiraten“ und Kinder zu bekommen). Und haben uns trösten lassen, dass die wenigsten Zuschauer die Albatrosse fliegen sehen. Leicht frustriert sind wir also irgendwann zurück zum Autoparkplatz. Ein letzter Blick zurück auf den Hügel und dann: da waren sie!! Man erkennt den König sofort, selbst auf 1 km Entfernung. Nun ja, bei 3 m Flügelspannweite auch kein Wunder! Es war wirklich ein unvergessliches Erlebnis, diese Vögel zu beobachten – und ich werde es auch nie vergessen! Das sind ab sofort meine Lieblinge unter den Vögeln!

Seperation Point

seperation point

Am „Seperation Point“ trennt sich nicht etwa die Spreu vom Weizen, obwohl nur ein Teil der gestrigen Wandertruppe dieses Ziel erreicht hat, sondern hier wird die  Grenze zwischen der Golden Bay und der Tasman Bay über einen Leuchtturm markiert.

Die Aussicht ist bei gutem Wetter geradezu atemberaubend und die Fauna an der felsigen Küste ist auch schon anderen Wanderen aufgefallen. Aiden und ich haben hier auch zwei junge Seehunde beobachet, die sich zwischen den Felsen getummelt haben. Auf den vorgelagerten Felsen gab es noch einige Kormorane zu sehen und ein zwei Gannets sind auch vorbei geflogen.

Abel Tasman Walk

Laut Wettervorhersage sollte dieser Tag ja verregnet werden – aber diese Vorhersagen in Neuseeland sind wirklich ein Kapitel für sich! Es war ein strahlend schöner Tag. So haben Michel, Aiden und ich beschlossen, eine Etappe des berühmten Abel Tasman Track von Totoranui zum Separation Point zu wandern. Michel war wie immer verantwortlich für die Schnittchen, Aiden war unser Navigator und ich für die Reportage.

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Der Track ist wirklich wunderschön. Man läuft an der Küstenlinie entlang, manchmal im Wald, manchmal über den Strand und das Kilometer über Kilometer, auf und ab. Der Lärm der Zikaden war unglaublich, manchmal musste man wirklich lauter reden, um sich gut zu verstehen. Die letzten Kilometer sind Michel und Aiden dann alleine gelaufen und haben natürlich den Höhepunkt der Tour erlebt: Ein Seehundepaar, das miteinander gespielt hat. Aber die beiden Oystercatcher auf dem Foto, die ihr Junges beschützen, find ich auch bezaubernd!! Ein Oystercatcherpärchen bleibt übrigens, einmal gefunden, für immer zusammen und beschützt den Nachwuchs lautstark wie wir selber erlebt haben.

Auf dem Rückweg zog dann die schwarze Wolkenfront bedrohlich auf – und 10 Meter vor unserem Auto ging es los. Das war eine echte Punktlandung. Zurück gekommen stand Roland bereits am Herd und kochte Ratatouille-Gemüse. Für die müden Wanderer gab es noch eine Extra-Portion Kohlendydrate dazu in Form von Nudeln. Und jetzt läuten wir den Abend ein: hören via Youtube Den Tankerkönig (die Älteren unter Euch werden sich erinnern 😉 von Hannes Wader, futtern sinnlos Schokolade und machen andren Kruscht.