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Sommer im Glas

Mit den beiden Künstlern Usch und Michel, die hier so wunderbar aktiv sind, kann ich künstlerisch gesehen nicht mithalten. Ich hab es eher mit dem guten alten Küchenhandwerk. Es wird also Zeit, Euch zu zeigen, was bei in der Küche los war: die Marmeladenzeit!!

Schwarze Johannisbeermarmelade ist ja mein Liebling (unter den Marmeladen, wobei das korrekterweise keine Marmeladen sind, sondern Konfitüren. Aber bei mir ist eben alles entweder Marmelade oder Gsälz – Punkt.) Die 3 Grazien oben sind entstanden aus den Früchten von Frieders Garten, ca. 1/3 rote und 2/3 schwarze Johannisbeeren. Diese Version hier habe ich gekocht samt Kernle und allem.

Bei denen unten im Foto habe ich ein Rezept verwendet, bei dem die Früchte mit etwas Wasser aufgekocht werden, bis sie platzen und dann den Saft auffangen bzw. auspressen. Das ist alles in allem eine ziemliche Sauerei, ergibt eine samtige Marmelade, wobei mir die Variante „mit was zwischen den Zähnen“ ein bisschen lieber ist. Beide haben ein Schubser Cassis bekommen, damit sie nicht so allein sind im Glas.

Die Bräschdlingsmarmelade habe ich schon probiert und finde sie saulecker!! Ich hab sie mit 2:1 gekocht und bin ausserdem einmal mit dem Pürierstab durch die Früchte. Nicht im Bild sind meine „Erdbeeren mit Rhabarber“ sowie die „Französische Erdbeermarmelade“.

Und die Arbeit des letzten Wochenendes seht ihr -ausschnittsweise- hier:

18 Gläser waren das! Ich hab sie klein geschnitten, 12 Stunden lang eingezuckert stehen lassen und dann mit 1:1 Zucker und Zitronensaft aufgekocht. Allerdings bin ich schwer am Überlegen, ob ich nochmal welche mache. Heute ist mir beim Telefonat mit Su eingefallen, dass ich ja unbedingt die Prozedur ihrer Mama bei der Aprikosenmarmelade ausprobieren möchte: nämlich nach dem Kochen die Früchte so lange rühren bis die Masse erkaltet ist. Das soll ganz besonders samtig lecker sein. Dieser Vergleichstest reizt mich schon sehr.

Pak Was? Choi!

Wenn wir bei Birgit und Schorsch waren, kömmen wir meist wieder mit irgendwas nach Hause. Früher waren das vor allem Bücher, und im Speziellen Krimis für meine vielen Lesestunden. Mittlerweile sind es eher Leckereien z.B. aus der Abo-Gemüsekiste. Jaja, das kann Fluch und Segen sein so eine Abo-Kiste, die zubereitet sein will in Wochenfrist. Diesmal haben wir Pak Choi mitgenommen und ich muss gestehen, dass ich dieses Grünzeug zum ersten Mal gekocht habe. Also musste ich erstmal Dr. Google befragen und bin bei „Lanz kocht“ bzw. C. Studer fündig geworden.

MOHN-LACHS

  • 4 Lachsfilets, mit Haut, à 160 g
  • 1/2 Zitrone
  • 1 Essl. Sojasauce, hell
  • 1 Ei
  • 100 Gramm Mohnsamen (oder Sesam)
  • 3 Essl. Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

PAK CHOI GEMÜSE

  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Essl. Ingwer
  • 200 Gramm Shiitake Pilze
  • 2 Karotten
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Stücke Pak Choi
  • 2 Essl. Sojasauce
  • 1/2 Limone
  • 3 Essl. Cashewnüsse, geröstet
  • Olivenöl
  • Salz

ZITRONENGRASBUTTER

  • 2 Stangen Zitronengras
  • 100 Gramm Butter, zimmerwarm
  • Fleur de Sel

Zubereitung

Mohn-Lachs:

Den Saft der Zitrone auspressen. Lachs mit Zitronensaft und Sojasauce marinieren, mit Salz und Pfeffer würzen. Eiweiß in einem tiefen Teller verquirlen. Fisch mit Hautseite in Eiweiß, dann auf Mohn geben und gut andrücken. In heißem Olivenöl auf jeder Seite circa drei Minuten braten. Ggfs. bei ca. 75 Grad im Backofen warm stellen.

 

Shiitake-Pak Choi Gemüse:

Den Saft der Limone auspressen. Knoblauch und Ingwer fein hacken und in Olivenöl andünsten. Shiitake vom Stamm befreien und dazu geben. Karotte, Frühlingszwiebeln und Pak Choi sehr fein schneiden. Fünf Minuten mitdünsten. Mit Sojasauce und Limonensaft ablöschen, salzen und mit gerösteten Cashewnüssen bestreuen.

 

Zitronengrasbutter:

Zitronengras putzen und sehr fein hacken. Die Butter schmelzen lassen und schaumig schlagen, das fein gehackte Zitronengras unterheben. Mit Fleur de Sel abschmecken.

Lachs auf dem Gemüse anrichten, dazu die Zitronengrasbutter servieren. Zum Schluss nach Belieben frischen Koriander darüber streuen.

Quelle: www.zdf.de, Lanz kocht, 23.10.09, Andreas C.Studer

Basta! Pasta.

Was macht man, wenn man dringend ein Pfund Ricotta vor dem Verfallsdatum retten will? Michel hat sich erbarmt und selbstgemachte Ravioli produziert. Ich habe das Rezept herausgesucht, moralischen Beistand geleistet und das geplante Abendprogramm immer weiter nach hinten verschoben –  aber das Ergebnis war so lecker, dass ich es unbedingt posten möchte.

Ravioli mit Ricotta à la Linster und Michele

Für den Nudelteig:

  • 300 GrammMehl (wir haben 00 Mehl von DeCecco genommen)
  • 3 Eier
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • Salz

Alles zu einem elastischen Nudelteig verkneten und mindestens 1 Stunde ruhen lassen.

Die Füllung war eine Kreation von Michel im Sinne von „alles was der Kühlschrank hergibt“, sich aber an Madame Linster orientiert:

  • 250 Gramm Ricotta (im Sieb abgetropft) mit einem Eigelb verrühren
  • Schale von einer halben Bio-Zitrone hinzugeben.
  • 1-2 getrocknete Tomaten fein schneiden und hinzugeben
  • außerdem 40 Gramm frisch geriebenen Parmesan
  • sowie etwas Salz, ein Hauch geriebener Muskat und Piment d’Espelette.
  • Zum Schluss etwas ganz fein geschnittenes Basilikum

Und im Weiteren zitiere ich Lea Linster:

Nun verarbeite ich den Teig mit der Nudelmaschine: und mit Gefühl! Ich rolle ihn immer weiter aus, bis ich zwei Bahnen habe, die sehr dünn sind. Dann lege ich ihn zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie, damit er mir nicht austrocknet.

Im Topf bringe ich Salzwasser zum Kochen und fülle inzwischen die Ravioli: Dafür nehme ich eine Bahn vom Nudelteig aus der Folie und messe mit einem runden Ravioli- Ausstecher aus, in welchem Abstand ich meine Füllung auf den Teig geben muss – er reicht für 24 Ravioli. Ich gebe dann jeweils einen guten Teelöffel von der Füllung pro Ravioli auf den Teig. Mit einem Küchenpinsel streiche ich einen Hauch Wasser um die Füllungen auf den Teig. Ich lege die zweite dünne Teigbahn darauf und steche meine Ravioli aus. Dann drücke ich bei jedem den Teig rundherum fest zusammen, damit mir die Ravioli beim Kochen nicht aufgehen und kein Wasser eindringen kann.

Als Beilage gab es in der Pfanne gerührten grünen Spargel mit ein paar Pinienkernen.

Quelle: http://www.brigitte.de/rezepte/rezepte/ravioli-mit-baerlauch-zitronen-sosse

Hilfe – Ein Virus!

Ja stimmt, ich bin ziemlich weit davon entfernt, einen Foodblog zu schreiben. Einfach, weil ich entweder vergesse, ein Foto zu machen oder – wie in diesem Fall – dann, wenn es im Grunde schon zu spät ist. Und so ist das Ergebnis eher bescheiden. Ganz abgesehen davon, dass unsere Funzeln hier nicht genügend Licht für ein Food-Foto abgeben und meine Kamera keine manuelle Belichtung kennt. Egal. Aber L E C K E R wars! Und deshalb poste ich Euch das Rezept. Dies ist übrigens das Erste, das wir aus dem Buch von Yotam Ottolenghi nachkochen. (Ja, genau Ira, wir sind nun auch vom Ottolenghi-Fieber angesteckt und haben das Kochbuch gekauft!!)

Das Gericht ist im arabischen Raum sehr bekannt: „Shakshuka“. Ein Rezept für die Alltagsküche, mit einem schönen Aroma. Offenbar geniessen die Araber das Gericht auch gerne zum Frühstück. Da bin ich mal gespannt, ob H+T das bestätigen können, wenn sie aus Tel Aviv zurück sind. Anscheinend gibt es in Jaffa nämlich sogar ein sehr bekanntes Restaurant, das nach diesem Namen benannt ist.

Shakshuka (für 4 Personen)

190 ml Olivenöl
2 große Zwiebeln, geschält und in Scheiben geschnitten
2 rote und 2 gelbe Paprika, entkernt und in Streifen geschnitten
4 TL Rohrzucker
2 Lorbeerblätter
6 Stängel Thymian, die Blättchen gehackt
2 EL glatte Petersilie, ebenfalls Blätter gehackt
2 EL frischer Koriander, Blätter gehackt
6 reife Tomaten, grob gehackt (wir haben die Haut abgezogen)
1/2 TL Safranfäden
1 Prise Cayennepfeffer
Salz und Pfeffer
Bis zu 250 ml Wasser
8 Freilandeier

In einem Topf den Kümmel bei großer Hitze zwei Minuten trocken rösten. Öl dazugeben und die Zwiebeln für zwei Minuten mitbraten. Paprika, Zucker, Lorbeerblätter, Thymian, Petersilie und zwei Esslöffel Koriander dazugeben und auf hoher Stufe braten, bis der Paprika eine schöne Farbe angenommen hat. Tomaten, Safran, Cayennepfeffer, Salz und Pfeffer dazu. Bei schwacher Hitze 15 Minuten köcheln, wenn nötig, mit Wasser aufgießen. Die Konsistenz soll der einer Pasta-Soße entsprechen. Eventuell nachwürzen – Shakshuka sollte stark und würzig schmecken.

Lorbeerblätter entfernen und nun das Gemüse am besten auf 4 ofenfeste Formen vorteilen, jeweils zwei kleine Kuhle gemacht und dort jeweils ein Ei hineingeschlagen. Ca. 15 min. im auf 200 Grad vorgeheizten Ofen und die Eier sind  perfekt – das Eiweiß gestockt, das Eigelb noch schön flüssig. Zum Abschluss wird alles mit frischem Koriander bestreut und serviert. (Bei 2 Personen kann man das Ganze auch in der Pfanne fertig machen, indem man 4 Lücken frei schiebt, die 4 Eier dort reingleiten lässt und bei sehr niedriger Temperatur ca. 10 Minuten garen lässt.)

Es ist ein wunderbares Rezept für einen Sommerabend. Man könnte sich dazu auch gut ein Couscous, einen Yoghurt-Dip oder einfach ein Fladenbrot dazu vorstellen.

Hier gibt es übrigens sogar ein Video vom Meister zu diesem Rezept.

Und Pamela vom Blog Mestolo hat dem guten Otto eine ganze Woche gewidmet.

Überdosis Frischluft

Endlich mal wieder in Kassel bei Ira & Oliver! Genau genommen waren wir ja nur wenige Stunden in Kassel. Vom dortigen Stadtfest sind wir – beladen mit unseren Einkäufen – geflüchtet aufs Land Richtung Edermünde. Rund um Haus & Hof war ständig etwas zu tun:  Ira rettete unermüdlich die Erdbeeren vor der Schneckenplage oder zupfte das Unkraut, während wir die Anstregungen bei einem Aperitif à la Su bzw à la Henning kommentierten. Am Sonntag haben wir uns sogar auf die Drahtesel geschwungen und sind die Fulda bis nach Melsungen gefahren. Wunderbar idyllisch entlang der Fulda!

Abends kochten wir dann wie immer famos: Die vermutlich letzten Spargel für dieses Jahr mit einer grandiosen Sauce Hollandaise – Michel hat sich dabei als der beste Schaumschläger ever erwiesen! Am zweiten Abend kreierte Ira als Vorspeise Auberginen-Avocado-Türmchen, ein Rezept ihrer Lieblings-Foodbloggerin Arthurs Tochter, und im zweiten Gang einfach-leckere Landküche mit Bratwürsten, karamellisiertem Gemüse und Salzkartoffeln. Für den heutigen Abend hat mir Ira ihre restlichen Auberginen eingepackt, um das Auberginen-Zitronen-Risotto von Ottolenghi auszuprobieren. Und wieder mal hab ich es verpasst, ein Foto zu machen. Aber: lecker war es!!! Und ich verspreche hiermit hoch & heilig, dass ich das Rezept sehr bald wieder hole – und dann hier samt Fotos poste.

Hier der komplette ca. 200 km lange Fuldaradweg.

Schöne Bescherung

Ich hätte es wissen müssen: Den Gemüsehändler meines Vertrauens (er heisst „Reinhard“ – wir sind mittlerweile per Du ;-)) zu fragen, wann es denn gut sei, Erdbeeren für Marmelade einzukaufen, kann nur als Ergebnis haben, daß ich sofort welche kaufen. Und zwar nicht nur die geplanten 1 kg, sondern 2,5 kg! Er hat mich zu seinem VW Bus geführt, die hintere Tür geöffnet und ich war sofort erlegen – den Erdbeeren natürlich. Aber ernsthaft: wer kann bei 2 Euro pro Pfund widerstehen (ohne selbst den Buckel krumm zu machen), zumal ja der große Regen angekündigt war und damit die traurige Aussicht auf wässrige Beeren, Schneckenfraß und horrende Preise… Gesagt, getan.

Daraus hab ich natürlich ein kleines Projekt gemacht. Erst mal hab ich recherchiert, was Henning letztes Jahr zu diesem Thema gesagt hat, außerdem hatte ich gehofft, daß Su das Rezept von C. Ferber hier veröffentlicht hat (siehste mal!!) und dann 3 Rezepte ausgewählt:

  1. Frau Witzigmanns Rezept (mit Orangensaft, pürierten Erdbeeren und 3:1 Gelierfix-Mischung), dann
  2. Erdbeeren mit Limettenschale (da hab ich dieses neue Erdbeer-Gelierfix 2:1 verwendet – verzeih mir, Henning!) und dann ist immer noch die
  3. Französische Erdbeermarmelade am Machen, die 3 Tage Zubereitung benötigt, mit normalem Zucker, und Minze als Kick

Ihr seid herzlich zu einer Blindverkostung eingeladen!!

Numero 1 (links) und 2 (rechts) haben uns heute morgen auf alle Fälle sehr geschmeckt. Die Farbe der Numero 2 ist aber schöner rot, ich würde aber das nächste Mal noch mehr Limettenschale verwenden. Ich wünsche sie mir etwas dominanter.

Apropos: Ich hab gestern auch Holunderblüten gesammelt. Jetzt stehen hier 6 l in großen Gläsern rum, die ich ebenfalls morgen abfüllen muß. Und außerdem hab ich mir vorgenommen, auch noch eine Erdbeer-Himbeermarmelade zu machen.

P.S.: Die Rezepte werde ich natürlich hier nachreichen.

P.P.S.: Ich sollte in die Holunderblütensirup-Produktion einsteigen. Wir haben heute in Weil der Stadt welchen für 9,50 Euro je 0,7 l gesehen. Wahnsinn.

Im Leben eines Architekten

(und seiner Frau) hört das nie nie nie auf, die Welt mit den Augen eines solchen zu sehen.  Ob man will oder nicht. Ich habe das mittlerweile begriffen und bringe routiniert die Kamera in Stellung. Hier nun das Parkhaus von PUMA in Herzogenaurach. Genauso eins wird nämlich Michel mit dem Büro in Weinheim bauen.  Es ist allerdings nur kleiner Teil eines großen Ganzen. Das Parkhaus (bzw. das Outlet!) waren Zwischenstation auf dem Weg zu den Erlangern… Wir haben Theo dann noch seine erste Fussballklamottenausrüstung gekauft – bei Adidas. (Da ist das Parkhaus noch schöner, aber anders halt und deshalb nicht fotografiert.)

Es war – wie überall hier in Deutschland – tropisch schwül- das ideale Wetter zum Grillen also! Neben den üblichen fränkischen Bratwürsten, Steak, Schafskäse und Salaten gab es diesmal noch marokkansiche Lammhackspieße, von Sascha zubereitet. Die waren so lecker, dass ich – mal wieder – vergessen habe, zu fotografieren. Aber hier ist das Rezept für alle Grillmeister hier!!

Marokkanische Lammhackspieße

500 g Lammhack

1 große Zwiebel

1 Essl. Dijon-Senf

1 Handvoll Pinienkerne

ca. 3 Essl. Semmelbrösel

1 kleine Chilischote

1 Ei

2 Knoblauchzehen (am liebsten frischen Knoblauch)

Salz, Pfeffer

Raz el Hanout

 

Die Pinienkerne in einer Pfanne anrösten. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und mit etwas Öl goldgelb anbraten. Danach beides abkühlen lassen. Anschließend mit dem Hackfleich, den Semmelbröseln, dem Ei, dem Senf, der feingehackten Chilischote und den Gewürzen Salz, Pfeffer sowie Raz el Hanout gut durchkneten. Kräftig abschmecken.

Aus der Hackmasse ca. 16 kleine Bällchen mit ca. 5 cm Durchmesser abdrehen. Jeweils 4 Bällchen auf einen Spieß stecken oder 1 Bällchen auf einem Spieß lang ziehen. Dann ab damit auf den Grill. Gar nicht verkehrt ist es, mehr Bällchen zu grillen als benötigt werden, denn am nächsten Tag schmecken sie auch kalt ganz hervorragend.

Dazu Minzjoghurt oder Sweet-Chili-Sauce.

 

Theo liebt seine neue Fussballklamotten übrigens. Aber ins Training will er immer noch nicht so recht…

 

Französischer Mistkratzer für Monsieur

Gestern war der Tag, um Michels Killerviren vollends auszutreiben mit: einem Hühnerfrikassee! Nach dem Motto „Mens sana in corpore sano.“ Vor allem tut das aber seiner Seele gut. Nun, wie Ihr seht, habe ich dazu weder Mühen noch Kosten gescheut. Jetzt musste nur noch ich meinen Teil dazu tun, damit das Tier nicht umsonst gestorben ist. (Ich bin ja übrigens nicht in der Lage wie meine Mama so ein Tier zu schnappen, mit der linken Hand, den Hals auf einen Holzklotz zu biegen während es zappelt und schreit, und dann mit der rechten das Holzbeil zu schwingen…. Aber ich bin ja auch nicht auf der rauhen Alb aufgewachsen, sondern in der „schwäbischen Toskana“.  Aber das alles ist eine andere Geschichte….)

Das Ergebnis seht ihr nun hier, gekocht und verschmaust mit den Jungs von oben. Übrigens habe ich beim Kochen die Pfeffer-Mühle mit der Kardamonmühle verwechselt. Aber so entstehen ja oft Rezepte, die in die Geschichte der Kulinarik eingehen… Lecker war es!

* Da wir während der Fastenzeit auf „low carb“ sind (aber erst ab 18 Uhr ;-)), gab es statt Reis Brokkoli-Gratin.

Und hier nun das Rezept, das auf Lafer beruht, aber immer irgendwie etwas abgewandelt wird.

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Die Kekse der Marie Antoinette

Es ist Vorweihnachtszeit und ich komm zu nix. Dabei hab ich noch nicht mal Kinder – dafür einen kränkelnden Ehemann, was schwerer wiegt … meiner Meinung nach. Außerdem umfasst meine Weihnachtseinkaufsliste 21 Positionen – und erst drei davon hab ich erledigt! Hilfe!

Noch nicht mal ein einziges Weihnachtsbrötchen habe ich gebacken – Henning hat die „Weihnachtskekse“ hier auch schon vermisst – die bei uns übrigens Brötle oder Gutsle heißen. Die letzten Jahre habe ich ja mindestens 10 Sorten gemacht. So muss ich mich nun heute mit fremden Federn schmücken – den Macarons von Ira!! Ja ja, ich schreibe nur darüber – sie macht sie. Et voilà:

Die hellem sind mit schwarzem Sesam verziert und mit Nutella gefüllt, die dunklen mit schwarzem Kakao und Instantkaffeepulver gewürzt und mit Tiramisu-Mascarpone gefüllt. Wahnsinn, oder? Und das Rezept ist von dem netten Kochblog „Aux délices d´Aurelie“ und zwar hier. Leider konnte ich sie nicht (virtuell) probieren. Ich hoffe aber daß wir bald in ihre Versuchsküche eingeladen werden!

Wer von Euch hat denn schon Gutsle gebacken? Und welche?

Bestens im Feuilleton aufbereitet hat das Thema „Macarons“ mal wieder DIE ZEIT.