Archiv für den Monat: Juni 2010

Die Mutter aller Spiele

Der 11freunde.de Liveticker hat es so herrlich formuliert:

„17:54 Uhr

Okay, lass uns Schluss machen. Schöner kann es nicht werden. Diese Jungs haben gerade Abi gemacht. Und jetzt fahren wir alle nach Lloret de Mar und kiffen mit Französinnen. Mach deinen Scheiß doch alleine, Maradona.“

Und wo waren wir? Mal wieder im Frankenland. Das volle Programm: Kindergeburtstag mit Schnitzeljagd, Planschen, Faul Ei, Kinderlachen und Kindertränen, Erdbeerkuchen, Fussball, 10mal Grillen (oder doch nur 2mal?!).

Wir sind dann doch nicht nach Frankreich gefahren, sondern haben – zu Dritt – neben 1 Dorsch, 1 Tuna Steak 1,84 Kilo T-Bone-Steak gegrillt und verspeist!!! Beilagen gab es keine.

Immer mit dabei: Wöhrli. So hat Theo die Puppe getauft, die Sigrid liebe- und aufopferungsvoll in einem Waldorfkurs gehäkelt, gestrickt, gestickt hat. Leider kennen hier im Blog nur wenige den Wöhrli. Aber die Ähnlichkeit ist wirklich frappierend!!

New Zealand World Class in Football

Witzig – ich weiss nicht ob ihr das wisst ABER die Kiwis haben sich nicht nur tapfer in der Fussball WM geschlagen sondern sie sind in in einem anderen „Football“ Spiel, praktisch unschlagbar – RUGBY.

Die „All Blacks“ (daher haben die Soccer Player als Kontrast-Programm Ihren Namen – All Whites) sind verdammt gut, was World Competition angeht, ABER die Junioren sind noch viel besser. Im International Junior World Championship haben die Kiwi Boys mal eben im FINALE (!!!) Australien mit 62:17 hergeschlagen – oder de-klassiert, kann man auch sagen. Auf der Rugby Website zeigt sich dass die Kiwis das zum dritten Mal hintereinander geschafft haben.

„Wie das Wetter zu Johanni war…

… so bleibt es viele Tage gar.“ Ja dann. Her mit dem Sommer.

Am heutigen Johannistag verabschieden wir uns vom Spargel und Rhabarber. Seufz.  Da kommt ja mein Marmeladenrezept genau richtig 😉  (Höchstens man macht es wie Henning, dann können einem ja irgendwelche Stichtage wurscht sein – Hauptsache die Gefriertruhe brummt, gell?) Den Rezeptipp hab ich von Ingrid – und ich finde die Marmelade wirklich sehr lecker. Weil mir Himbeeren noch zu teuer waren, habe ich gefrorene gekauft. Das funktioniert auch prima, finde ich.

Erdbeeren-Himbeeren-Rhabarber-Marmelade
mit einem Schuss Pernod

  • 500 gr Rhabarber
  • 800 gr Erdbeeren
  • 400 gr Himbeeren
  • 1 Limette
  • 3 EL Pernod
  • 1 Vanilleschote
  • 800 gr Gelierzucker 2:1

Rhabarber putzen und in feine Scheiben schneiden. Erdbeeren putzen und klein schneiden. Limette auspressen.

Rhabarber, Erdbeeren, Himbeeren, Limettensaft in einen großen Topf geben. Vanilleschote aufschlitzen, das Mark herauskratzen und zu den Früchten geben. Den Gelierzucker darüber streuen und umrühren. (Besser wäre es den Gelierzucker vorzuwärmen z.B. im Backofen.) Die Früchte unter Rühren aufkochen und dann mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei ständig umrühren.

Pernod zum Schluß zugeben. Marmelade in heiß ausgespülte Schraubdeckelgläser füllen. Gläser sofort verschließen und 5 Minuten umgedreht stehen lassen.

Bei mir ist die Marmelade ziemlich läbbrig – wie meistens übrigens. Gibt es denn ein besseren Trick als diese blöde „kalte Teller Prüftechnik“??

Hier ist übrigens meine Quelle. Ich habe allerdings nicht 3:1 sondern 2:1 Gelierzucker rein. Und ich habe den Pernod nicht verkochen lassen.

Ich hoffe jetzt natürlich sehnsüchtig auf ein 3faches-Chapeau vom Konfitürenmeister hier in der Runde!!!!

Frau Holle hat ihre Betten geschüttelt…

… und ich hab ein paar der blütenweißen „Federn“ aufgefangen und daraus wie jedes Jahr Sirup, besser gesagt Holunderblütensirup gemacht.

Zum Schluss hat Monsieur eine Zeichnung für mich gemacht, ich hab das Ganze in Form gebracht und voilà – fertig ist der Holunderblütensirup! Wer Lust hat, kommt vorbei zum Probieren!

Netter Link zum Holunder ist hier aus naturheilkundlicher Sicht und hier.

Und hier mein Mal-so-Mal-so-Rezept:

Holunderblütensirup (ca. 1,5 l)

1 l Wasser
900 g Zucker
1 EL Zitronensäure
2-3 Bio-Zitronen in Scheiben
ggfs. 1 Bio-Orange in Scheiben
ca. 12-15 Holunderblüten, je nach Größe

Holunderblüten pflücken (sollten trocken sein, weder geschlossen noch verblüht und ohne Viecher). Verwelkte Blüten wegzupfen. Die Blüten möglichst schnell verarbeiten. Deshalb den Zuckersirup evtl. schon vor dem Plücken kochen und abkühlen lassen.

Nun den Zuckersirup herstellen, d.h. Wasser mit dem Zucker aufkochen und solange köcheln lassen bis der Zucker vollständig aufgelöst ist, dann abkühlen lassen. Anschließend die Zitronensäure zugeben und umrühren. Die Zitronen in Scheiben schneiden. Die Holunderblüten und Zitronen scheiben vorsichtig in ein großes Glas einschichten. Den Sirup vorsichtig darüber gießen. Das Glas abdecken.

Den Holundersirup nun 3-4 Tage an einem sonnigen Platz ziehen lassen. 2 bis 3mal mit einem Löffel umrühren. Abschmecken. Nach Wunsch evtl. frisch ausgepressten Zitronensaft zugeben, je nachdem wie sauer man es mag. Den Sirup durch ein steriles Tuch abseihen (am besten ein Mulltuch) und in sterilisierte Flaschen füllen. Möglichst kühl und dunkel, also im Keller, aufbewahren!

Abgetaucht!

Wir hier im „Wilden Süden“ mussten ja unsere Wochenendpläne in weiten Teilen über den Haufen werfen. Regen! Regen! Regen! Schnief. Was macht man dann an einem verregneten Sonntag? Mal wieder ins Museum gehen, diesmal ins Stuttgarter Naturkundemuseum am Löwentor. Für allem für kids, die in der Dino-Phase sind, finden wir das Museum toll.

Diesmal hat uns aber die Sonderausstellung zu den Korallenriffen „Abgetaucht!“  interessiert – zusammen mit Alex und Luisa. Allerdings war die Ausstellung ziemlich überschaubar und eher nach dem Motto „schau mer mal was unsere Schaukästen so hergeben…“ konzipiert. Also für zart besaitete Kinderseelen, die eingelegte Tiere bäääh finden, ist das eher nix. Aus fotografischer Sicht fand ich die Gläser aber sehr spannend.

Wie immer haben wir dann noch die Funde aus Kupferzell bestaunt, die 1977 beim Bau der A6 gefunden wurden. Allen voran der Batrachotomus kupferzellensis, der „Lurchschlächter“ – so eine Art Krokodil das bis zu 6 m (!!!) lang werden konnte und der sich mit dem Mastodonsaurus, der warscheinlich die größte lebende Amphibie war, wahre Schlachten geliefert hat. Michel stellt hat dabei immer den kleinen idyllischen Garten seiner Eltern vor – vor 200 Millionen Jahren eben. Bewachsen mit Riesenschachtelhalmen statt Apfelbäumen und Rasen und darin die Saurierbrut… Uaaaahh! Das wäre nix für Schnubberle & Poppi gewesen!

Anschließend in die Stadt zur „Old Bridge“ zum Eis essen (diesmal Creme Caramell und Amarena), dann ins Cafe Kipf, um Erdbeerkuchen (und wie immer: den besten Zwetschgenkuchen over the world) zu kaufen, der dann zuhause verspeist wird – bevor es losging zum Fussballspiel Neuseeland – Italien!

Einen Tag später: heute morgen noch 10 Grad, aber jetzt kommt der Sommer anscheinend auch hierher. Bis Ende der Woche 30 Grad. Na dann: Her mit dem schönen Leben!

Kiwi in Stuttgart gelandet!

Ein Päckchen aus Takaka!! Was für ein Freude! Und der Kiwi hat sich auch gleich wohl gefühlt bei uns – wie ihr seht. Er wird ein besonderes Plätzchen bei uns bekommen. Mal sehn…

Ganz besonders hat sich natürlich Michel gefreut – ein echtes Rivet Workwear Hemd aus New Zealand (!!!), das wir ja im Sommer vergeblich gesucht haben. Natürlich gefüttert für die stürmischen Winde draussen auf See. Und passend zum Wuschelkopf  (dieses Thema ist ja auch immer noch ongoing). Ich schätze, jetzt wird wieder öfter das „Houw houw houw“ zu hören sein… Ein ganzer Mann halt.

Ein sehr altes Lieblings-T-Shirt

Versprochen ist versprochen, Michel.

Ein neues Schnubberle-post – dafür hier mein sehr altes, aber sehr schönes Lieblings-T-Shirt. Jetzt wäre es gut,wenn möglichst schnell ein neues post-dings eingestellt würde, da ich die schmutzigen Fingernägel nicht wegretouchieren konnte. Sorry.

Schade, dass es am WE nicht klappt. Aber wir sehen uns bald.

greetings to schnubberle from poppi

Prepared, too!

Lieber Andi,

okay okay, die „All Whites“ spielen zwar keinen Zauberfussball, dafür haben sie aber all unsere Außenseiter-Sympathien! Wir drücken auf alle Fälle ganz fest die Daumen.

Viele Grüsse ins brasilianisch gestimmte Münster! Wann treffen eigentlich Brasilien und Neuseeland aufeinander???

Kahawai One Of The World’s Great Sportfish

8:00 Uhr Mittwoch morgen – 4 Grad, wolkenlos, windstill, ruhiges Meer einfach nur schoen – da das nun schon seit einigen Tagen so ist, und wohl auch noch so weitergeht UND der Maori-Fisch-Kalender exzellentes Fishing fuer heute vorraussagt, haelt mich mich nichts mehr. Das Boot ist „ready to go“ und um kurz vor 9:00 im Wasser (@Michel und Gudrun – Ihr wisst schon an dem kleinen Hafen out of Pohara).

Ich kann es (wieder ‚mal) nicht fassen wo ich bin, als ich mit ca. 15 knoten leise aus der Bucht gleite. Der dunkelblaue Himmel (ohne irgendein Woelkchen ueber mir), die Sonne, mit wahnsinns Lichtspiel auf dem Wasser, vor mir, duese ich an den satten gruenen Kuestenstreifen des AbelTasman entlang – Richtung (na klar) – SEPARATION POINT. Heute (es juckt mich so in den Fingern) – der Michel fehlt – wird ein neues Kapitel der Fisch-Geschichte aufgeschlagen.

Am Separation Point angekommen – (ich habe wieder ‚mal die Kamera vergessen – mensch!!!) begruesse ich zunaechst die vielen Pinguine, die schon alle vor mir da waren.Der Tag ist noch jung aber hier ist schon maechtig was los – zumindest die halbe See-Vogelwelt ist hier unterwegs. Ich sehe Shags, Reiher, Seemoeven, Albatrosse, Pinguine und andere Seevoegel – viele beim jagen und als ich ca. 4 km in Richtung Farewell Spit ‚raus fahre, sehe ich einen riesigen Bereich in dem viele Voegel schwimmen und jagen – das gibt den Eindruck dass hier womoeglich eine grosse Schule Kahawai unterwegs ist.

Also versuche ich mein Glueck, werfe 3 Angeln gleichzeitig und bin nach den ersten 5 ruhigen Minuten dann nur noch am roedeln. Der erste Kahawai ist ein riesen Kerl (63cm) und wie sich spaeter herausstellt 3kg+ schwer. Ich habe diesen gerade an Bord da reisst es an der 2. Angel – Kahawai No.2. Zwischendurch moechte noch eine stattliche bluecod (44cm) mitkommen ebenso eine recht gute Seaperch. danach 3  weitere Kahawais – 1h 20min sind vergangen, der Eski (australisch fuer Kuehlbox) ist gerammelt voll und ich beschliesse dass das fuer heute mehr als genug ist und denke – mensch das waere etwas fuer den Michel gewesen – da der Kahawai dem Kingfisch ziemlich nahe kommt (vom Aussehen und Fleisch) – great fishing. Die Australier nennen den Fisch Salmon-Trout – und ich habe den schon vor etlichen Jahren,  im Wilson Promontory National Park bei Melbourne gefangen. Ein toller Fisch.

Die Rueckfahrt (mittlerweile 18 Grad) ist ebenso farbenfroh und schoen wie der Morgen. Nachdem das Boot versorgt ist, geht es ans Bilder machen und dann daran die edlen Teile zu verarbeiten.

Ein Teil des Fangs wird (super reines Fleisch) gleich zu sushi verarbeitet, der andere Teil geht in meine kleine Raeucherkammer, wo die fillets mit (eigenen) Zitronen, gestossenem Pfeffer, braunem Zucker, Rosmarin (aus dem Garten) und etwas Salz auf Manuka-Holzspaehnen geraeuchert werden. Ein Prachtexemplar wird als ganzer Fisch eingefroren. Der Rest wird zu Filets (short panfry – medium rare is the choice) verarbeitet.

http://www.bishfish.co.nz/fishid/kahawai.htm